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01.09.2004

Umweltschutz fängt beim Kochen an

Niederlande hat die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mit 1,7 Millionen Euro beauftragt, die Energieversorgung von Haushalten in Afrika zu verbessern. Dazu nutzt DGIS, die Abteilung für Entwicklungszusammenarbeit im niederländischen Außenministerium, die Erfahrungen und das Know-how, die die GTZ im Programm zur Einsparung von Biomasse im Südlichen Afrika (ProBEC) bereits seit Ende der 90er Jahre gewonnen hat.

Haushalte im südlichen Afrika nutzen traditionell Brennstoffe aus Biomasse zum Kochen und Heizen - Holz, Holzkohle, Dung und Rückstände aus der landwirtschaftlichen Produktion. Sie decken mehr als 80 Prozent des privaten Energieverbrauchs. Auch in naher Zukunft werden sie die Hauptenergiequelle bleiben. Das Kochen und Heizen damit verursacht schwere Umweltschäden wie Abholzung, verstärkte Bodenerosion und Luftverschmutzung. Hinzu kommen gesundheitliche Risiken: Beim Einatmen des Rauchs an offenen Kochstellen kommt es zu akuten Atemwegserkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jährlich 1,6 Millionen Menschen frühzeitig durch die in Haushalten entstandene Luftverschmutzung sterben.

Hier setzt das Programm ProBEC an: Verbesserte Kochöfen - Lehmherde oder Metall/Keramik-Konstruktionen, die vor Ort produziert werden - sparen bis zu 50 Prozent an Energie ein und senken gleichzeitig die gesundheitsschädliche Rauchentwicklung. „Untersuchungen zeigen, dass Atemwegserkrankungen bei Frauen und Kindern, die hierzulande traditionell am Herd stehen, um 50 Prozent gesenkt werden können“, sagt Marlis Kees, die von Südafrika aus das ProBEC-Programm leitet. Die GTZ berät bei der Ausbildung von Handwerkern und Kleinunternehmern und bei der Produktion und Vermarktung der Herde. Bislang arbeitet ProBEC im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums in sechs Ländern der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (Southern African Development Community, SADC): Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Südafrika und Simbabwe. Nun steht durch den Auftrag aus den Niederlanden die Ausweitung nach Sambia und Tansania an.
 
Quelle: UD

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