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28.07.2004

Engere Zusammenarbeit in der HIV/AIDS-Prävention

KfW Entwicklungsbank und Vertreter des HIV/AIDS Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS) haben in Genf eine Vereinbarung zur engeren Zusammenarbeit im Bereich der Bekämpfung von HIV/AIDS unterzeichnet. Mit Mitteln der Finanziellen Zusammenarbeit finanziert die KfW Entwicklungsbank regionale Social Marketing-Programme in Zentralamerika, der Karibik und Zentralafrika.

"Der Ansatz des Social Marketings zur Erzielung nachhaltiger Verhaltensänderungen ist ein fundamentales Instrument im Kampf gegen HIV/AIDS," sagte Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

In der Vereinbarung werden die Aufgaben der Partner klar festgeschrieben. Die KfW Entwicklungsbank und ihre regionalen Partner in Zentralamerika und der Karibik stellen die Finanzierung und Durchführung der regionalen Social Marketing-Aktivitäten sicher. Die Rolle von UNAIDS ist die Koordinierung und Beratung der beteiligten Organisationen im Rahmen eines Koordinierungsgremiums. Damit werden die Regionalprogramme der KfW Entwicklungsbank mit den in den nationalen und regionalen Präventions-Politiken und -Strategien sowie den Programmen anderer Geber in einen Gesamtplanungsrahmen gestellt, der die Plattform für ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten schafft.

Anfang 2004 startete die Durchführung des Programms in Zentralamerika mit 4,6 Mio. EUR. Das Programm in der Karibik mit einem Gesamtvolumen von 6 Mio. EUR soll voraussichtlich Ende 2004 beginnen. Die Bundesregierung hat zusätzliche Mittel für die Ausweitung des Programms in Zentralamerika in Höhe von 3 Mio. EUR zugesagt. Ferner haben die Aktivitäten in der Karibik das Interesse weiterer Finanzinstitute geweckt, die dem Programm bereits beigetreten sind. "Dieses Netzwerk von Finanzierungs- und Durchführungspartnern ist ein gutes Beispiel dafür, wie Geber und durchführende Organisationen sich zur integrierten Kooperation zusammenschließen, um ihre Transaktionskosten zu reduzieren,
Monitoring- und Evaluierungsinstrumente zu vereinheitlichen und
Präventionsmaßnahmen effektiver direkt zu den Armen und Bedürftigen bringen zu können", sagte Kroh.

Die Programme werden komplementär zu bestehenden Bemühungen des
öffentlichen Sektors von professionellen Institutionen des privaten und/oder Nichtregierungssektors durchgeführt. Im Auftrag des BMZ finanziert die KfW Entwicklungsbank Social Marketing-Programme zur Erzielung nachhaltiger Verhaltensänderungen bereits in über 35 Ländern mit einem Gesamtvolumen von 270 Mio. EUR. Diese Programme erzielen bislang sehr gute Ergebnisse. Seit 2002 arbeitet die KfW Entwicklungsbank eng mit UNAIDS zusammen, um einen innovativen Programmansatz für Social Marketing auf regionaler Ebene umzusetzen.
 
Quelle: UD

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