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18.05.2004

Partnership for the heart: Mehr Sicherheit für Herz-Patienten

Jeder weiß, wenn Herzprobleme auftreten, ist Eile geboten. Denn nur eine frühzeitige Diagnose kann Leben retten. Was aber, wenn Hilfe nicht rechtzeitig eintrifft? Hoffnung verspricht das Übertragen von EKG-Daten per UMTS. Vodafone, Vitaphone und die Berliner Universitätsklinik Charité haben jetzt ein neues Verfahren zur Diagnostik von Herz-Rhythmusstörungen entwickelt.

Die EKG-Monitoring-Card Vitaphone 100 IR ist klein, kaum größer als eine Scheckkarte. Aber in Verbindung mit der neuen Mobilfunktechnologie UMTS erweitert sie die Möglichkeiten der kardiologischen Diagnostik in Klinik und Praxis erheblich. Der Clou: Der Patient muss dafür weder Klinik noch Praxis aufsuchen. Er kann selbstständig über das Netz sein EKG direkt an den Arzt versenden. Auch die schnelle Übertragung von Patienten- oder Bilddaten aus dem Notarztwagen in das Zielkrankenhaus, das Versenden von Hilfs-informationen im Notfall sowie die Betreuung und Überwachung von Risikopatienten ist mit der neuen Technologie möglich: So lässt sich auch die korrekte Funktion und Einstellung von Herzschrittmachern einfach und sicher überprüfen. Gerade die kurzen Herz-Rhythmusstörungen, die diagnostisch schwer erfassbar sind, seien besonders gefährlich, erläutert Professor Gert Baumann, Direktor der medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie an der Charité.

Wie aber funktioniert das Netz genau? Mit der EKG-Monitoring-Card, die der Patient um den Hals trägt, kann er jederzeit und überall unter Alltagsbedingungen ein EKG aufzeichnen. Einfach, per Knopfdruck und immer dann, wenn er das Gefühl hat, sein Herz gerät aus dem Takt. Anschließend übermittelt die Card die EKG-Daten automatisch an das Mobiltelefon. Und das wiederum sendet das EKG vollautomatisch per UMTS an das medizinische Service Center von Vitaphone, wo rund um die Uhr ein qualifiziertes medizinisches Personal zur Verfügung steht. Im Notfall gehen die Daten unmittelbar an die behandelnden Ärzte per Telefax, E-Mail oder direkt auf einen passwortgeschützten Server im Internet. Per GPS teilt das Handy sogar den genauen Standort des Patienten mit. Vodafone sorgt mit seinem Netz dafür, dass schnelles und sicheres Handeln möglich ist.

Mit der neuen Technologie erwarten die Erfinder eine Steigerung der Aufklärungsquote bei den Ursachen von Herz-Rhythmusstörungen innerhalb von sieben Tagen um 35 Prozent auf 85 Prozent. Herkömmlichen Technologien, wie beispielsweise das Langzeit-EKG, erreichen eine Aufklärungsquote von weniger als 50 Prozent im gleichen Zeitraum, so Baumann weiter. Experten des Informationszentrums Mobilfunk (IZMF) haben errechnet, dass schon heute durch die konsequente Anwendung der Telemedizin 10 bis 30 Prozent der jährlichen Versorgungskosten eingespart werden könnten. Auch die medizinische Versorgung werde beschleunigt und effizienter. Davon ist auch Karl-Ludwig Dilfer, Geschäftsführer Vertrieb Vodafone, überzeugt. Vodafone engagiere sich gemeinsam mit Partnern wie der Charité und Vitaphone bei der Entwicklung telemedizinischer Anwendungen, da man davon überzeugt sei, chronisch kranken Menschen mit Hilfe der Mobilfunktechnologie ein Stück mehr Sicherheit und Lebensqualität zurückgeben zu können.

Aktuelle Zahlen machen die Notwendigkeit von solchen Technologien deutlich: In Deutschland sterben pro Stunde ca. zehn Menschen durch den plötzlichen Herztod, pro Jahr mehr als 80.000. Vor allem Patienten nach einem Herzinfarkt sind gefährdet. Bei 80 bis 90 Prozent der Patienten sind Herz-Rhythmusstörungen die Ursache des plötzlichen Herztodes.
 
Quelle: UD

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