Alter im Cache 2017-09-26 07:41:42
Alter ohne Cache: 2017-09-26 07:41:42
Dienstag, 26.September 2017

08.03.2004

Spaniens Unternehmer machen sich für soziale Projekte stark

Wer Spanien schon einmal bereist hat weiss, die Iberer sind in Umweltfragen nicht gerade Vorreiter in Europa. Auch in offiziellen Quellen findet sich nur wenig zum Thema Nachhaltigkeit. Einige spanische Unternehmen zeigen jedoch, dass es auch anders geht.

Vor allem soziale Verantwortung wird bei spanischen Unternehmen groß geschrieben. So zeigen etwa die Fluggesellschaft Iberia, der führende Telekommunikationsanbieter Telefónica und der Energiekonzern Endesa Engagement auch außerhalb ihrer herkömmlichen Tätigkeitsfelder. Wie aber sehen diese Aktivitäten in der Praxis aus?

Iberia hat es sich schon mit seiner Firmengründung im Jahre 1927 zur Aufgabe gemacht, die soziale Verantwortung in die Unternehmenspolitik zu integrieren. Seitdem realisiert die Fluglinie in Eigenarbeit, aber auch in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen Projekte im sozialen Bereich. Eines der jüngst entstandenen Projekte ist “Mano a Mano” , 1994 von Mitarbeitern der Iberia ins Leben gerufen. Hierbei transportiert Iberia auf seinen Flügen in ärmere Regionen Pakete mit humanitärer Hilfe im Laderaum oder im Gepäck der Crew. Ziel der Pakete gefüllt mit Nahrung, Medizin oder auch Kleidung sind unter anderem hilfsbedürftige Personen, Schulen, Krankenhäuser und Armenviertel. Allein im Jahr 2002 fanden etwa 201.935 Kilogramm Hilfsgüter transportiert. Finanziell unterstützt Iberia zudem weitere Entwicklungsprojekte in Zentralamerika, Südamerika, Afrika und Spanien.

Das Telekommunikationsunternehmen Telefónica seinerseits fördert das Projekt „Centro Móvil de Coordinación“. In Zusammenarbeit mit dem spanischen Roten Kreuz arbeitet Telefónica seit drei Jahren an der Errichtung von sicheren Kommunikationssystemen in geografisch unsicheren Gegenden, wo das herrkömmliche Kommunikationsnetz auf Grund von Katastrophen oder Notfällen nicht mehr funktioniert. In einem weiteren Projekt setzt sich das Unternehmen für die Prävention von Angriffen auf Frauen ein: So ermöglichen Mobiltelefone, verbunden mit einem speziellen Informationssystem, den sofortigen Kontakt zwischen Opfern und der lokalen Polizei. Schon durch einen Rufaufbau lassen sich alle wichtigen Daten der überfallenen Person sowie des Täters (Name, Wohnort, DNA, Beschreibung der Person, Foto etc.) in das System der Polizei übertragen. Das neu entwickelte System ermöglicht auch die Versendung einer Kurzmitteilung auf die Mobiltelefone enger Bekannter des Opfers. Die erste Phase dieses Projektes ist bereits angelaufen, in der bisher acht Mobiltelefone getestet werden, die an das spezielle System angeschlossen sind.

Der Energiekonzern Endesa schließlich unterstützt in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung, der Handelsunion und lokalen Organisationen die Initiative zur Gründung neuer Geschäftsbereiche in Gebieten Spaniens, wo eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung erlaubt ist. Innerhalb dieses Projektes hat sich Endesa einerseits zum Ziel gesetzt zur Förderung alternativer Energiegewinnung beizutragen und andererseits eine stabile Beschäftigungslage zu schaffen. Das Unternehmen unterstützt das Projekt mit Kapital sowie durch Subventionen, die eine Ergänzung zur öffentlichen Hilfe sind.
 
Quelle: UD

0 Kommentare

Ihr Beitrag

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Netiquette
Alter im Cache 2017-09-26 07:41:42
Alter ohne Cache: 2017-09-26 07:41:42