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29.01.2004

BASF: Wie nachhaltig ist das Unternehmen am Standort Brasilien?

Vor fast 50 Jahren begann die BASF ihre Aktivitäten im brasilianischen Guaratinguetá. Heute ist Guaratinguetá eine Stadt, damals was es eine kleine Siedlung auf halbem Weg zwischen Sao Paulo und Rio de Janeiro. Die Gemeinde Guaratinguetá und die BASF sind gewissermaßen zusammen groß geworden. Wie sah der von der BASF geleistete Gesamtbeitrag zur Entwicklung der Region aus?

Im Jahr 2002 beauftragte die BASF die Getulio Vargas Junior-Stiftung, die Rolle des Unternehmens, seine jeweiligen Beiträge und gegebenenfalls auch von ihm verursachte Probleme in der Gemeinde Guaratinguetá über den Zeitraum der vergangenen 50 Jahre zu untersuchen.

Die örtliche Entwicklung ist wie an so vielen anderen Orten in Brasilien durch 2 Tendenzen geprägt. Auf der einen Seite ist wachsender Wohlstand und spürbares wirtschaftliches Wachstum zu verzeichnen. Auf der anderen Seite ist fortwährend die Armut zu bekämpfen, die durch Zuwanderer aus den ärmeren Gebieten Brasiliens immer aufs Neue präsent wird.

Die von der BASF in Auftrag gegebene unabhängige Prüfung der Auswirkungen stellte sich als schwierige Aufgabe heraus. In Guaratinguetá war die BASF der führende Wirtschaftsmotor, aber sie blieb natürlich nicht der einzige. Ihre eigenen Investitionen könnten durchaus die Investitionen anderer Akteure ausgelöst haben. Ihr eigener Zugang zu Märkten könnte dazu beigetragen zu haben, den Weg für andere Akteure in der Region zu ebnen.

Aufgrund fehlender sachbezogener kommunaler Akten war es schwierig, die Wechselbeziehungen zwischen BASF und Bildungswesen, sozialen Diensten, direkter und indirekter Arbeitsbeschaffung und dem allgemeinen Bevölkerungs- und Infrastrukturwachstum im einzelnen zu erfassen und abzuwägen. Allerdings gibt es reichlich Anzeichen dafür, daß die BASF ein zentrales Element und eine tragende Säule im Rahmen der einheimischen Entwicklung war und auch noch heute ist. Sie fungierte als eine Quelle wirtschaftlicher Stärke, und als Garant von Wachstum und Kontinuität, nicht nur in guten Zeiten, sondern auch in schlechten.

Die Guaratinguetá-Studie war partizipativ ausgerichtet. Die Verantwortlichen der Studie konnten sich an örtliche Behörden, kommunale Organisationen und Bürger wenden und hatten Zugang zu BASF-internen Informationen. Um das Studienprojekt abzurunden, konnten sie ihre Ergebnisse und methodologischen Fragen auf unterschiedlichen Ebenen diskutieren. 2003 wurden aus der Studie resultierende Ergebnisse und Schlussfolgerungen in zwei getrennten Workshops diskutiert:

Das Fazit: Bislang gibt es weltweit nur einige wenige Pilotprojekte, anhand derer versucht worden wäre, die Effektivität und Ergebnisse von Corporate Social Responsibility -Programmen zu bemessen. Die Guaratinguetá-Studie der BASF hat dazu beigetragen, die Auswertung von CSR Beiträgen voranzutreiben.
 
Quelle: UD

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