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Mittwoch, 22.November 2017

22.01.2004

Erste Öko-Teefabrik in der Hand von Kleinbauern

In Anwesenheit namhafter Gäste aus dem In- und Ausland eröffnete Ende November 2003 Shri. Sompal als Abgesandter der indischen Regierung die Sahyadri Organic Tea Factory in Kerala. Die Öko Teefabrik ist ein bisher einmaliges Projekt, das gemeinsam von der Peermade Development Society und Naturland e.V. geplant und durchgeführt wurde.

Peermade ist ein kleiner Ort in den Bergen von Kerala, in Südindien. Die Menschen in Peermade leben von der Landwirtschaft, die meisten bewirtschaften zwischen ein und fünf Hektar Land, auf denen sie Lebensmittel zur Selbstversorgung und Gewürzpflanzen wie Pfeffer, Vanille und Kardamom in Mischkultur anbauen. Neben den Gewürzen produzieren einige Kleinbauern auch Tee, den sie bislang zu niedrigen Preisen und ohne Abnahmegarantie an umliegende Teefabriken verkaufen. Bestehende Teefabriken unterhalten ihre eigene Teeproduktion und kaufen den Bauern nur Tee ab, wenn die Produktion aus den eigenen Teegärten nicht ausreicht. Im Jahr 2003 hat der Teepreis in Südindien einen historischen Tiefstand erreicht, was die ohnehin schlechte Situation der Teebauern noch verschlimmert.

Von der Idee bis zur Finanzierung

So entstand die Idee, die Bauern für ökologischen Teeanbau zu begeistern und zu schulen und eine eigene Anlage für die Verarbeitung von Öko-Tee zu errichten. Ein ehrgeiziges Projekt mit dem Ziel, nicht nur Vermarktungsmöglichkeiten für die Bauern zu schaffen, sondern sie auch an der Wertschöpfung zu beteiligen. Die Peermade Development Society (PDS), eine 1980 gegründete kirchliche Nichtregierungsorganisation, ist Projektpartner vor Ort. Sie hat das Grundstück für den Bau der Fabrik zur Verfügung gestellt und Kredite für das Projekt aufgenommen. Unterstützt wird das Projekt von Bischof Arackal, in dessen Diözese das Projekt liegt. Die Gesamtkosten betragen etwa 900.000 EURO.

Naturland konnte eine Teilfinanzierung mit Mitteln der Europäischen Union in der Höhe von 400.000 EURO für den Kauf der Maschinen zur Teeverarbeitung erreichen. 75% werden dabei direkt von der EU finanziert. Die restlichen 25% müssen über Spenden finanziert werden.

Über 1000 Kleinbauern haben jetzt die Chance, den ökologisch angebauten Tee in ihrer eigenen Fabrik zu verarbeiten und vermarkten. Zu diesem Zweck wurde von den Teebauern das Sahyadri Farmers Consortium gegründet. Die Fabrik startet mit einer Menge von 600 Tonnen Öko-Tee pro Jahr.
 
Quelle: UD

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