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13.01.2004

Novartis und WHO unterzeichnen Vereinbarung über kostenlose Abgabe von Medikamenten

Eine halbe Million der weltweit ärmsten Tuberkulose-Patienten sollen kostenlos lebensrettende Medikamente erhalten. Dies ist der Inhalt einer Vereinbarung, die jetzt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Pharmaunternehmen Novartis unterzeichnet wurde.

Novartis wird die Medikamente kostenlos der Global Drug Facility zur Verfügung stellen, die der WHO unterstellt ist und von Stop TB Partnership betrieben wird. Die Global Drug Facility hat seit ihrer Gründung 2,8 Millionen TB-Patienten in 65 Ländern Unterstützung und Medikamente angeboten. Die Medikamente werden über einen Zeitraum von fünf Jahren an jene Länder abgegeben, die ihre TB-Bekämpfung mit Unterstützung des "Global Fund to Fight HIV/AIDS, Tuberculosis and Malaria" verstärken.

WHO-Generaldirektor Lee Jong-Wook begrüßt die Vereinbarung als bedeutenden Beitrag zur TB-Bekämpfung: "Novartis nimmt im Kampf gegen Tuberkulose eine starke Position ein, und wir ermutigen andere Medikamentenhersteller, ihrem Beispiel zu folgen. Grosse Investitionen der Pharmaindustrie in die Behandlung der Patienten werden einen enormen Einfluss auf die Reduktion der TB- Todesfälle haben."

Richard Feachem, Executive Director des Global Fund, begrüßt die Schenkung der Medikamente als Beispiel öffentlich-privater Partnerschaften, wie sie die Organisation fördern will: "Wir sind hoch erfreut über die Unterstützung von Novartis für die Hilfe, die der Global Fund jenen Ländern zukommen lässt, die ihren Kampf gegen die TB verstärken."

Beinahe zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr an TB. Sie ist die häufigste Todesursache von Menschen mit HIV/Aids, die, wenn sie nicht behandelt werden, nach der Diagnose einer aktiven TB nur noch 5-6 Wochen überleben. In Afrika ist der mangelnde Zugang zu guten Medikamenten ein Haupthindernis im Kampf gegen Tuberkulose und gegen die gleichzeitige TB- und HIV-Epidemie.

Novartis wird im Rahmen der Vereinbarung spezielle Patienten-Kits herstellen, die Kombinationstabletten mit fixer Dosis in Blisterpackungen enthalten. Das Design verbessert die Compliance der Patienten und reduziert ganz wesentlich die Gefahr der Entwicklung einer medikamentenresistenten TB, die weit kostspieliger und schwieriger zu behandeln ist.

Die Medikamente werden kostenlos an solche Programme abgegeben, die sich der DOTS-Strategie (Directly Observed Treatment Short Course), der international empfohlenen Strategie zur TB-Bekämpfung, bedienen. Seit 1993, als die WHO die Bekämpfung der TB zur globalen Dringlichkeit erklärte, wurden im Rahmen der DOTS-Strategie bereits mehr als 10 Millionen Menschen erfolgreich behandelt.
 
Quelle: UD

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