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06.06.2003

Biologische Vielfalt und Armutsbekämpfung -- eine Herausforderung für nachhaltige Entwicklung

Menschliche Eingriffe verringern die biologische Vielfalt in noch nie dagewesener Geschwindigkeit. "Die biologische Vielfalt ist nicht mehr und nicht weniger als die Grundlage des Lebens überhaupt. Sie zu schützen ist kein Luxus, der erst verwirklicht werden kann, wenn ein hohes Wirtschaftswachstum erreicht ist", so Minister Trittin Ende Mai.

Die Vielfalt selbst sei eine Ressource, die auch einen grossen Beitrag zur Armutsbekaempfung leisten könne. "Dies ist nur zu erreichen, wenn die Menschen, die in, mit und von dieser Vielfalt leben, auch selbst von ihrem Erhalt und ihrer nachhaltigen Nutzung profitieren", so Trittin.

Dem anhaltenden weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt entgegenzutreten, ist eine der stärksten Herausforderungen der Umweltpolitik. Bereits 1992 beim Erdgipfel in Rio de Janeiro ist dies als wichtigstes Ziel des Uebereinkommens ueber die biologische Vielfalt (CBD) international vereinbart worden. Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (WSSD) in Johannesburg hat im vergangenen Jahr bekräftigt, dass die biologische Vielfalt eine zentrale Rolle fuer eine nachhaltige Entwicklung und für die globale Armutsbekämpfung spielt und wichtig für die Sicherung unserer Existenzgrundlagen ist. Konkretes Ziel ist es, den unwiederbringlichen Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 zu stoppen.

Besonders offenkundig ist die Abhängigkeit der Kleinbauern in den Entwicklungsländern von der genetischen Vielfalt der landwirtschaftlich genutzten Pflanzen und Tiere. Um die Rechte der Kleinbauern und die Vielfalt pflanzengenetischer Ressourcen zu sichern, sollte nach Ansicht Trittins der im November 2001 im Rahmen der Welternährungsorganisation (FAO) verabschiedete Vertrag zu pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft möglichst bald in Kraft treten.

Ein weiteres Beispiel für die Rolle biologischer Vielfalt als Einkommensquelle ist der Fremdenverkehr. Die 7. Vertragsstaatenkonferenz der CBD in Kuala Lumpur im Jahr 2004 wird voraussichtlich Leitlinien für nachhaltigen Tourismus in empfindlichen Ökosystemen verabschieden, die Deutschland bereits vor Jahren angestossen hat. Damit könnte ein international gültiges Instrument für Nachhaltigkeit in diesem wichtigen Wirtschaftsbereich geschaffen und somit ein weiterer Beitrag zur Armutsbekaempfung geleistet werden. Hier wird es besonders darauf ankommen, die Beteiligung lokaler Gemeinschaften sicherzustellen.
 
Quelle: UD

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