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Fünf Jahre Rana Plaza – viel hat sich verbessert in Bangladesch

28.03.2018

Fünf Jahre Rana Plaza – viel hat sich verbessert in Bangladesch

Im April 2013 ist die Textilfabrik von Rana Plaza eingestürzt. Eine Katastrophe für Bangladesch mit mehr als 1.100 Toten und über 2.000 Verletzten – und eine Katastrophe für die gesamte Textilbranche, die in Bangladesch einkauft. Fünf Jahre später zeigt sich: Die Situation vor Ort hat sich verbessert. Dazu hat vor allem eine internationale Allianz von Gewerkschaften, Textilunternehmen und Nichtregierungsorganisationen beigetragen: Der Bangladesh Accord on Fire and Building Safety, der Gebäudesicherheit und Feuerschutz in mehr als 1.600 Fabriken des Landes umsetzt und vorantreibt.

Dabei geht es einerseits um strukturelle Maßnahmen, wie beispielsweise bauliche Renovierungen, das Nachrüsten von Feuerwarn- und Löschsystemen sowie die Modernisierung von elektrischen Anlagen durch nationale und internationale Experten. Aber auch gewählte Sicherheitskomitees in den Fabriken, Trainings der Mitarbeiter und eine bessere Integration von Gewerkschaften sind Teil des Accords. Größtmögliche Transparenz über die Umsetzung in den Fabriken ist eine seiner wichtigsten Säulen.

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Als eines der Gründungsunternehmen hat Tchibo zusammen mit dem Accord seine Produktionsstätten in den vergangenen Jahren umfassend überprüft und Verbesserungen angestoßen. Die Bilanz: 92 Prozent der identifizierten Missstände in den 27 Fabriken, mit denen Tchibo in dieser Zeit zusammengearbeitet hat, wurden bislang behoben (Branchendurchschnitt: 82 Prozent). Eine einsturzgefährdete Fabrik wurde identifiziert und geschlossen, bevor jemand zu Schaden kam. Fatima Chowdhury, lokale Nachhaltigkeitsmanagerin bei Tchibo, ist überzeugt: „Ohne den Accord hätte man den heutigen Sicherheitsstandard in Bangladesch in den nächsten 15 Jahren nicht erreicht.“

Lösung im gemeinsamen Dialog

Den Erfolg dieses kooperativen Ansatzes versucht Tchibo nun mit den gleichen Stakeholdern im neuen, sogenannten „Transition Accord“ weiterzuentwickeln und insbesondere die Rolle der Gewerkschaften und Trainings weiter zu stärken. Dieser Erfolg hat das Unternehmen auch dazu motiviert, insgesamt einen stärkeren Fokus auf sogenannte Sektoransätze (das heißt: gemeinsam mit anderen Unternehmen, NGOs, Gewerkschaften und Regierungen Lösungen zu finden) zu legen, sei es im Rahmen von ACT on Living Wage, dem Organic Cotton Accelerator oder dem Mainstreaming-Ansatz im Kaffee, den Tchibo gerade initiiert. „Wir glauben, dass die gemeinsame Konzentration unserer Kräfte weitere Bewegungen in Gang setzen können. Und wir erhoffen uns hierbei auch die Unterstützung durch die neue Bundesregierung“, heißt es seitens des Unternehmens.

 
Quelle: UD/cp

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