Alter im Cache 2017-11-24 08:31:25
Alter ohne Cache: 2017-11-24 08:31:25

12.05.2017

Hilfe auf See: MAN verlängert Kooperation mit Mercy Ships

Die Länder Westafrikas haben unterschiedliche gesellschaftliche Probleme. Neben politischer Instabilität und mangelnden Jobperspektiven für junge Menschen fehlt es an einer flächendeckenden medizinischen Versorgung. Hier hilft das Hospitalschiff der Nichtregierungsorganisation Mercy Ships, dessen ehrenamtliches Fachpersonal an Bord medizinische Operationen und Spezialbehandlungen durchführt. Spenden kommen hierfür auch von Unternehmen. MAN zählt zu den Förderern und hat jüngst seine Kooperation bis Ende 2018 verlängert.

Als Sally an Bord des Hospitalschiffes kam, konnte sie kaum laufen. Nach einem Autounfall waren ihre Beine verdreht zusammengewachsen, sodass jeder Schritt schmerzte und viel Kraft kostete. Dank einer orthopädischen Operation, in deren Verlauf die Ärzte ihre Beine richteten, kann sie jetzt wieder normal gehen. 

Sally ist nur eine von über 2,35 Millionen Menschen aus Ländern wie Sierra Leone oder Guinea, die Mercy Ships seit der Gründung 1978 sowohl direkt als auch über lokale Teams und Partnerorganisationen medizinisch versorgt hat. Insgesamt arbeiten über 400 ehrenamtliche Mitarbeiter aus fast 40 Nationen auf der „Africa Mercy“, so der Name des jetzigen Hospitalschiffes, das seit 2007 an der westafrikanischen Küste im Einsatz ist. Sie helfen kostenlos Menschen, die keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben oder sich einen Arztbesuch nicht leisten können. Bei einer Kapazität von bis zu 7.000 Operationen jährlich führen die Helfer am häufigsten Tumor- und Kataraktenentfernungen, Lippen- und Gaumenspaltenkorrekturen sowie orthopädische und gynäkologische Eingriffe durch. Aktuell liegt das Schiff in Benin vor Anker und wird voraussichtlich noch bis Ende Mai 2017 dort stationiert sein.

Anzeige
Africa Mercy Schiffzoom
Africa Mercy Schiff

Einem ganzheitlichen Ansatz folgend geht die Arbeit von Mercy Ships über die medizinische Versorgung auf dem Schiff hinaus: „Wir wollen den Menschen umfassend helfen, indem wir auch ihre Lebensumstände verbessern. Darum engagieren wir uns in Projekten für Dorfgemeinschaften oft in Zusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen“, so die Organisation. Dafür arbeiten lokale Teams in den Dörfern der Umgebung und bieten ein breites Spektrum an Gesundheitsdienstleistungen an. Dazu gehören Zahnkliniken, medizinische Sprechstunden, Gesundheitsaufklärung, HIV/Aids-Präventionen sowie Wasser- und sanitäre Projekte. Unterstützt wird die Arbeit des mobilen Hospitalschiffs von 16 stationären Länderbüros auf mehreren Kontinenten.

Hilfe und Spenden erwünscht

Damit Mercy Ships die benötigte Hilfe weiterhin zur Verfügung stellen kann, ist die Organisation auf Spenden angewiesen. Möglich ist dies auf traditionelle Art, nämlich durch Geld- oder Sachspenden, sowie durch persönlichen Einsatz als ehrenamtlicher Helfer an Bord. Außerdem können interessierte Spender der Organisation auch Restgold aus künstlichen Zahnkronen, Brücken oder Inlays zur Verfügung stellen. Diese werden im Rahmen des Mercy Ships Dentalprogramms eingesetzt, um zahnmedizinische Behandlungen für Patienten zu ermöglichen. 

Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen helfen durch Partnerschaften mit Mercy Ships, zum Beispiel mithilfe von Sachspenden. So hat MAN in den vergangenen Jahren beispielsweise vier Motoren für das Schiff gespendet. Außerdem hat das Unternehmen durch Werbematerialien auf die Arbeit der Organisation aufmerksam gemacht und Mitarbeiter als ehrenamtliche Helfer entsendet. 

Ingenieure von MAN helfen bei der Maschinen-Wartung.
Ingenieure von MAN helfen bei der Maschinen-Wartung.

Die Kooperation zwischen MAN und Mercy Ships soll auch künftig fortgesetzt werden. Die aktuelle Vereinbarung sieht die jährliche Lieferung von Ersatzteilen für die vier Motoren im Wert von bis zu 250.000 Euro vor, um die Maschinen instand zu halten „Wir sind von der Zusammenarbeit mit Mercy Ships überzeugt und freuen uns, sie weiter ausbauen zu können“, so Uwe Lauber, CEO von MAN Diesel & Turbo bei der Unterzeichnung des Abkommens. „Das Krankenhausschiff Africa Mercy sichert eine dringend notwendige medizinische Versorgung in Regionen, wo diese sonst nicht zur Verfügung steht. Dieses Sponsorship ist uns eine Herzenssache.“

Auch Jens-Erik Engelbrecht, CEO von Mercy Ships Dänemark, freut sich sehr über die nun beschlossene, langjährige Unterstützung: „Mercy Ships ist stolz auf die langfristige Partnerschaft mit MAN Diesel & Turbo. Schon in den vergangenen Jahren hat MAN großzügige Summen für die Instandhaltung der Africa Mercy gespendet. Aber die nun geschlossene Sponsoring-Vereinbarung ermöglicht uns eine langfristige Planung, um unser Engagement für die Armen und Vergessenen dieser Welt weiter intensivieren zu können.“ Diese Vereinbarung mit Mercy Ships ist mit der Option auf Verlängerung zunächst bis Ende 2018 geplant.

Mehrteilige TV-Doku über Mercy Ships

In deutscher Erstausstrahlung zeigt der Pay-TV Sender NatGeo People vom 8. Bis zum 28. Mai eine achtteilige Dokumentation über das Leben und Arbeiten auf der Africa Mercy. Die Serie wird jeweils mittwochs um 20.15 gezeigt. Weitere Informationen über die neue TV-Serie finden Sie hier.

 
Quelle: UmweltDialog

Related Posts

0 Kommentare

Ihr Beitrag

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Netiquette
Alter im Cache 2017-11-24 08:31:25
Alter ohne Cache: 2017-11-24 08:31:25