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Sonntag, 24.September 2017

02.05.2017

Girls’Day und Boys’Day: Angebote auf Rekordhoch

Mit mehr als 10.000 Angeboten für Mädchen hat der Girls'Day einen neuen Rekord bei den Veranstaltungen erreicht. Auch beim Boys'Day hat es noch nie zuvor so viele Angebote für Schüler gegeben wie in diesem Jahr: Knapp 7.000 Einrichtungen und Unternehmen boten Plätze für Jungen ab der 5. Klasse an, um Berufe kennenzulernen, die bislang hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden.

Eine Befragung von 5.200 Jugendlichen direkt vor und nach dem Aktionstag im vergangenen Jahr zeigt, dass sich Mädchen nach dem Girls'Day deutlich häufiger als vorher vorstellen können, einen technisch-naturwissenschaftlichen Beruf auszuüben. Bei den Jungen ist es ähnlich: Nach dem Boys'Day nannten mehr Jungen einen Beruf aus dem Bereich Medizin und Pflege, Soziale Arbeit und Erziehung sowie aus den Branchen der Büro und kaufmännischen Berufe als bei der Befragung direkt vor dem Aktionstag.

Girls'Day und Boys'Day zeigen messbare Auswirkungen auf das Berufswahlverhalten junger Frauen und Männer

Zwei Beispiele: Seit Beginn des Girls'Day 2001 ist der Frauenanteil bei den auszubildenden Fahrzeuglackiererinnen von 5,5 Prozent im Jahr 2000 auf 15 Prozent im Jahr 2015 gestiegen.
Erste Erfolge zeigen sich auch bei der Berufswahl junger Männer. Seit Start des Projekts Boys’Day im Jahr 2011 hat sich der Anteil der Männer bei der schulischen Ausbildung zum Erzieher von 16,8 Prozent im Jahr 2012 auf 18,6 Prozent nur drei Jahre später erhöht.

Unternehmen und Einrichtungen sehen und fördern die Potenziale junger Menschen und machen Berufe jenseits von Geschlechterstereotypen einer breiteren Zielgruppe zugänglich. Damit tragen sie aktiv und sichtbar zu mehr Chancengleichheit bei.

Girls’ Day und Boys’ Day bei der NORMA Group

Die NORMA Group hat anlässlich des Aktionstages eine Gruppe Schülerinnen und Schüler im Werk in Maintal begrüßt. Dabei lernten elf Mädchen und sieben Jungen die vielfältigen Ausbildungsberufe und dualen Studiengänge kennen, die die NORMA Group am Standort Maintal anbietet.

„Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Mädchen für technisch-gewerbliche und kaufmännische Berufe interessieren“, sagte Lars Prokein, stellvertretender Ausbildungsleiter bei der NORMA Germany GmbH. „Unser Ziel ist es, jungen Menschen die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten in einem Industrieunternehmen aufzuzeigen. Wir freuen uns, wenn wir Jugendliche für Berufe begeistern können, unter denen sie sich bislang vielleicht nur wenig vorstellen konnten.“

Teilnehmerin Annika feilt das Werkstück.
Teilnehmerin Annika feilt das Werkstück.

Bei einer Werksführung erlebten die Jugendlichen im Alter von 10 bis 13 Jahren, wie viele Arbeitsschritte nötig sind, damit ein Steckverbinder für Kühlwasserleitungen im Auto entsteht. Anschließend bauten sie ein eigenes Werkstück – eine kleine Lokomotive aus Baustahl – in der Lehrwerkstatt der NORMA Group. Dort bildet das Unternehmen seit 1980 junge Menschen aus. „Unsere Lehrwerkstatt ermöglicht den Auszubildenden, jeden Arbeitsvorgang Schritt für Schritt zu erlernen, ohne vom Tagesgeschäft unterbrochen zu werden“, so Lars Prokein.

„Als wachsendes Unternehmen und einer der größten Arbeitgeber in der Region Main-Kinzig sind wir immer auf der Suche nach engagierten Mitarbeitern“, sagte Jörn Neubert, Geschäftsführer der NORMA Germany GmbH. „Wir fördern deshalb gern junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben.“ Die NORMA Group stellt jedes Jahr mindestens zehn Auszubildende ein. Wer die Ausbildung erfolgreich und mindestens mit der Note befriedigend abschließt, wird von der NORMA Group in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Neben Ausbildungsberufen wie Mechatroniker/in, Maschinen- und Anlagenführer/in, Industriemechaniker/in, Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Werkzeugmechaniker/in, Fachkraft für Lagerlogistik und Industriekauffrau/-mann bietet die NORMA Group auch duale Studiengänge an. In Zusammenarbeit mit der Berufsakademie Frankfurt und der Technischen Hochschule Mittelhessen können junge Erwachsene die Abschlüsse Bachelor of Arts in Business Administration sowie Bachelor of Engineering in Maschinenbau, Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen erwerben.

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Girls' Day 2017 bei VW

Auch Volkswagen hat zum Girls' Day 2017 eingeladen, an welchem knapp 1.200 Schülerinnen teilnahmen. So lernten sie an zehn Standorten technische Berufe kennen und erfuhren von jungen Frauen und deren Ausbildern, warum Technik-Berufe zukunftssicher, spannend und abwechs­lungs­reich sind.

"Volkswagen macht gute Erfahrungen mit gemischten Teams: Junge und Ältere aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen – und natürlich auch Frauen und Männer", sagt Martin Rosik, Personalleiter Marke Volkswagen. „Beim Girls‘ Day stellen wir viele technische Berufe vor, für die wir noch mehr junge Frauen begeistern wollen."

Am Hauptsitz der Marke Volkswagen Pkw in Wolfsburg haben mehr als 100 weibliche Auszubildende ihre Berufe aus den Lernfeldern Elektronik und IT, Gesamtfahrzeugbau, Industrietechnik und Mechatronik sowie Werk­zeug­bau vorstellen. Die Schülerinnen lernten dabei in elf Fachbe­reichen junge Elektronikerinnen für Automatisierungs­technik, Fach­informatikerinnen, sowie Industrie- und Werkzeug­mechanikerinnen kennen, die nach erfolg­reichem Abschluss ihrer Ausbildung anspruchsvolle Tätigkeiten über­nehmen.

Elke Heitmüller, Leiterin Diversity und Frauenförderung bei Volkswagen, sagt: „Beim Girls‘ Day geben wir Schülerinnen praktische Einblicke in Technik-Berufe. Unser Ziel ist es, zukünftige Schulabgängerinnen für eine technische Ausbildung oder ein Duales Studium bei Volkswagen zu begeistern."

Betriebsrätin Gabriele Trittel, Vorsitzende des Gleichstellungsaus­schusses, betont: „Aus Sicht des Betriebsrates ist der Girls‘ Day unverzichtbar. Denn hier kommen Mädchen und junge Frauen oft zum ersten Mal mit gewerblich-technischen Berufen in Kontakt. Gerade in diesen Berufs­feldern braucht Volkswagen mehr qualifizierten weiblichen Nachwuchs." Trittel ist sich sicher, dass die Eindrücke, die Schülerinnen bei Volkswagen am Girls‘ Day sammeln, motivierend wirken: „Unsere jungen Kolleginnen, die schon den Weg in die gewerblich-technische Berufswelt eingeschlagen haben, sind dafür sehr gute Vorbilder."

 
Quelle: UD/fo/cp

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