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Deutsche Telekom unterstützt Demenzforschung zoom
Mehrere hundert Personen versammelten sich am University College London und feierten den Launch des mobilen Spiels Sea Hero Quest.

14.06.2016

Deutsche Telekom unterstützt Demenzforschung

Spielen und gleichzeitig Gutes tun – das ist ab sofort mit dem mobilen Spiel „Sea Hero Quest“ möglich, mit dem die Deutsche Telekom die Demenzforschung unterstützt. Wie das Unternehmen auf der re:publica in Berlin bekannt gegeben hat, soll mit Hilfe des Spiels die Grundlagenforschung für Demenz einen großen Schritt nach vorne gebracht werden. Die Deutsche Telekom hat das Projekt in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern aus Forschung und Wissenschaft entwickelt. Dazu gehören die gemeinnützige Organisation Alzheimer’s Research, das University College London, die Universität von East Anglia sowie der Spieleentwickler Glitchers.

Demenz ist eine der größten medizinischen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Schätzungen zufolge leben weltweit knapp 50 Millionen Menschen mit Demenz. Laut dem "Global Alzheimer’s Report 2015" werden im Jahr 2050 rund 135 Millionen Menschen betroffen sein. Die Krankheit schränkt vor allem das Erinnerungsvermögen ein und führt bei Betroffenen auch zu Desorientierung und Isolation. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, rechnet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft mit etwa drei Millionen Erkrankten im Jahr 2050 in Deutschland. Demenz ist keine reine Alterskrankheit und kann jeden treffen – unabhängig von Alter, erblicher Veranlagung, Lebensstil oder sozialem Status.

Die Deutsche Telekom ist überzeugt, dass innovative Technologien und neue Services unser Leben im allgemeinen und die Gesundheitsvorsorge im Besonderen verbessern können. Dabei spielen mobile Anwendungen eine wichtige Rolle.

Dr. Axel Wehmeier, Geschäftsführer der Telekom Healthcare Solutions: "SeaHero Quest zeigt beispielhaft, welche Möglichkeiten die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit sich bringt. Datenanalysen bringen neue Therapien und eine bessere Versorgung des Patienten. Trotzdem bereitet der Analyse-Gedanke vielen noch Unbehagen. Daher muss die Gesundheitsbranche digitale Verantwortung für die Patienten übernehmen, ihre Sorgen ernst nehmen, die Chancen der Digitalisierung dafür aber nicht verschenken."

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Bei "Sea Hero Quest" werden Wissenschaftlern anonyme Spiel-Daten über das Navigationsverhalten und die räumliche Orientierung des jeweiligen Spielers zur Verfügung gestellt. Denn die Einschränkung der räumlichen Orientierung ist bei vielen Demenzkranken ein frühes und alltagsrelevantes Symptom. Sie finden sich selbst in vertrauten Umgebungen nicht mehr zurecht. Jüngste klinische Untersuchungen geben zwar Anlass zur Hoffnung, dass es künftig möglich sein wird, den Krankheitsverlauf von Alzheimer, der häufigsten Form von Demenz, zu verzögern. Allerdings bleiben Früherkennung und Diagnose der demenziellen Erkrankungen eine Herausforderung.

Forschern in aller Welt liegen zwar Daten von Erkrankten vor, aber kaum Vergleichsdaten von gesunden Menschen. Die Analyse der Daten aller Spieler aus "Sea Hero Quest" wird dazu beitragen, erstmals Normdaten für die räumliche Orientierung zu gewinnen. Diese Normdaten werden als Grundlage für die frühzeitige Diagnose einer Demenz dringend benötigt.

Chance für Erkenntnisse über räumliche Orientierung

"Sea Hero Quest" kann auf dem Smartphone oder Tablet gespielt werden. Die Spieler begeben sich auf eine Entdeckungsreise und steuern mit dem Boot durch verschiedene Landschaften. Wie sie anhand von Karten durch die virtuellen Welten navigieren, gibt den Wissenschaftlern Aufschluss über das menschliche Orientierungsverhalten. In jeder Spielsekunde werden anonyme Daten über das Navigationsverhalten der Spieler gesammelt. So können 100.000 Spieler in zwei Minuten Spielzeit Daten generieren, die sonst über 50 Jahre herkömmlicher Forschung auf diesem Gebiet beansprucht hätten. Dazu Dr. Hugo Spiers, University College London: "Dieses Projekt bietet erstmals die Chance zu untersuchen, wie sich tausende von Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen räumlich orientieren. Es hilft Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie wir unser Gehirn beim Navigieren nutzen. Zudem unterstützt es die Demenzforschung bei zukünftigen Arbeiten zu Diagnostik und Arzneimitteltherapie."

Durchbruch in der Demenzforschung

Hilary Evans, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation Alzheimer’s Research, unterstreicht die Bedeutung des Projektes: "In der Demenzforschung gibt es bisher kein Projekt dieser Größenordnung. Mit dem von der Deutschen Telekom initiierten mobilen Spiel "Sea Hero Quest" können wir einen unschätzbaren Datenpool erheben. Bisher dauerte es Jahre, Vorhaben dieser Art zu koordinieren, und die Ergebnisse lieferten bestenfalls eine Momentaufnahme über das Verhalten einer sehr kleinen Gruppe von Freiwilligen. An der bislang größten Studie zur räumlichen Orientierung nahmen knapp 600 Freiwillige teil. Der Forschung einen Zugang zu einer Crowd-Sourced-Datenbank dieser Art und Größenordnung zu gewähren und noch dazu in so kurzer Zeit – das ist genau die Art von Innovation, die wir benötigen, um den nächsten Durchbruch in der Demenzforschung zu erzielen."

 
Quelle: UD/cp

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