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Die Webseite der Kampagne Rote Karte dem Schlaganfall.

15.01.2016

Bayer zeigt dem Schlaganfall die rote Karte

Jährlich erleiden laut Deutscher Schlaganfall-Hilfe rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Vielen Risikofaktoren kann man jedoch mit gesunder Ernährung und Bewegung vorbeugen. Um möglichst viele Menschen darüber zu informieren, hat Bayer Health Care Deutschland im Jahr 2012 gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und der Deutschen Sporthochschule Köln die Aufklärungskampagne „Rote Karte dem Schlaganfall“ gestartet.

Ein Schlaganfall kann jeden treffen – unabhängig vom Alter. Andrea beispielsweise war 26 Jahre alt, als sie eines Morgens beim Frühstück vom Sofa fiel und plötzlich ihre linke Körperseite nicht mehr bewegen konnte. Ihr Freund reagierte schnell und rief den Rettungswagen. Nachdem die Diagnose gestellt worden war, wurde sie im Krankenhaus behandelt und bekam anschließend neurologische, neuro-psychologische sowie Ergo-, Physio- und Logotherapie. Ob Gehen, Sprechen oder Essen – Andrea musste alles neu lernen, um den Alltag wieder selbständig bewältigen zu können. Mittlerweile gelingt ihr das, sie kann sogar wieder Sport treiben und blickt optimistisch in die Zukunft: „Mir geht es super! Es gibt immer noch körperliche Fortschritte und das macht mir Mut. Ich habe keine Ängste und hadere nicht mit meinem Schicksal, sondern sage mir: Das passiert mir kein zweites Mal!“

Schlaganfall dritthäufigste Todesursache weltweit

Der Oberbegriff "Schlaganfall" steht für eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen, die verschiedene Ursachen haben und verschiedene Therapien nach sich ziehen. Die Hauptursachen für einen Schlaganfall sind eine Mangeldurchblutung (Ischämie) des Gehirns durch einen Gefäßverschluss oder eine Einblutung (Hämorrhagie). Gründe für einen Gefäßverschluss wiederum können eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) oder aber die Einschwemmung eines Blutgerinnsels (Embolie) sein. Die Folgen für die Betroffenen sind gravierend und reichen von einer halbseitigen Lähmung und Gefühlsstörungen in Armen und Beinen über Sprach-, Schluck-, Seh- und Gleichgewichtsschwierigkeiten bis hin zu Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen. Infolgedessen sind bei der Hälfte der Betroffenen Anzeichen einer Depression wie Antriebslosigkeit oder Stimmungstiefs anzunehmen. Ein schwerer Schlaganfall kann sogar lebensbedrohlich sein und zählt nach Krebs- und Herzerkrankungen zu den dritthäufigsten Todesursachen weltweit.

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Sofort handeln

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall ist schnelles Handeln gefordert. Denn: "Time is brain", d.h. je schneller ein Rettungswagen über die Notrufnummer 112 gerufen und der Betroffene medizinisch versorgt wird, desto weniger wird sein Gehirn geschädigt. Der Neurologe Prof. Matthias Endres, Direktor der Klinik und Hochschulambulanz für Neurologie der Charité Berlin, erläutert: "In einer Minute sind es etwa zwei Millionen, in einer Stunde 120 MillionenNervenzellen, die bei einem Schlaganfall zerstört werden. Nervenzellen, die einmal abgestorben sind, kann man nicht mehr wiederbeleben.“ Daher sei es wichtig, die Menschen über das schmale Zeitfenster aufzuklären, das über Leben und Tod entscheidet. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens können Ersthelfer den Betroffenen beruhigen, für sauerstoffreiche Luft sorgen, indem sie das Fenster öffnen, ihn nach seinen Symptomen befragen und, falls der Betroffene bewusstlos ist, ihn in die stabile Seitenlage bringen.

Vorbeugen durch Wissen

Vielen Menschen fehlt es an Wissen über die Ursachen und Anzeichen eines Schlaganfalls. Das zeigt unter anderem eine Umfrage des Forsa-Instituts unter 1.002 Personen aus dem Jahr 2014. Demnach kann ein Fünftel der unter 30-Jährigen überhaupt keine Symptome benennen. Auch die Altersgruppe der über 60-Jährigen, die überdurchschnittlich häufig von einem Schlaganfall betroffen ist, weiß wenig über Risiken, Symptome und Hilfsmaßnahmen im Ernstfall Bescheid. Hier setzt die Initiative „Rote Karte dem Schlaganfall“ an. Olaf Gerber, Bayer HealthCare Deutschland, erläutert: „Als ein führendes Unternehmen im Gesundheitswesen sehen wir unsere Aufgabe nicht nur in der Entwicklung von Arzneimitteln zur Bekämpfung von Krankheiten. Wir möchten auch unser Möglichstes tun, damit so schwerwiegende Erkrankungen wie der Schlaganfall gar nicht erst entstehen. Deshalb engagieren wir uns mit der Aufklärungskampagne 'Rote Karte dem Schlaganfall'“. Auf der Webseite der Kampagne www.rote-karte-dem-schlaganfall.de finden Patienten, Angehörige und Interessierte multimedial aufbereitet alles Wissenswerte zu der Erkrankung, Ernährungstipps, Hinweise auf Aktivitäten und Termine sowie Informationen darüber, wie dem Schlaganfall vorgebeugt und so das Risiko gesenkt werden kann.

Zu den Risiken, die durch eine gesunde Lebensweise beeinflusst werden können, zählen neben Übergewicht und ungesunder Ernährung auch Bluthochdruck, Arteriosklerose, Vorhofflimmern, Diabetes mellitus sowie Fettstoffwechselstörungen. Bluthochdruck ist dabei laut Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe der Hauptrisikofaktor. Die Kombination von Bluthochdruck und Rauchen führe sogar zu einem ca. zwanzigfach erhöhten Risiko. Auch Bewegungsmangel kann die Entstehung eines Schlaganfalls begünstigen, wohingegen tägliche leichte Bewegung das Risiko senken kann, wie verschiedene Studien belegen. Demnach reicht ein ein- bis zweistündiger Spaziergang pro Tag bereits aus, um das Risiko bei älteren Menschen um 35 Prozent zu senken. Die Initiative „Rote Karte dem Schlaganfall“ hat deshalb gemeinsam mit Profifußballer und Schirmherr Michael Ballack Bewegungskonzepte entwickelt, die in kostenlosen Broschüren nachzulesen sind.

Eine App für den Notfall

Ein weiterer Baustein der Kampagne ist die kostenlose Schlaganfall-App. Sie soll Ersthelfer dabei unterstützen, im Notfall richtig und schnell zu handeln. Die Anwendung bietet neben Informationen rund um das Thema Schlaganfall die Möglichkeit, mit einem einzigen Tastendruck den Notruf zu wählen. Außerdem kann mit der App der sogenannte "FAST-Test" durchgeführt werden, der Laien dabei hilft, einen Schlaganfall innerhalb kurzer Zeit zu erkennen. FAST steht dabei für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

Der FAST-Test

  • Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen? Das deutet auf eine Halbseitenlähmung hin.
  • Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, sinken oder drehen sich.
  • Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
  • Time: Wählen Sie unverzüglich die 112 und schildern Sie die Symptome.
 
Quelle: UmweltDialog

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