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Aspirin Sozialpreis für Therapie-Unterstützung bei Essstörungen zoom
Platz 1 beim Aspirin Sozialpreis 2015: Die Initiative Jourvie entwickelte eine App zur Therapie-Unterstützung bei Essstörungen. Im Bild die Mit-Gründerin Ekatarina Karabasheva.

02.06.2015

Aspirin Sozialpreis für Therapie-Unterstützung bei Essstörungen

Die Gewinner des „Aspirin Sozialpreises 2015“ stehen fest: Die gemeinnützige Initiative „Jourvie“ aus Berlin belegt mit einer speziellen App zur Therapie-Unterstützung bei Essstörungen den mit 15.000 Euro dotierten ersten Platz. Mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird die in Hamburg ansässige NCL-Stiftung ausgezeichnet. Sie stellt Schulen vielfältiges Unterrichtsmaterial für die Beschäftigung mit der seltenen Krankheit Kinderdemenz zur Verfügung.

Parkinson ist eine Krankheit, die ebenfalls und gar nicht selten junge Menschen trifft: Der Verein „JuP – Jung und Parkinson“ aus Saarlouis, auf dem mit 5.000 Euro dotierten dritten Platz, bietet erkrankten Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien eine Online-Plattform zur Information und Selbsthilfe.

Zudem erhält die „Regenbogenfahrt“ der Deutschen Kinderkrebsstiftung aus Bonn als Sieger eines Online-Votings den mit 5.000 Euro ausgestatteten Publikumspreis. „Alle Preisträger setzen auf innovative Ansätze und moderne Medien bei Therapie bzw. Wissensvermittlung und Selbsthilfe. Dadurch schaffen sie wertvolle Ergänzungsangebote in der Gesundheitsversorgung“, sagte Michael König, im Vorstand der Bayer AG verantwortlich für Personal, Technologie und Nachhaltigkeit sowie Mitglied im Kuratorium der Bayer Cares Foundation.

Unter dem Motto „Hilfe, die wirkt“ wurde der „Aspirin Sozialpreis“ das sechste Mal vergeben. Aus nahezu allen Bundesländern hatten sich 97 Projekte beworben. Eine Fach-Jury wählte die Gewinner auf den Plätzen eins bis drei aus. Jury-Mitglied Prof. Karl-Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité Universitätsmedizin (Berlin), betonte: „Kaum ein Wirtschaftszweig prägt unsere Gesellschaft so sehr wie Gesundheit und Medizin. Pro Jahr erwirtschaftet er zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Gemeinnützige Initiativen, zumal vorbildhafte wie die mit dem Aspirin Sozialpreis ausgezeichneten, spielen eine zentrale Rolle im deutschen Gesundheitswesen, indem sie eigeninitiativ auf konkrete Bedarfslagen reagieren und auch die sozialen Gesundheits-Aspekte mit einbeziehen.“

Platz eins: „Jourvie“ – die App zur Therapie-Unterstützung bei Essstörungen

In Deutschland leiden mehr als 700.000 Menschen an Essstörungen. Für eine erfolgreiche Therapie müssen die Betroffenen Essprotokolle führen. Die Smartphone-App „Jourvie“, entwickelt von der gleichnamigen Initiative aus Berlin, hilft ihnen, dieser Anforderung auch außer Haus diskret und unkompliziert nachzukommen. Zugleich ist die App eine digitale Selbsthilfegruppe, über die sich einzelne Betroffene zu einer Community vernetzen und gegenseitig unterstützen können. Insbesondere für Jugendliche erhöht dieses Angebot die Chancen auf einen Therapieerfolg.

Michael König, Vorstandsmitglied der Bayer AG (r.) und Prof. Dr. Karl-Max Einhäupl, Chef der Berliner Charité, ehrten die Gewinner des ersten Platzes beim Aspirin Sozialpreis 2015 Ekatarina Karabasheva (r.) und Verena Porsch für ihr Engagement für Menschen mit Essstörungen.
Michael König, Vorstandsmitglied der Bayer AG (r.) und Prof. Dr. Karl-Max Einhäupl, Chef der Berliner Charité, ehrten die Gewinner des ersten Platzes beim Aspirin Sozialpreis 2015 Ekatarina Karabasheva (r.) und Verena Porsch für ihr Engagement für Menschen mit Essstörungen.

Platz zwei: Schulaufklärung über Kinderdemenz

Neuronale Ceroid-Lipofuszinose (NCL) ist eine erblich bedingte Kinderdemenz. Rund 700 Kinder sind in Deutschland davon betroffen. In der Regel erleben Kinder mit dieser seltenen Stoffwechselkrankheit nicht das 30. Lebensjahr. Die NCL-Stiftung aus Hamburg hat gemeinsam mit Kooperationspartnern wie dem Naturwissenschaftlich-Technischen Zentrum in Hamburg ein Unterrichtspaket für Abiturklassen entwickelt. Die Schüler lernen zum Verständnis der Kinderdemenz praxisorientiert humangenetische Grundlagen und Methoden. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit ethischen Fragestellungen, werden für Schicksalsschläge sensibilisiert und erhalten Einblicke in verschiedene medizinische Berufsfelder. Schließlich werden die Abiturienten selbst aktiv: Sie organisieren eine Informationskampagne oder Benefizveranstaltung.

Platz drei: Jung und Parkinson

Jeder zehnte Parkinson-Patient in Deutschland erkrankt vor dem 40. Lebensjahr. Der Verein „JuP – Jung und Parkinson“ aus Saarlouis betreibt eine Online-Plattform mit Informationen sowie einem Forum und einem Chat als Selbsthilfegruppen-Angebot für Betroffene und ihre Familien. Zudem bietet eine Lehrerin über Videokonferenzen regelmäßig Tai Chi- und Chi Gong-Kurse an. Außerdem erklärt ein Zeichentrickfilm Kindern von Betroffenen altersgerecht die Krankheit. Der Verein ist nicht nur online aktiv, sondern organisiert auch Treffen von regionalen Gruppen. 

Publikumspreis: Regenbogenfahrt der Deutschen Kinderkrebsstiftung

Als Sieger eines öffentlichen Online-Votings wird die „Regenbogenfahrt“ der Deutschen Kinderkrebsstiftung aus Bonn mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Jährlich erkranken in Deutschland rund 2.000 Kinder und Jugendliche an Krebs. Einmal im Jahr fahren seit 1993 rund 50 Teilnehmer mit dem Fahrrad circa 600 Kilometer durch Deutschland und besuchen krebskranke Kinder und Jugendliche in Behandlungszentren, um ihnen Mut zu machen. Die „Regenbogenfahrer“ haben die positive Botschaft im Gepäck, dass sie in jungen Jahren selbst an Krebs erkrankt waren und ihn überwunden haben. Die diesjährige „Regenbogenfahrt“ wird vom 22. bis 29. August 2015 stattfinden und von Halle über Leipzig, Chemnitz, Dresden und Cottbus nach Berlin führen.

 
Quelle: UD/cp

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