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Ausstellung: zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit (ZNE!)

25.07.2014

Von São Paulo über Mexiko nach Essen

Das vielfach ausgezeichnete Ausstellungsprojekt „zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit“ (ZNE!) macht Station auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Vom 18. Juli bis zum 4. September 2014 präsentiert die Kuratorin Adrienne Goehler in Kooperation mit der Stiftung Zollverein über 50 nationale und internationale Exponate aus Kunst, Wissenschaft, Film und Architektur.

„zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit“ zeigt unterschiedliche künstlerisch-ästhetische Handlungsansätze und ist gleichzeitig ein Denkraum und eine Werkstatt für Wissenschaftler, Künstler, Erfinder und das interessierte Publikum. 2010 wurde die Ausstellung in Berlin eröffnet und wandert seitdem rund um den Globus: Indien, Äthiopien, China, Brasilien und Mexiko waren die letzten Stationen.

Mit jeder Ausstellung kommen neue Exponate hinzu, so schafft die Werkschau eine Verbindung zwischen den Denkansätzen, international renommierter Künstler wie Josef Beuys, Olafur Eliasson, Dionisio González, Robert Smithson oder Néle Azevedo und regional verwurzelten Künstlern, die mit ihrem Schaffen neue und nachhaltige Kunstwerke entwickeln. Dazu gehören Peter Reichenbach, der mit der traditionellen Farbherstellung aus Pflanzen das internationale Färbergarten-Netzwerk „Sevengardens“ initiiert hat. Steven Emmanuel, Stipendiat der RWE-Stiftung, der in Kooperation mit der Stiftung Zollverein während der Ausstellung einen Monat ohne Strom und Gas leben wird, und die Dortmunderin Emine Ercihan, die für ihr „Food Waste-Projekt“ mit einem Foto-Förderpreis ausgezeichnet wurde.

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In den vergangenen vier Jahren hat sich ZNE! zu einem globalen Inspirationsspeicher für die großen Fragen der Gegenwart entwickelt. Die Ausstellungsexponate schaffen eine Basis für ein gemeinsames Vokabular, den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit wie neue Energieformen, Endlichkeit der Ressourcen und Biodiversität zu begegnen. Die Werke bewegen das Publikum. Wie zuletzt die Arbeit des documenta 13-Künstlers Pedro Reyes: aus eingeschmolzenen Waffen lässt er Schaufeln entstehen, mit denen an den Ausstellungsorten Bäume gepflanzt werden.

„ZNE! präsentiert künstlerische Praktiken, in denen sich Erfahrungen und Arbeitsweisen von Umweltinitiativen mit Herangehensweisen von KünstlernInnen verbinden“, so die Kuratorin Adrienne Goehler, „und es gibt künstlerischen Positionen Raum, die sich mit ökologischen Themen wie erneuerbare Energien, Klimawandel, Re-/ Upcycling und nachhaltiges Wirtschaften auseinandersetzen.“

„Wir reihen uns ein in ein Thema, das uns alle angeht und brandaktuell ist: regional und ebenso weltweit“, betont Jolanta Nölle, Mitglied des Vorstandes der Stiftung Zollverein. „Wir sind sehr glücklich, dass Adrienne Goehler das Welterbe Zollverein für das aussagekräftige Ausstellungsprojekt mitten in der Metropole Ruhr ausgewählt hat.“ Auf Anregung von „Welterbe Zollverein – Mittendrin“, der Nachbarschaftsinitiative der Stiftung Zollverein, wirken Bürger aus dem Stadtbezirk VI – Zollverein als Volunteers in der Ausstellung mit. In dem „Time-Notes-Projekt“ des argentinischen Künstlers Gustavo Romano engagieren sie sich als „Angestellte“ im „Büro zum Kauf und Verkauf von Zeit“.

Ausgezeichnet: UN-Dekade 2014 Bildung für nachhaltige Entwicklung

„zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit“ ist von der Deutschen UNESCO-Kommission als Projekt der UN-Dekade 2014 „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ausgezeichnet worden. Die Ausstellungspublikation mit Texten, Künstlerblättern, Lese-, Malbuch und
Bauanleitungen erhielt den Art Directors Club Award 2011 und den Red Dot-Award 2011 in der Kategorie editorial-design. Sie ist bei Hatje Cantz erschienen und wird ständig ergänzt.

Adrienne Goehler, Kuratorin der Ausstellung und Herausgeberin der Publikation, lebt und arbeitet als Publizistin und Kuratorin in Berlin. Von 1989 bis 2001 war sie Präsidentin der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, von 2001 bis 2002 Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin und von 2002 bis 2006 Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds, Berlin, sowie Mitglied im Kuratorium der RUHR.2010 GmbH. Das Projekt wird gefördert durch: die RWE Stiftung, die Stiftung Mercator, die Stiftung Kulturhauptstadt RUHR.2010, die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, das NRW KULTURsekretariat, die Anneliese Brost-Stiftung, GLS Treuhand, die Stadt Essen im Rahmen des Kulturrucksackprogramms und die 100 prozent erneuerbar stiftung.

 
Quelle: UD/cp

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