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"Wenn Kinder spielen dürfen, sind sie glücklich" zoom
Ulrike von der Groeben machte sich als Patin selbst ein Bild von dem Kita-Projekt in Guatemala.

14.11.2014

"Wenn Kinder spielen dürfen, sind sie glücklich"

Tchibo engagiert sich seit April 2013 gemeinsam mit der Kinderrechtsorganisation "Save the Children" dafür, Kindern in der Region Chiquimula in Guatemala eine altersgerechte Betreuung während der Kaffeeernte zu bieten. Neben der Hilfe vor Ort brauchen die Kinder in Guatemala auch die finanzielle Hilfe aus Deutschland. Dieses Jahr wird das Kinder-Projekt durch den RTL Spendenmarathon unterstützt. Weiterhin gehen bis zum 25. Januar 2015 mit jedem verkauften Pfund Privat Kaffee von Tchibo 10 Cent nach Guatemala.

Prominente Patin des Projekts von Tchibo und Save the Children ist die Moderatorin Ulrike von der Groeben. Sie konnte sich in Guatemala bereits ein Bild von dem Projekt machen und schildert in einem Interview mit Tchibo ihre Eindrücke.

Das Leben von Kindern in Guatemala und Deutschland unterscheidet sich enorm. Worin besonders? Oder gibt es auch Gemeinsamkeiten?

Ulrike von der Groeben: Naja, so einfach ist das, glaube ich, nicht. Genau wie in Deutschland leben auch in Guatemala die Kinder in sehr unterschiedlichen sozialen Verhältnissen. In Guatemala City und anderen größeren Städten oder auch in den Touristen-Hochburgen an der Küste gibt es durchaus wohlhabende Familien, die ihren Kindern eine Top-Ausbildung ermöglichen können. Anders als in Deutschland ist das allerdings der weitaus kleinere Teil – die Mehrheit der Familien ist arm, wie unsere Kaffeepflücker zum Beispiel.

Die Familie, die wir besucht haben, lebt z.B. im Dschungel in einer Lehmhütte mit drei Kammern – für die Eltern, die Kinder und eine Art Küche. Das ist der einzige Raum mit einem „Fenster“ – also einem offenen Loch in der Wand. Das ist allerdings auch wichtig, denn hier wird auf offenem Feuer gekocht.

Die Kinder machten übrigens in ihrer häuslichen Umgebung einen sehr vergnügten Eindruck: Die Jungs spielten Fußball und die Mädchen mit ihren Stofftieren. Ich denke, alle Kinder auf der ganzen Welt haben eins gemeinsam: Wenn sie spielen dürfen, sind sie glücklich.

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Guatemala ist weit weg, kann man von hier aus überhaupt helfen? Und wenn ja, wie kann Kindern und Familien am besten langfristig und nachhaltig geholfen werden?

von der Groeben: Wenn man will, kann man immer helfen. Man muss sich halt ein bisschen informieren, welche Träger und welche Projekte es gibt. Aber ich denke, dass nach all den Jahren, in denen sich die Stiftung „RTL – wir helfen Kindern“ nun schon für vernachlässigte, benachteiligte und kranke Kinder in aller Welt einsetzt, jeder wissen sollte, dass bei uns wirklich jeder Cent ankommt.

Und wenn wir dann mit einer so erfahrenen Hilfsorganisation wie „Save the Children“ zusammenarbeiten und Tchibo uns mit so wahnsinnig viel Geld unterstützt, dann kann man sicher sein, dass hier nur langfristige und nachhaltige Projekte gefördert werden.

Wie ist der Unterschied zwischen den Kindern in den Kitas und den Kindern, die ihre Eltern zur Kaffeeernte auf den Plantagen begleiten?

von der Groeben: Die Kinder, die tagsüber in der Kita betreut werden, dürfen das tun, was Kinder wollen: an einem Ort, der keine Gefahren birgt, gemeinsam spielen und lernen.

Die Kinder der Kaffeepflücker sind während der fünf- bis sechsmonatigen Erntezeit tagsüber sich selbst überlassen. Auch ganz kleine Kinder müssen schon jeden Tag den beschwerlichen Weg von der Hütte auf die Plantage auf sich nehmen. Das sind pro Weg etwa anderthalb Stunden durch unwegsames Gelände in den Bergen. Und dann haben sie den ganzen Tag nichts zu tun. Sie lümmeln zwischen Spinnen und Schlangen an steilen Berghängen rum, die älteren passen ein bisschen auf die kleineren Kinder auf – es ist heiß, gefährlich und anstrengend.

Was hat Sie an den Kitas besonders beeindruckt?

von der Groeben: Das ganze Projekt hat mir sehr gut gefallen. Vor allem aber, wie fantastisch alles organisiert ist! Die Kinder werden in den verschiedenen Altersgruppen altersgerecht betreut und gefördert. Sie lernen viel über Hygiene, gesunde Nahrungsmittel, sie werden ärztlich versorgt – aber sie dürfen auch ganz viel spielen. Und besonders toll ist, dass die Mütter in die Arbeit in den Kitas mit einbezogen werden und dadurch ganz viel lernen, was sie auch selbstständiger und selbstbewusster macht.

Hier erfahren Sie mehr über das Kinderprojekt in Guatemala. Und hier geht's zum aktuellen Kaffeereport von Tchibo.

 
Quelle: UD/cp

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