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01.10.2014

Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

Um die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu bekämpfen, will eine europäische Allianz von rund 200 Unternehmen über 100.000 Jobperspektiven schaffen. Dies kündigten die beteiligten Firmen zeitgleich in verschiedenen europäischen Metropolen sowie am Stammsitz der Nestlé AG in Vevey (Schweiz) an.

Nielsen-Umfrage im Auftrag von Nestlé und Partnern der Alliance for Youth-Initiative
Nielsen-Umfrage im Auftrag von Nestlé und Partnern der Alliance for Youth-Initiative

Die „Alliance for Youth“ geht auf eine Initiative des Lebensmittelkonzerns Nestlé zurück. Zu den internationalen Partnern gehören Unternehmen wie AXA, Google, Nielsen, Twitter, Facebook, White & Case, DS Smith, Cargill, Ernst & Young und Publicis. Nationale Partner im deutschen Markt sind DMK Deutsches Milchkontor, Europapark, Gerresheimer, Transporeon sowie Wild.

„Mit über 200 Unternehmen aus ganz Europa ist die ‚Alliance for Youth‘ die erste gesamteuropäische Initiative der Privatwirtschaft, die junge Menschen unterstützt, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und sich auf das Berufsleben vorzubereiten“, sagt Nestlé-Europachef Laurent Freixe bei der im Internet live übertragenen Auftaktveranstaltung in Vevey. Nach einer aktuellen Nielsen-Umfrage im Auftrag von Nestlé und den Partnern der „Alliance for Youth“ sehen junge Europäer Arbeitslosigkeit als die gravierendste Herausforderung der Zukunft (23 Prozent) – noch vor sozialer Ungleichheit (14 Prozent), Kriegsgefahr und Terrorismus (13 Prozent) oder Klimawandel (10 Prozent).

Gleichzeitig ist die Mehrheit (55 Prozent) der jobsuchenden Jugendlichen der Ansicht, dass die Politik nicht genug unternimmt, um das Problem zu lösen. Fast jeder Zweite ist der Meinung, dass Unternehmen dazu beitragen können, Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen (47 Prozent). Jeder zweite junge Beschäftigte fühlt sich durch Arbeitslosigkeit bedroht und fürchtet um die dauerhafte Stabilität seines Jobs, insbesondere in Südeuropa (Spanien: 89 Prozent, Italien 64 Prozent). Zwei Drittel der jungen Europäer blicken daher eher pessimistisch in die Zukunft (69 Prozent).

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„Die Privatwirtschaft steht in der Mitverantwortung, jungen Jobsuchenden eine Zukunftsperspektive zu bieten. Doch nur im Verbund mit anderen Unternehmen werden wir wirklich erfolgreich sein“, sagt Gerhard Berssenbrügge, Vorstandsvorsitzender der Nestlé Deutschland AG. Mit dem Start der „Youth Employment Initiative“ hatte Nestlé bereits 2013 angekündigt, selber bis Ende 2016 über 20.000 Job-Perspektiven zu schaffen, von denen bereits jetzt 8.000 umgesetzt sind. „Alleine in Deutschland haben wir mit zahlreichen Einstiegsangeboten und Veranstaltungen über 700 Jugendliche bei ihrem Start ins Berufsleben unterstützt, darunter auch junge Menschen aus Spanien und Portugal“, so Nestlé-Personalvorstand Peter Hadasch.

Bei einer Expertendiskussion in der deutschen Nestlé-Zentrale in Frankfurt am Main in Kooperation mit Korn/Ferry International stellten verschiedene Partner der „Alliance for Youth“ ihre Angebote für junge Menschen vor. Gemeinsam diskutierten sie mit Personalverantwortlichen und Experten sowie Jugendlichen Lösungsansätze und Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit. Zu den Angeboten zählen neben Direkteinstiegspositionen, Ausbildungsplätzen und Praktika auch Mentoring-Programme sowie Trainings für Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche. Die „Alliance for Youth“-Partner sind aktive Mitglieder der „European Alliance for Apprenticeships“ der EU-Kommission und fördern als Botschafter für eine gute Berufsausbildung in Europa innerbetriebliche Ausbildungs- und Schulungsprogramme.

 
Quelle: UD/cp

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