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Dienstag, 21.November 2017

21.08.2013

Mitarbeiterideen schonen die Umwelt und senken Kosten

Mehr als 33.000 Verbesserungsvorschläge haben die Mitarbeiter von Volkswagen in Deutschland in den ersten sechs Monaten eingebracht. Damit spart der Automobilkonzern über 63 Millionen Euro ein - so viel wie noch nie zuvor in einem Halbjahr: „Jede Ideengeberin und jeder Ideengeber trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen zu stärken und die Arbeitsplätze an den Standorten zu sichern“, sagt Klaus Schneck, Betriebsrat und Vorsitzender des Ausschusses Ideenmanagement. Knapp die Hälfte der Ideen wurden mit Prämien ausgezeichnet. Mit 11,5 Millionen Euro steigerte VW die Vergütung im Vergleich zu den Vorjahresmonaten um zwei Prozent.

Die Ideen der Mitarbeiter bringen VW weiter voran. Foto: VW
Die Ideen der Mitarbeiter bringen VW weiter voran. Foto: VW

Neue Ideen können die Umwelt schonen und Kosten senken. Wie, zeigt ein Mitarbeitervorschlag von Andreas Schultz, Technischer Sachbearbeiter von VW am Standort Wolfsburg. Um frisch lackierte Fahrzeuge zu trocken, wird Außen- oder Hallenluft angesaugt, bei Bedarf erwärmt und in speziellen Hochtemperaturluftfiltern gereinigt. So werden auch kleinste Staubkörner auf der Lackoberfläche vermieden. Schultz kam auf die Idee, eine neue Hochtemperatur-Filtertechnik und eine modifizierte Gebläse-Steuerung beim Trocknen einzusetzen: „Nach der Umrüstung verfügen 20 Filteranlagen mit jeweils 15 Spezialeinsätzen über eine anderthalbmal so große Filterfläche, so dass jetzt die gleiche Menge Luft mit wesentlich geringerer Gebläsedrehzahl gefördert wird“, erklärt Michael Roreger, Leiter der Lackiererei Halle neun. Die Idee von Schultz erspart VW jährlich mehr als 1.200 Megawattstunden Energie und reduziert die CO2-Emissionen in Wolfsburg um rund 700 Tonnen. Insgesamt können dadurch die Kosten um 90.000 Euro gesenkt werden.

Derartig gute Verbesserungsvorschläge, von VW als Ideen des Monats ausgezeichnet, können sogar zu Patentanmeldungen führen. So haben kürzlich zwei Mitarbeiter der Aggregateentwicklung eine neue Kunststoff-Schnellkupplung für Kraftstoffleitungen erfunden, die preiswerter und qualitativ besser ist als die vorherige Lösung mit einem teuren Metallgehäuse. Die jährliche Kosteneinsparung beläuft sich auf 700.000 Euro: „Unsere Kollegen sind die Experten vor Ort. Niemand im Unternehmen kennt ihr Arbeitsumfeld so gut wie sie. Pfiffige Ideen aus der Belegschaft bringen unser Unternehmen weiter voran“, sagt Schneck.

Ideenmanagement und „Volkswagen-Weg“

Die jeweiligen Verbesserungsvorschläge werden im Ideenmanagement von VW, das an allen deutschen Standorten vertreten ist, gesichtet und bewertet. Als Oberbegriff für partizipative Optimierungssysteme zielt Ideenmanagement allgemein darauf, das Ideenpotenzial aller Mitarbeiter eines Unternehmens zu nutzen. Dabei ist der heutige Begriff weiter gefasst als das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW). Vielmehr kombiniert modernes Ideenmanagement das BVW mit dem Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Um die Ideenkultur im Unternehmen systematisch zu fördern, bietet VW Schulungen und Qualifizierungen an. Damit dient das Ideenmanagement beim Wolfsburger Automobilhersteller gleichzeitig als wichtiges Führungs- und Motivationswerkzeug für betriebliche Vorgesetzte.

Ein wichtiges Instrument, um standardisiert, flächendeckend und systematisch Probleme zu lösen und Verbesserungen voranzutreiben, ist der so genannte „Volkswagen-Weg“. Im Fokus stehen hierbei bereichsübergreifende Prozesse, die auf Verbesserungspotenziale in den Feldern Kundenzufriedenheit, Qualität, Mitarbeiterzufriedenheit, Engagement, Produktivität und Kosten überprüft werden. Auf die Initiative des Betriebsrates gestartet, will der „Volkswagen-Weg“ so die Beschäftigung der Angestellten nachhaltig sichern: „Gerade in der Fertigung zeigen unsere Mitarbeiter, wie man mit Engagement, Sachverstand und Fachwissen innovative Lösungen und hervorragende Ergebnisse erzielt“, sagt Hubert Waltl, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw für den Geschäftsbereich „Produktion und Logistik“. „Alle Beteiligten haben über den Volkswagen-Weg gemeinsam verbindliche Standards entwickelt und dabei konsequent den Menschen in den Mittelpunkt des Veränderungsprozesses gestellt.“

Eine wichtige Aufgabe des Ideenmanagements bei VW ist außerdem, die Arbeit sicherer und gesundheitsverträglicher zu gestalten. So werden die Herausforderungen des demografischen Wandels durch die Förderung von Verbesserungsvorschlägen zum Thema Ergonomie besonders berücksichtigt. Im vergangenen Jahr wurden dazu über 2.300 Ideen positiv bewertet.

 
Quelle: UD

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