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02.01.2013

Evonik entwickelt zukunftsfähige Schichtmodelle

Auf außergewöhnliche Weise hat sich Evonik dem Thema Schichtarbeit gewidmet: In einer Nachtkonferenz tauschten sich Fachleute auf Zeche Zollverein in Essen über aktuelle Erkenntnisse, Möglichkeiten und Herausforderungen zum Thema Schichtarbeit aus. Zu den rund 120 Experten während dieser besonderen Nachtschicht zählten neben Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik Industries, weitere Fachleute des Konzerns sowie Wissenschaftler, Vertreter des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC), der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), des NRW-Arbeitsministeriums und des Betriebsrates von Evonik.

Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei Evonik. Foto: Evonik
Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei Evonik. Foto: Evonik

Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei Evonik, betonte: "Gesundheitsförderung, alternde Gesellschaft und die Attraktivität als Arbeitgeber - das sind Herausforderungen, denen sich Unternehmen auch beim Thema Schichtarbeit stellen müssen. Mit der Nachtkonferenz wollen wir ein klares Signal setzen: Es ist an der Zeit, über die Gestaltung von Schichtarbeit im 21. Jahrhundert umfassend neu nachzudenken. Zukunftsfähige Schichtsysteme sind elementar für unsere Mitarbeiter und damit auch für den Erfolg von Evonik."

Bei Evonik arbeiten an den deutschen Standorten derzeit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schichtarbeit - also nahezu jeder dritte Beschäftigte des Spezialchemie-Konzerns in Deutschland. Der Anteil der Frauen in Schichtarbeit liegt dabei unter zehn Prozent. Zu den Rund-um-die-Uhr-Aufgaben gehört maßgeblich die Produktion - aber auch Arbeitsplätze im Werksschutz, bei der Werksfeuerwehr oder in der Informations- und Kommunikationstechnik müssen ständig besetzt sein.

Nicht zuletzt die Globalisierung erfordert von Unternehmen eine erhöhte Flexibilität bei Arbeitszeitmodellen. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv und nutzt auch in Deutschland eine große Bandbreite verschiedener Schichtsysteme - dazu gehören zum Beispiel drei, vier oder fünf Schichtgruppen, die sich abwechseln.

"Ebenso wie viele andere Arbeitgeber wird auch Evonik in Zukunft Schichtarbeit als unverzichtbares personalwirtschaftliches Instrument in der Chemie- oder Prozessindustrie, in der die Produktion rund um die Uhr läuft, nutzen. Doch wir wollen die besonderen und veränderten Herausforderungen, die damit verbunden sind, im engen Dialog mit den Arbeitnehmervertretern angehen. Ziel muss es sein, die verschiedenen Aspekte von Schichtarbeit, wie Gesundheit, Lebensqualität und Familie sowie Wirtschaftlichkeit, besser in Einklang zu bringen", erklärte Wessel zur nächtlichen Stunde.

Mögliche Ansatzpunkte wurden bei der Konferenz deutlich: Eine wichtige Rolle spielen dabei unter anderem insgesamt flexiblere Arbeitszeitmodelle, wie zum Beispiel Wahlarbeitszeit, bessere Möglichkeiten für Teilzeitarbeit im Schichtbetrieb oder auch Schichtsysteme mit kürzeren Wechseln.

Evonik hat zuletzt über mehrere Monate hinweg die eigenen Schichtsysteme und -modelle in Deutschland analysiert. Darüber hinaus informierten sich Personalexperten des Konzerns über Ansätze und Erfahrungen von verschiedenen Chemieunternehmen sowie aus anderen Branchen. "Wir werden nun auch die Ergebnisse der Nachtschicht-Konferenz nutzen, um mit den Betriebsräten und der IG BCE darüber zu sprechen, wie wir gewonnene Erkenntnisse in die Praxis bringen können", so Wessel.

 
Quelle: UD / cp

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