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10.12.2012

Integrationspreis „JobErfolg 2012“ für BSH-Fabrik Traunreut

Die Bayerische Staatsregierung hat die Traunreuter Herdefabrik der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH für ihr Engagement bei der Integration behinderter Menschen ins Arbeitsleben geehrt. Friedrich Seitz, Amtschef des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Familie, überreichte den Preis „JobErfolg 2012“ im Rahmen einer festlichen Veranstaltung an Günter Striegel, Standortleiter BSH in Traunreut. „Unser Engagement für körperlich beeinträchtigte Kolleginnen und Kollegen ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung“, sagte Striegel. „Wir wollen ältere, leistungsgewandelte aber auch behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig in die Arbeitswelt integrieren und ihre individuellen Stärken fördern.“

Günter Striegel, Standortleiter BSH-Traunreut, freut sich über den Integrationspreis „JobErfolg 2012“. Foto: BSH
Günter Striegel, Standortleiter BSH-Traunreut, freut sich über den Integrationspreis „JobErfolg 2012“. Foto: BSH

Europas führender Hausgerätehersteller unterstützt in vielfältiger Weise Menschen mit Behinderung in ihrem Arbeitsalltag. So nahm die BSH-Traunreut bereits 2010 eine so genannte Ergo-Linie in Betrieb. Sie bietet älteren Mitarbeitern mit gesundheitlichen Einschränkungen ergonomisch optimal gestaltete Arbeitsplätze. Die Arbeit ist im Sitzen und Stehen möglich, Steck- und Schraubhilfen entlasten Arme und Hände. „Dass dieses Konzept den Mitarbeitern und dem Unternehmen hilft, zeigen uns die Kennzahlen. Krankenstand, Qualität und Produktivität der Linie sind durchaus vergleichbar mit unseren übrigen Montagelinien.“ Besonders wichtig: „Die Mitarbeiter sind zufrieden, wieder einen festen Arbeitsplatz in einer Gruppe zu haben“, so Striegel.

Bei der Beschäftigung von behinderten Menschen ist eine gute Arbeitsplatzgestaltung das A und O. „Viele Aufgaben lassen sich durch technische Hilfsmittel vereinfachen“, berichtet Ingrid Smolarek von der Behindertenvertretung der BSH. „In manchen Fällen ist es erforderlich, die Arbeit an den Menschen anzupassen und nicht umgekehrt. Wenn man die Kriterien des Arbeitsplatzes und die Behinderung der Mitarbeiter kennt, ist es möglich, den Arbeitsplatz durch kleine Änderungen so zu gestalten, dass der Mitarbeiter seine volle Leistung erbringen kann.“

In Traunreut sind 170 Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung oder einer Gleichstellung beschäftigt. Das entspricht einer Beschäftigungsquote von knapp sieben Prozent. Über alle deutschen Standorte des Konzerns gesehen liegt der Anteil bei knapp sechs Prozent. Zudem vergibt der Hausgerätehersteller jährlich deutschlandweit Aufträge in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro an Behindertenwerkstätten.

Der Integrationspreis „JobErfolg 2012“ der Bayerischen Staatsregierung wird in diesem Jahr zum achten Mal ausgelobt - er soll Ansporn für Arbeitgeber sein, sich mit der Integration von behinderten Menschen auseinanderzusetzen und Vorurteile abzubauen. Die Jury bewertete sowohl absolute Kennzahlen (z. B. die Beschäftigungsquote), als auch die grundsätzliche Einstellung von Unternehmen und Behörden im Bereich der Integration von behinderten Menschen. Die Traunreuter Herdefabrik konnte sich gegen rund 15 andere Bewerber aus der Kategorie „Private Wirtschaft“ durchsetzen.

 
Quelle: UD / cp

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