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30.08.2012

Miele: Ressourcenschonung von der Entwicklung bis zur Entsorgung

Ob in Privathaushalten, im Waschsalon, in Krankenhäusern oder auch Schiffen - Miele-Geräte kommen an den verschiedensten Orten zum Einsatz. Doch sowohl bei den gewerblich als auch den privat genutzten Geräten legt Miele über den gesamten Produkt-Lebenszyklus höchsten Wert auf die Ressourcenschonung. Zwar verursachen Hausgeräte 90 Prozent ihres gesamten Energieaufwands und der entsprechenden Umweltauswirkungen während ihrer Gebrauchsphase, doch zur Optimierung muss der Gesamtzyklus betrachtet werden. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsengagements bündelt Miele zahlreiche Maßnahmen, die in allen Phasen greifen.

Foto: Miele
Foto: Miele

Bereits in der Produktentwicklung wird der Grundstein zur Vermeidung kritischer Stoffe, zum Einsatz von Sekundärrohstoffen, zur Gewährleistung der Produktsicherheit oder zur Recyclingfähigkeit der Geräte gelegt. Wichtige Orientierung bietet hier die Miele-Umweltcheckliste, deren Erfüllung bedingende Voraussetzung für die jeweils weiteren Schritte ist. Begleitet wird der gesamte Entwicklungsprozess durch das Umweltreferat Produkte und das Qualitätsmanagement, die für die Einhaltung von Branchenstandards und gesetzlicher Vorgaben zuständig sind.

Um die Steuerung des betrieblichen und produktbezogenen Umweltschutzes und alle weiteren Nachhaltigkeitsaspekte im operativen Geschäft kümmert sich der Nachhaltigkeitsbeirat unter Vorsitz der Geschäftsleitung. Er begleitet auch die gesamten Entwicklungsprozesse und behandelt strategische Zielsetzungen. Wichtig ist für Miele der rege Stakeholderdialog: Dabei werden Kundenbedürfnisse ermittelt, aber auch Lieferanten in das Nachhaltigkeitsengagement Mieles einbezogen, etwa wenn es um die Vermeidung kritischer Stoffe oder Berücksichtigung von Sekundärrohstoffen geht.

Nachhaltige Ausrichtung der Produktion

Neben den Produkten selbst richtet Miele auch seine Produktion ressourcenschonend aus. An den einzelnen Miele-Produktionsstandorten wird der betriebliche Umweltschutz durch das „integrierte Managementsystem“ geregelt und organisiert. In dessen Rahmen wurde auch das Umweltmanagement an allen europäischen Standorten nach ISO 14001 zertifiziert. Bei der Entwicklung von Energieeffizienzmaßnahmen in den Werken arbeitet Miele mit einem Energiemanagementsystem in Anlehnung an die Norm DIN EN ISO 50001, Gütersloh ist bereits danach zertifiziert. Die Norm stellt Transparenz über Energieströme der wesentlichen Anlagen und Betriebseinrichtungen sicher.

Deutlich effizienter wurden die versorgungstechnischen Anlagen in den Werken. So wurde beispielsweise die Wärmeversorgung der Produktion in Gütersloh vollständig auf umweltschonende Fernwärme umgestellt und die dortige Kesselanlage still gelegt. 2.500 Megawatt-Stunden pro Jahr und 515 Tonnen CO2 werden so eingespart. Weitere Einsparziele erreicht das Unternehmen außerdem durch die energetische Sanierung älterer Gebäude unter Klimaschutzaspekten, die seit 2010 verstärkt voran getrieben wird.

Um die Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten auf das Klima messbar zu machen, will Miele bis 2013 einen Ansatz zur Bestimmung des „Carbon Footprints“ für den Konzern entwickeln.

Ohne Integration der Mitarbeiter geht es nicht

Für ein wirksames und effizientes Energiemanagement ist die Integration und Sensibilisierung der Mitarbeiter eines der wichtigsten Elemente. 2008 lud die Geschäftsleitung erstmals Vertreter der Werke zu einem Energie-Workshop nach Gütersloh, um bestehende Einsparmaßnahmen zu bündeln und im Anschluss gegebenenfalls auf andere Standorte zu übertragen - was auch gelang. Seitdem findet dieses Treffen mindestens einmal im Jahr statt. Um die zuständigen Mitarbeiter zu erreichen, werden an allen Standorten Informationsveranstaltungen zur Erläuterung von Energiesparmaßnahmen organisiert sowie der Wissensaustausch unter anderem durch eine Kommunikationsplattform im Miele-Intranet gefördert.

Ressourcenschonung in der Produktion

Neben der Senkung der Emissionen geht es in der Produktion unter Nachhaltigkeitsaspekten vor allem um die Schonung der Ressourcen. 2009/2010 setzte Miele 101.893 Tonnen Rohmaterialien ein. Davon waren 93 Prozent Metall, das Hauptbestandteil fast aller Miele-Geräte und maßgeblicher Faktor für ihre Qualität und Langlebigkeit ist. Kunststoff trägt am gesamten Rohmaterialeinsatz einen Anteil von sieben Prozent, wobei bei dessen Verarbeitung der ressourcenschonende Materialeinsatz im Fokus steht. Beim Abfallmanagement in der Produktion verfolgt Miele die konsequente Vermeidungsstrategie: Der Gesamtabfall ist 2009/2010 um knapp elf Prozent auf circa 28.900 Tonnen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Davon wurden 88,8 Prozent der stofflichen Verwertung und Aufbereitung zugeführt, während nur 1,2 Prozent zur Deponierung kamen.

Systematische Transport- und Logistikplanung vermeidet Emissionen

Miele Logistik

Mit dem Ziel, schädliche Umweltauswirkungen zu senken, rückt auch der Bereich Transport und Logistik in den Fokus. Wichtige Stellschrauben sind hier die Bündelung der Transporte sowie die effiziente Frachtraumnutzung. So werden fast alle Produkte für den weltweiten Versand zunächst am zentralen Standort Gütersloh gebündelt, sortiert und kommissioniert. 2007 begann Miele mit dem Aufbau eines Gebietsspeditionsnetzes und konnte damit das Transportaufkommen und den CO2-Ausstoß erfolgreich senken: Über das System werden die Warenströme von der Bedarfsermittlung über den Transport bis zum Wareneingang komplett gesteuert. So können Touren zusammen gelegt und Leerfahrten vermieden werden. Auf diesem Weg wurden 10.000 Einzellieferungen pro Jahr auf 2.700 reduziert. Die optimale Nutzung des Frachtraums jedes Lkws, Bahnwaggons oder Seefrachters wird außerdem durch eine spezielle Software sichergestellt.

Miele will Kunden zur Ressourcenschonung motivieren

Da Hausgeräte den Hauptanteil ihrer Umweltauswirkungen während ihrer Gebrauchsphase verursachen, unterstützt Miele seine Kunden bei der Senkung des Energie- und Wasserverbrauchs, wie zum Beispiel über Energie-Spar-Programme bei Waschautomaten und Geschirrspülern, die EcoFeedback-Funktion zur Anzeige von Energie- und Wasserverbrauch sowie die Beladungserkennung und Dosierempfehlung. In der Vergangenheit gelang Miele bereits eine kontinuierliche Senkung der Verbrauchswerte: So konnte zum Beispiel der Wasserverbrauch bei Haushalts-Waschmaschinen seit 1990 um rund 45 Prozent und der Energieverbrauch um etwa 53 Prozent gesenkt werden. Zudem wurde 2011 das selbstgesteckte Ziel erreicht, dass die Waschmaschinen für den europäischen Markt – gemessen am durchschnittlichen Flottenverbrauch aller Geräte – einen um mehr als zehn Prozent besseren Energieverbrauch aufweisen, als den Grenzwert der Klasse A des Energylabels.

Miele-Waschmaschinen sind bis zu 94 Prozent recyclingfähig

Den gesamten Lebenszyklus im Blick umschließt die Produktverantwortung Mieles auch das Recycling. Haushalts-Waschmaschinen sind derzeit bis zu 94 Prozent recyclingfähig. So trägt der hohe Metallanteil - bei Haushalts-Waschmaschinen von 85 Prozent, bei Gewerbegeräten bis zu 90 Prozent - neben der Qualität auch zum effizienten Recycling bei. Ziel ist, diesen Anteil von Sekundärrohstoffen als Beitrag zur Ressourcenschonung weiter zu steigern. Zur ökologisch verträglichen und ökonomisch sinnvollen Verwertung der Altgeräte durch die Rückführung von Materialien in den Wirtschaftskreislauf oder alternative Verwertungsverfahren hat Miele in 29 europäischen Ländern eigene Rücknahme- und Verwertungssysteme aufgebaut und beteiligt sich an kollektiven Systemen.

 
Quelle: UD

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