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Mittwoch, 22.November 2017

03.08.2011

MAN Truck & Bus gründet Kompetenzzentrum für Hybridantriebe

MAN verstärkt die Entwicklung von effizienten und wirtschaftlichen Hybridantrieben für Lkw und Busse. Dazu werden nun alle F&E-Aktivitäten im Bereich der Hybridtechnologie in einem neu geschaffenen Center of Competence gebündelt, das zugleich personell verstärkt wird.

MAN Lion’s City Hybrid. Foto: MAN
MAN Lion’s City Hybrid. Foto: MAN

„Wir sind davon überzeugt, dass die Hybridtechnologie zukünftig in allen Nutzfahrzeugsegmenten - vom Stadtbus bis zum Fernverkehrs-Lkw - eine tragende Rolle bei der weiteren Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung spielen und den Weg zur E-Mobility ebnen wird. Das neue Center of Competence konzentriert sich auf die Hybridtechnologie von der Forschung bis zur Serienentwicklung in unterschiedlichen Produktsegmenten“, erklärt Bernd Maierhofer, Vorstand F&E und Einkauf bei MAN Truck & Bus. Außerdem bildet das neue Center of Competence die Schnittstelle zu Kooperationspartnern und Lieferanten sowie weiteren Know-how-Trägern zum Beispiel in universitären Einrichtungen.

MAN Truck & Bus zählt bei Hybridantrieben für Nutzfahrzeuge zu den Pionieren und arbeitet an verschiedenen Technologien, um durch die Nutzung von Bremsenergie Kraftstoff und damit CO2 einzusparen. Im September vergangenen Jahres hat MAN Truck & Bus das erste serienmäßige Nutzfahrzeug mit seriellem Hybridantrieb auf den Markt gebracht: Der MAN Lion's City Hybrid verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoff als ein Stadtbus mit konventionellem Diesel-Antrieb. Das entspricht einer CO2-Reduktion von bis zu 30 Prozent. Außerdem fährt der MAN Lion's City  Hybrid nahezu geräuschlos an Ampeln und Haltestellen an. Der Stadtbus von MAN hat bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhalten und stößt bei kommunalen Verkehrsbetrieben auf rege Nachfrage. In München, Paris, Barcelona, Mailand, Wien und weiteren Städten ist das Fahrzeug bereits im festen Linieneinsatz. Derzeit gibt es Bestellungen über weitere 66 solcher Fahrzeuge zur Lieferung 2011.

Die Einführung von Hybridantrieben bei Nutzfahrzeugen stellt angesichts der unterschiedlichen Anforderungsprofile der Anwender eine große Herausforderung für alle Hersteller dar: Während sich Linienbusse in der Stadt in einem dauerhaften Beschleunigungs- und Bremszyklus bewegen, fahren Fernverkehrs-Lkw mit überwiegend konstanten Geschwindigkeiten über weite Strecken auf der Autobahn. Lkw im Bausegment hingegen benötigen viel Leistung sowie Traktion und müssen außerdem teilweise Nebenaggregate antreiben. Bei Verteiler-Lkw sind unterschiedliche Beladungszustände zu berücksichtigen, zudem sind sie sowohl in der Stadt, als auch auf Überlandstrecken unterwegs. An einem Hybrid-Antrieb für diesen Einsatz arbeitet MAN derzeit verstärkt.

 
Quelle: UD / cp

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