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23.12.2010

KfW Entwicklungsbank finanziert Projekte in Nordafrika

Mit der Finanzierung des größten Windparks Nordafrikas in Ägypten sowie der Unterstützung beim Bau einer S-Bahn in Tunesien unterstreicht die KfW Entwicklungsbank ihre Förderaktivitäten in Nordafrika. Der Windpark wird eine Leistung von 200 Megawatt haben. Die S-Bahn in Tunis wird die überlastete städtische Infrastruktur verbessern helfen.

Foto: KfW-Bildarchiv / Bärbel Högner
Foto: KfW-Bildarchiv / Bärbel Högner

Die KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit der Arabischen Republik Ägypten und der ägyptischen Behörde für Erneuerbare und Neue Energie (NREA) einen Finanzierungsvertrag über ein Darlehen in Höhe von 192 Mio. Euro unterzeichnet. Das Darlehen dient der Finanzierung des geplanten Windparks „Golf von el Zayt" am Roten Meer mit einer Leistung von 200 Megawatt. Das ist der größte Windpark, der jemals in Afrika im Rahmen eines Vorhabens gebaut wurde.

Die gesamten Projektkosten liegen bei geschätzten 340 Mio. Euro (2.720 Mio. Ägyptische Pfund). Deutschland stellt mit dem Darlehen von 192 Mio. Euro den Löwenanteil der Finanzierung. Weitere Beiträge werden von Europäischen Kommission (ein Zuschuss in Höhe von 30 Mio. Euro) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) (ein Darlehen über 50 Mio. Euro) bereit gestellt. Der ägyptische Eigenbeitrag liegt bei 68,5 Mio. Euro (20 Prozent).

„Der Windpark wird eine wirtschaftlich effiziente und ökologisch sinnvoll erzeugte Stromproduktion ermöglichen", sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. „Darüber hinaus ist das Ziel des Vorhabens auch, die wachsenden Energiebedürfnisse Ägyptens zu befriedigen und dabei einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig wird damit ein wichtiger Baustein gelegt, um die Vision von Desertec, die Produktion von sauberem Strom aus der Wüste, Wirklichkeit werden zu lassen."

Der vereinbarte Standort des Vorhabens befindet sich in einer unbewohnten Wüsten- und Küstenregion entlang des Roten Meeres zwischen Hurghada und Zafarana, rund 25 Km nördlich des Berges Gabel el Zayt. Ornithologische Aspekte wurden sorgfältig untersucht und in die Planungen einbezogen, um das Risiko negativer Umwelteinflüsse so gering wie möglich zu halten.

Mehr Mobilität für Tunis: KfW Entwicklungsbank finanziert Bau der S-Bahn Tunis

Die KfW Entwicklungsbank hat zudem zur Finanzierung der geplanten S-Bahn in der tunesischen Hauptstadt Tunis zusammen mit der staatlichen Projektgesellschaft Société du Réseau Ferroviaire Rapide de Tunis (RFR) einen Vertrag über einen Förderkredit von 47 Mio. EUR unterzeichnet.

Die S-Bahn Tunis ist ein zukunftsweisendes Vorhaben: Die existierende Verkehrinfrastruktur in Tunis ist überlastet. Staus sind die Regel. Die Umweltbelastung ist groß. Daher will die tunesische Regierung das öffentliche Verkehrssystem in Tunesien ausbauen.

„Durch die neue S-Bahn in Tunis bringen wir mehr Menschen vom Auto auf die Schiene. Das sichert städtische Mobilität, dient der nachhaltigen Stadtentwicklung und nicht zuletzt dem globalen Klimaschutz", sagt Dr. Norbert Kloppenburg.

Die Planung für den Bau der S-Bahn sieht den Ausbau von 5 S-Bahnlinien mit einer Gesamtstreckenlänge von 85 Kilometern vor. In einem ersten Schritt soll der Bau von zwei S-Bahnlinien mit einer Streckenlänge von 18 km realisiert werden.

Das Vorhaben knüpft an ein bestehendes Vorhaben an: Bereits in früheren Jahren wurde mit einem Beitrag in Höhe von insgesamt 215 Mio. Euro die Stadtbahn Tunis im Rahmen der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit mit Tunesien gebaut, die heute einen zentralen Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrsystems in Tunis darstellt.

 
Quelle: UD / cp

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