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18.06.2009

Evonik investiert in Zukunftsmärkte Solarenergie und Elektronik

Evonik Industries AG investiert trotz der Weltwirtschaftskrise erheblich in den Zukunftsmarkt Solarenergie und Elektronik: Gemeinsam mit dem japanischen Partner Taiyo Nippon Sanso Corporation (TNSC) will Evonik ein zukunftsweisendes Projekt mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 125 Millionen Euro (20 Milliarden Yen) verwirklichen. Kernstück ist der Bau einer neuen Verbundanlage für Monosilan und AEROSIL® im japanischen Yokkaichi, rund 400 Kilometer südlich von Tokio. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt unterzeichnet.

Markt für Solarsiliziium, Foto: Evonik
Markt für Solarsiliziium, Foto: Evonik

Damit macht Evonik mit seinen Solarsilizium-Aktivitäten erstmals den Schritt in den attraktiven asiatischen Markt. Baubeginn der Anlage soll Ende 2009 sein; die Inbetriebnahme ist für 2011 geplant. Mit TNSC hat Evonik einen langfristigen Liefervertrag für Monosilan unterzeichnet. TNSC ist einer der bedeutendsten globalen Distributoren für industrielle und Spezialgase, der seit vielen Jahren Großkunden der Elektronikindustrie in Asien beliefert.

„Mit der geplanten neuen Anlage bauen wir unsere führende Technologie- und Marktposition im Zukunftsmarkt Solarenergie aus. Evonik ist im Fotovoltaikmarkt ein Innovationsführer. Wir haben den größten und diversifiziertesten Verbund für Siliziumchemie. Deshalb können wir attraktive Chancen in der wachstumsstarken Fotovoltaik- und erstmals auch in der Elektronik-Industrie nutzen“, so Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG in Yokkaichi. Der Konzern erweitert damit die strategischen Perspektiven eines bedeutsamen Teils seiner Chemie-Aktivitäten: Eine von Evonik entwickelte Technologie ermöglicht erstmals den Einstieg in die Produktion von Monosilan mit Elektronik-Qualität für die Anwendung in der Dünnschicht-Fotovoltaik, bei Flachbildschirmen und Halbleitern. Evonik stellt bereits unter anderem in einem Joint Venture in Rheinfelden polykristallines Solarsilizium für Wafer-basierte Solarzellen mit höchsten Wirkungsgraden her. „Mit der neuen Verbundanlage in Japan ist der Konzern dann bei allen wesentlichen siliziumbasierten Fotovoltaik-Technologien präsent“, sagte Dr. Engel.

Silane sind entscheidende Komponenten für die Erschließung der Sonnenenergie durch Solarzellen. Bereits jetzt ist Evonik weltweiter Marktführer für Chlorsilane und ein bedeutender Hersteller von Monosilan. Ein Ende des Solarbooms ist nicht absehbar. Prognosen gehen davon aus, dass der Weltmarkt für Monosilane bis 2020 jährlich um durchschnittlich 20 Prozent wächst.

Das bei der Monosilan-Herstellung in Yokkaichi anfallende Siliziumtetrachlorid wird zu AEROSIL® verarbeitet und separat vermarktet - zum Beispiel für Anwendungen in Kunstoffen, Farben und Lacken sowie Kleb- und Dichtstoffen. Evonik rechnet damit, dass der globale Markt auch für dieses Produkt mittelfristig weiter wächst. Engel zeigte sich überzeugt: „In wirtschaftlich düsteren Zeiten schlagen wir im Land der aufgehenden Sonne mit unserem Projekt ein neues Erfolgskapitel auf.“

Evonik ist in Yokkaichi bereits seit rund 40 Jahren mit einer AEROSIL®-Produktion aktiv. Der Vorstandsvorsitzende von Evonik dankte der Präfektur Mie, zu der Yokkaichi gehört, für das intensive Engagement und die Unterstützung im Zuge der Projekt-Vorbereitungen für die neue Verbundanlage: „Die Provinz hat eng mit dem Bundesland Nordrhein-Westfalen zusammengearbeitet, um Beziehungen zwischen Unternehmen in Japan und NRW aufzubauen und zu verbessern. Wir haben uns für Yokkaichi nicht nur wegen unserer bereits über Jahrzehnte hinweg guten Erfahrungen und Erfolge an diesem Standort entschieden - sondern auch wegen der mit großem Enthusiasmus vorangetriebenen Bemühungen der Provinz.“

 
Quelle: UD / cp

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