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09.06.2009

Die Welt im Jahr 2020 - Deutsche Post DHL präsentiert Zukunfts-Studie

Die Deutsche Post DHL hat eine Studie unter dem Namen "Delivering Tomorrow - Kundenerwartungen im Jahr 2020 und darüber hinaus" veröffentlicht. Präsentiert werden Expertenmeinungen und Analysen zu Themengebieten wie Globalisierung, Wirtschaft, Technologie, Logistik, Umwelt und Gesellschaft. Die Studie zeigt die Trends in diesen Bereichen bis ins Jahr 2020 und darüber hinaus auf. Damit gibt der Logistikkonzern eine Orientierungshilfe für mögliche Zukunfts-Szenarien.

Postchef Frank Appel spricht auf dem Globe Forum, Foto: Thomas Klocksetz, Deutsche Post DHL
Postchef Frank Appel spricht auf dem Globe Forum, Foto: Thomas Klocksetz, Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post DHL nutzte Erkenntnisse aus der Studie zur Entwicklung der ebenfalls vor kurzem vorgestellten Unternehmensstrategie: "Die Untersuchungsergebnisse der Studie zeigen, dass Themen wie Nachhaltigkeit, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung für Unternehmen immer wichtiger werden. Wir bereiten uns mit unseren Programmen GoGreen und Teach First bereits heute auf die Herausforderungen der Zukunft vor und haben hier frühzeitig entscheidende Schwerpunkte gesetzt", sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post DHL, bei der offiziellen Präsentation der Studie auf dem Globe Forum in Stockholm.

Die Untersuchungen zur Studie "Delivering Tomorrow - Kundenerwartungen im Jahr 2020 und darüber hinaus" wurden von Juni 2008 bis Januar 2009 durchgeführt. 81 Zukunftsthesen wurden aufgestellt und diskutiert. Über 900 Personen aus aller Welt, darunter Vorstände renommierter internationaler Unternehmen, Wissenschaftler aus Ökonomie, Zukunftsforschung und Logistik sowie Experten ausgewählter Kunden unterschiedlicher Branchen wurde der umfassende Fragenkatalog zur Einschätzung vorgelegt. Die Studie basiert auf der Delphi-Methode, die seit Anfang der 1950er Jahre genutzt wird. Hierbei werden Experten in einem mehrstufigen Prozess mit verschiedenen Thesen konfrontiert und um ihre Einschätzung gebeten. Dadurch liefern Delphistudien oftmals genauere und stimmigere Zukunftsprognosen als allgemeine Umfragen. Wichtige Prognosen dieser Studie beschäftigen sich mit den Herausforderungen des Klimawandels, den Einflüssen zunehmender Onlinevernetzung und der zunehmenden Bedeutung der Logistikindustrie. 

Klimawandel und CO2-Reduktion

Weltweit wird der Klimawandel schon jetzt als eine der entscheidenden Herausforderungen der Menschheit wahrgenommen. Die Studienteilnehmer gehen davon aus, dass das Kaufverhalten der Kunden deshalb künftig nicht mehr alleine von Marke, Qualität und Preis bestimmt wird. Vielmehr davon, wie groß die Umweltauswirkungen eines Produktes oder einer Dienstleistung sind. "Heute steht auf dem Etikett am Marmeladenglas eine Kalorienangabe. Im Jahr 2020 wird sehr wahrscheinlich auf jedem Etikett verzeichnet sein, wie viel CO2 bei Produktion und Logistik freigesetzt worden sind", kommentierte Frank Appel. Für ökologische Produkte und Dienstleistungen wird der Kunde bis zu einem gewissen Grad bereit sein, mehr Geld auszugeben. Andere Anbieter werden versuchen, diesen Wettbewerbsvorteil rasch aufzuholen, sodass durch das Kundenverhalten die Umweltstandards innerhalb der Wirtschaft ständig steigen werden.

Logistikunternehmen als Vorreiter

Trotz der aktuellen Wirtschaftskrise erwarten die befragten Experten keine grundsätzlichen Änderungen des gesellschaftlichen Systems: Wie heute ist auch im Jahr 2020 die Welt marktwirtschaftlich organisiert. Der Wettlauf von Staaten und Unternehmen um Wachstum, Wohlstand und Ressourcen wird anhalten. Unternehmen werden weiterhin in der Produktion auf Outsourcing und weltumspannende Wertschöpfungsketten setzen, um Wettbewerbsvorteile nutzen zu können. Allerdings geht die Delphistudie davon aus, dass Unternehmen in Zukunft häufiger und enger als bisher miteinander kooperieren werden. Vorreiter und Vorbild für andere Wirtschaftszweige wird die Logistikwirtschaft sein. Wegen der hohen Energiekosten werden Logistikunternehmen noch stärker als bisher gemeinsame Netze errichten und betreiben. Dazu Appel: "Eine möglichst umweltschonende Logistik ist für uns eine strategische Zukunftsaufgabe. Wir bieten beispielsweise bereits heute einen CO2-neutralen Versand an. Und als erstes Logistikunternehmen haben wir uns ein eigenes Klimaschutzziel mit konkreten CO2-Einsparungen gesetzt. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Allerdings sagt uns die Delphistudie auch, dass dies 2020 viele Nachahmer gefunden haben wird. Wir müssen daher weiter innovative Akzente setzen."

Geschäfte via Internet - immer und überall

Obwohl der Kunde des Jahres 2020 viel Wert auf Umweltaspekte legt, wird er bei der Geschwindigkeit einer Lieferung keine Abstriche machen. Alle Waren und Dienstleistungen sollen immer und sofort erhältlich sein. Daher werden Kunden von Anbietern Transparenz und umfassende Informationen in Echtzeit einfordern. Immer wichtiger wird hierbei das Internet werden: Im Jahr 2020 werden große Teile der Weltbevölkerung, vornehmlich in Industrie- und Schwellenländern, kontinuierlich online sein. Drei Milliarden Menschen werden dann alle Geschäftstransaktionen im Netz vornehmen. Die Geschwindigkeit wird aber nicht nur in der Wirtschaft, sondern in allen Bereichen des Lebens zunehmen. Die Anforderungen an Flexibilität und ständige Erreichbarkeit steigen.

Optimistischer Ausblick

Obwohl Terrorattacken und der Ausbruch gefährlicher Krankheiten auch zukünftig Gefahren bleiben, halten die befragten Experten solche Szenarien sowohl technisch als auch finanziell für beherrschbar. Das gilt auch für das Wachstum der Weltbevölkerung. Nur Experten aus Asien glauben an den Effekt staatlicher Bevölkerungspolitik und sind mehrheitlich davon überzeugt, dass sich die Weltbevölkerung zwischen sieben und acht Milliarden Menschen einpendeln kann. Die Meinungsbildner aus den anderen Regionen sind davon überzeugt, dass die Weltbevölkerung und damit auch der Ressourcenverbrauch weiter wachsen werden. Frank Appel: "Die Experten der Delphistudie sind grundsätzlich optimistisch, dass sich die vielen Herausforderungen, die auf uns alle zukommen werden, mit marktwirtschaftlichen Mitteln bewältigen lassen."

 
Quelle: UD / pm

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