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20.08.2008

Volkswagen: Erfolgreich in China

6.000 Autos, 10.000 Fahrer: VW sorgt bei Olympia für freie Bahn. Allein 1.000 Fahrzeuge begleiteten Helfer, Läufer und Aufpasser beim Fackellauf durch 113 Städte im Reich der Mitte bis aufs Dach der Welt. Im 2.000 Quadratmeter-Showroom gleich neben dem „Vogelnest“ empfangen die Wolfsburger Prominente und Sportler zum Small-Talk während des größten Sportfests des Jahres. Da bleibt Gegenwehr nicht aus. Spätestens nach den Tibetunruhen vom Frühjahr jubeln nicht mehr alle über das Engagement der Autobauer in Fernost. VW-Konzernsprecher Andreas Meurer wurde da nachdenklich: „Wir halten an unserem Sponsoring fest. Aber wir verfolgen mit Sorge, was in Tibet passiert."

„Automobilsponsoring“, bleibt Kai Grueber aus der Kommunikationsabteilung von VW-China gelassen, „ist immer national, nie weltweit.“ Weder Tibet- noch Zensurproteste können ihm daher die Freude an Olympia rauben. „In China freuen sich die Menschen einfach auf das größte Sportereignis der Welt“, zieht er Bilanz, „hier sind die Menschen schlicht begeistert.“
 
Das können Gruebers Kollegen ebenso sein. Der Glanz der Spiele strahlt auch für Olympia-Sponsor VW. Der Autobauer punktet im Reich der Mitte mit medaillenverdächtigem Rekordabsatz: Noch hat er die selbst aufgelegte Latte von einer Million Neuwagen im Visier, die VW 2008 in China meistern will (Vorjahr: 910.000 und ein Plus von 28 Prozent gegenüber 2006). Der Primus auf dem zweitgrößten Automarkt der Welt (hinter den USA) strotzt vor Selbstvertrauen. 108 Millionen Euro steuern die mittlerweile 14 Unternehmen der 1984 begonnenen chinesischen Joint Ventures mit ihren fast 24.000 Beschäftigten inzwischen zum operativen Konzerngewinn bei. Sechs Milliarden investierte VW bis 2007 in diese Produktion. „Spätestens 2010 brauchen wir neue Kapazitäten“, rechnete VW-China-Statthalter Winfried Vahland bei der Präsentation der Jahresprognose vor.
 
Modellflut in China
 
Dabei ist der Fahrzeughandel in Fernost alles andere als ein Zuckerschlecken. 81 Marken buhlen um die Gunst der Kunden. Autoexperten rechnen damit, dass dies bald anders werden müsse. In China gibt es heute doppelt so viele Modelle wie im amerikanischen Auto-Mutterland. „Eine zu große Vielfalt“, bewertet Vahland die Lage. Prognose von Experten: Die Zahl muss sich halbieren.

Bis dahin kämpfen die Hersteller eine Preisschlacht. Mehr als fünf Millionen neue Fahrzeuge, die jedes Jahr zusätzlich auf Chinas Straßen rollen, werden immer billiger. Seit 2005 musste VW bei seinen Modellen durchschnittlich 15 Prozent nachlassen. 2007 gab das Management die Devise aus: „Verkaufspreise konstant halten.“
 
Noch ist China Auto-Neuland. „Hier ist ein Neuwagenmarkt, der Gebrauchtwagenmarkt entwickelt sich erst“, sagt Kai Grueber. „Und die Wünsche der Kunden wandeln sich rasch“, erzählt er. Noch vor Jahren setzten Chinesen auf Modelle mit Kofferraum. Fast 80 Prozent der verkauften ‚Polos’ hatten Stufenheck. „Heute ist das Verhältnis umgedreht“, bilanziert der Pressesprecher. Heute verkaufen sie 80 Prozent mit Steilheck.
 
Quelle: UD

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