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10.04.2008

Bayer-Ideen-Pool sammelt 9.300 gute Ideen

Das Engagement der Bayer-Mitarbeiter, durch gute Ideen mit zum Erfolg des Unternehmens beizutragen, ist weiter ungebrochen. Insgesamt reichten sie beim "Bayer-Ideen-Pool" (BIP) im Jahr 2007 an den Standorten Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Wuppertal und Brunsbüttel 9.349 Verbesserungsvorschläge ein - 533 mehr als im Jahr 2006. Das Unternehmen spart dadurch 8,1 Millionen Euro allein im ersten Jahr der Realisierung (2006: 6,4 Millionen Euro). Auch die Beschäftigten profitierten: Sie erhielten im Gegenzug Prämien in einer Gesamthöhe von 2,4 Millionen Euro (2006: 2,1 Millionen).

"Die neuerliche Steigerung der Anzahl von Verbesserungsvorschlägen und die Güte der Ideen sind beispielhaft für die Motivation, den Einsatz und die Kreativität unserer Beschäftigten in allen Bereichen des Unternehmens", sagte Dr. Richard Pott, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Bayer AG. "Sie tragen auf diese Weise mit dazu bei, Arbeiten effizienter und sicherer zu gestalten und Bayer als innovatives Unternehmen weiter voranzubringen."
 
Uwe Menzen, Leiter des "Ideen-Managements", betonte vor allem den regelmäßigen Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern als ein wichtiges Element für die Vielzahl guter Ideen: "Es ist uns gelungen, in vielen Bereichen ein Klima der `Offenheit´ zu schaffen. Die meisten Vorschläge stammen aus dem direkten Arbeitsumfeld der Einreicher. Das Spektrum reichte dabei von Verbesserungen der Produkte, Anlagen, Verfahren und Arbeitsabläufe über optimale Ausnutzung von Rohstoffen und Energien und Weiterentwicklungen des Gesundheits- und Umweltschutzes bis hin zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und des Firmenansehens."
 
CHEMPARK Leverkusen: Produktbestückung den Markterfordernissen angepasst

Über den eigenen Tellerrand zu schauen, den Markt zu beobachten und die
aktuellen Entwicklungen zu verfolgen - dieses Engagement legte Andreas Ritz (42), Mitarbeiter in der Pharma-Packungstechnologie bei Bayer HealthCare (BHC) im CHEMPARK Leverkusen, an den Tag: Grundlage für einen Verbesserungsvorschlag, der mit rund 9.500 Euro belohnt wurde. Durch Nachfragen bei Kunden stellte Ritz fest, dass die bei pharmazeutischen Bayer-Produkten in Pulverform kostenfrei und freiwillig mitgelieferten Überleitungskanülen und sterilisiertes Wasser von den Abnehmern nicht
produktorientiert oder überhaupt nicht eingesetzt wurden. Die qualitätsbewusste Herstellung durch ein externes Unternehmen war indes mit hohen Kosten verbunden. Der Einreicher schlug deshalb vor, die entsprechenden Produkte ohne die Überleitungskanülen an die Kunden weiterzuleiten und auf diese Weise Lohn-, Material- und Fremdfirmenkosten einzusparen. Nutzen für das Unternehmen im ersten Jahr der Realisierung: Knapp 56.000 Euro.
 
Insgesamt reichten die Bayer-Beschäftigten in Leverkusen und Monheim mehr als 3.000 Verbesserungsvorschläge ein und erhielten eine Gesamtprämiensumme von 816.000 Euro. Für Bayer ergibt sich daraus eine Einsparung von 2,7 Millionen Euro allein im ersten Realisierungsjahr.
CHEMPARK Dormagen: Kostenersparnis durch Zehntel-Millimeter

Manchmal entscheiden Zehntel-Millimeter über eine zusätzliche Einsparung. Das wissen Klaus-Peter Walta (47), Michael Gehrmann (49) und Markus Hollaus (35), Mitarbeiter im Versandbetrieb für Polyurethan-Kunststoffe bei Bayer MaterialScience (BMS) im CHEMPARK Dormagen, nun ganz genau. Bislang wiesen die Stahlfässer, in denen verschiedene Polyurethan-Produkte abgefüllt und anschließend an die Kunden versandt werden, eine Wandstärke von 1 Millimeter auf. Die Boden- und Deckeldicke betrug hingegen 1,2 Millimeter. Die Einreicher schlugen vor, auf Fässer mit durchgehend 1 Millimeter Blechdicke zu wechseln. Dies ist laut Verpackungsrichtlinie zulässig und von Herstellerseite einfacher zu fertigen. Zuvor unterzogen sie die neuen Fässer intensiven und umfangreichen Tests, um die logistischen und produktspezifischen Anforderungen sicherzustellen. Mit Erfolg: Bei jährlich rund 100.000 Fässern konnten die Packmittelkosten zum Versand der Produkte reduziert und die Gefahr einer Undichtigkeit durch bessere Falzbarkeit verringert werden. Die Idee führt für BMS zu einem Nutzen im ersten Jahr der Realisierung von knapp 210.000 Euro. Für ihren Verbesserungsvorschlag erhielt das Team eine Prämie von insgesamt rund 21.000 Euro.
 
Im CHEMPARK Dormagen reichten die Bayer-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter
insgesamt knapp 2.700 gute Ideen ein. Mit ihrer Hilfe spart das Unternehmen mehr als 2,1 Millionen Euro allein im ersten Realisierungsjahr. Die kreativen Vorschläge der Belegschaft wurden mit 685.000 Euro honoriert.
CHEMPARK Krefeld-Uerdingen: Verstärkung für die Elektrolyseure

Den Prozessverlauf genau zu beobachten machte sich auch für die CURRENTA-Mitarbeiter Horst Laak und Siegbert Kather bezahlt. In der Chloralkali-Elektrolyse von Bayer MaterialScience (BMS) gelangt Sole und verdünnte Natronlauge über Zulaufverteiler in so genannte Elektrolyseure. Die beiden Kunststoffschlosser schlugen vor, die Zulaufverteiler mit Gewindelöchern auszurüsten, die Düsen zu verstärken und sie nicht mehr fest einzuschweißen, sondern einzuschrauben. Dadurch ist es möglich, bei Undichtigkeiten lediglich die Düse auszuwechseln, ohne den gesamten Verteiler auszubauen. Auf diese Weise kann die Produktionsstabilität der Anlage erhöht und die Chloralkali-Elektrolyse noch wirtschaftlicher gefahren werden. Einsparung allein im ersten Jahr der Umsetzung: knapp 104.000 Euro. Für ihren Verbesserungsvorschlag erhielten die Einreicher insgesamt eine Prämie von 14.500 Euro.
 
Im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen reichten die Bayer-Beschäftigten insgesamt
2.000 gute Ideen beim BIP ein. Das Unternehmen spart im ersten Jahr der
Realisierung 2,1 Millionen Euro. Die Ideengeber profitierten durch eine
Gesamtprämiensumme in Höhe von mehr als 480.000 Euro.
 
Pharma- und Chemiepark Wuppertal: Geringere Laufzeit für bessere Klärung

Eine klasse Idee hatte auch Ralf Hamacher, Mitarbeiter des Bereiches Energien und Kläranlagen im Pharma- und Chemiepark Wuppertal. Sein Vorschlag trug entscheidend dazu bei, den Schmutz- und Schwebstoffanteil des Werksabwassers im Zulauf zur Kläranlage deutlich zu reduzieren und Kosten in den Bereichen Instandhaltung/Wartung, Entsorgung und Energie zu senken. Bislang konnten nicht alle im Abwasser befindlichen Feststoffe im Sandfang entzogen werden. Sie gelangten in die Kläranlage und verstopften die Sauerstoffdüsen in den Belebungsbecken - kostenintensive Inspektion bzw. Austausch der Düsen wurden jährlich notwendig. Die Feststoffe konnten sich nicht absetzen, weil das Abwasser im Sandfang permanent in Bewegung gehalten wurde. Der Betriebsmeister schlug deshalb Pausen in der Abwasserbehandlung vor, so dass die Schwebstoffe absinken und vom weiterzuleitenden Wasser getrennt werden können. Prämie für die pfiffige Idee: Mehr als 16.000 Euro. Der Nutzen für Bayer HealthCare (BHC) beträgt bereits im ersten Jahr der Realisierung über 125.000 Euro.
 
In Wuppertal gingen insgesamt 780 Verbesserungsvorschläge ein. Ihr wirtschaftlicher Nutzen liegt bei über 1 Million Euro im ersten Jahr der Realisierung. Die Einreicher freuten sich über eine Prämiensumme von 291.000 Euro.
 
Industriepark Brunsbüttel: Analysemethode verbessert, Arbeit erleichtert

Auch die vermeintlich "kleinen Dinge" können die Arbeit nachhaltig erleichtern und dauerhafte Vorteile für das Unternehmen bringen, wie der Vorschlag von Thomas Krücken (49), Chemielaborant im Umweltschutz-Labor des Industrieparks Brunsbüttel, beweist. Dort werden unter anderem Abwasserproben analysiert. Ein Teil der Bestimmungen beinhaltet die Einstellung des pH-Wertes einer Probenlösung. Dies erfolgte bislang manuell mittels einer Bürette (kalibrierte Glasröhre mit Skala). Um den genauen pH-Wert für die qualitätsgerechte Analyse exakt zu erreichen, musste der Versuch des Öfteren wiederholt werden - eine zeitaufwändige und personalbindende Arbeit. Krücken schlug vor, den Vorgang mittels eines Titriergerätes zu automatisieren. Dadurch werden für die Mitarbeiter
Kapazitäten für parallel durchzuführende Tätigkeiten frei - ein Beitrag zur Effektivität und Effizienz. Lohn für den Einreicher: eine Prämie von 1.500 Euro. Nutzen für die Bayer MaterialScience AG allein im ersten Jahr der Realisierung: knapp 3.800
Euro.
 
Insgesamt reichten die Bayer-Beschäftigten in Brunsbüttel 521 Verbesserungsvorschläge ein - was ihnen Prämien von 125.000 Euro bescherte. Dank der Kreativität der Belegschaft spart das Unternehmen bereits im ersten Jahr der Verwirklichung mehr als 186.000 Euro.
 
Quelle: UD

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