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14.12.2007

Papierindustrie will Herkunftsnachweise

Die deutsche Papierindustrie kann für den weitaus größten Teil der von ihr eingesetzten Primärfaserstoffe eindeutige Herkunftsnachweise erbringen. Sie dokumentiert damit ihren weltweiten Einsatz gegen illegalen Holzeinschlag. In einer jetzt erstmalig durchgeführten Umfrage des Verbandes Deutscher Papierfabriken konnten die befragten Unternehmen für 100 Prozent des eingesetzten Holzes und bislang 75 Prozent des eingesetzten Zellstoffes eindeutige Herkunftsnachweise vorlegen, die belegen, dass die Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.

Das erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Bernd Rettig, auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Düsseldorf. Das Monitoring ist Teil des im vergangene Jahr von der Europäischen Papierindustrie verabschiedeten "Code of Conduct", in dem sich die Branche freiwillig zur Bekämpfung illegalen Holzeinschlags verpflichtet. Die Branche zeige damit einmal mehr, dass sie Nachhaltigkeit nicht nur predige, sondern als "corporate citizen" auch umsetze, sagte Rettig.
 
Der "Code of Conduct" sieht eine Reihe verschiedener Maßnahmen zur Bekämpfung des Handels mit illegal eingeschlagenem Holz vor, darunter auch ein regelmäßiges Monitoring. Der VDP will seine Ergebisse für Deutschland deshalb in Zukunft durch eine unabhängige dritte Partei - vorzugsweise eine amtliche Stelle - bestätigen lassen. Der jüngste Erfahrungsbericht erfasst die Bezugsmengen (Holz, Holzstoff, Zellstoff) von 27 Unternehmen der Zellstoff- und Papierfabriken mit 42 Werken in Deutschland. Für die Folgejahre sind weitere Berichte vorgesehen, die der weiteren Sensibilisierung in den Unternehmen dienen und die Fortschritte beim Bezug von Rohstoffen aus zertifizierten Wäldern belegen sollen. Die 6 Prinzipien des Code of Conduct lauten:
 
1. Aufforderung an die Lieferanten den Holzeinschlag nach gesetzlichen Vorgaben vorzunehmen.

2. Förderung der nachhaltigen Waldwirtschaft und der Zertifizierung durch Beschaffung legal eingeschlagenen Holzes oder daraus hergestellter Halbstoffe.

3.Implementierung eines Managementsystems zur Umsetzung gesetzes-konformer Holzbeschaffung.

4. Sicherstellung der korrekten Dokumentation der legal eingeschlagenen und beschafften Holzrohstoffe und/oder Zellstoff bzw. Holzstoff.

5. Transparenz gegenüber der interessierten Öffentlichkeit - Vorlage der entsprechenden Dokumente auf Anfrage öffentlicher Stellen. Regelmäßige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter zur Umsetzung der Prinzipien.
 
Quelle: UD

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