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10.08.2007

Mattel: Spielzeug Made in China bleiverseucht

Nicht nur chinesische Lebensmittel und Kosmetikprodukte, sondern auch Kinderspielzeug aus dem Reich der Mitte steht im dringenden Verdacht, gesundheitsgefährlich zu sein. Der Spielzeughersteller Fisher Price muss in den USA 83 Artikel - das sind fast eine Million Spielsachen - zurückrufen, da diese mit Lacken mit hohem Bleigehalt versehen sind, berichtet BBC-Online. Proben haben gezeigt, dass der Hersteller nicht erlaubte Farben verwendet hat, die nicht den Sicherheitsbestimmungen entsprechen.

Seitens des Herstellers Mattel/Fisher-Price hat es dazu eine Aussendung gegeben, die darauf hinweist, dass eine "begrenzte" Anzahl von Produkten, die zwischen dem 19. April und 6. Juli 2007 gefertigt wurden, auch in Deutschland und in Österreich davon betroffen sind, wie Mattel bestätigt. Konkret geht es um Fisher-Price "Sesamstraße - Kleine Musikinstrumente". Mattel/Fisher-Price habe ermittelt, dass hier Farbe mit einem zu hohen Bleigehalt verwendet wurde. "Hierdurch kann es zu Gesundheitsbeeinträchtigungen bei Kindern kommen", meldet das Unternehmen. Die Warnung: "Bitte geben Sie diese Produkte ihren Kindern daher keinesfalls mehr zum Spielen. Bitte entfernen Sie diese Produkte zur Verhinderung von Gefahren unbedingt aus der Reichweite von Kindern." In Deutschland und in Österreich sind nur Produkte betroffen, die den so genannten Date Code zwischen 109-7LF und 187-7LF, der auf der Rückseite der Produkte in die Oberfläche eingestanzt ist, tragen. Andere Produkte aus dem Fisher-Price-Sortiment sind von diesem Rückruf nicht betroffen.

Mattel Inc, das zu Fisher Price gehört, hat erklärt, dass der Rückruf in den USA insgesamt 967.000 Spielsachen - darunter auch den Big Bird Elmo aus der TV-Serie "Sesamstraße" - umfasst. Das Unternehmen hat auch angekündigt, dass die Produkte sofort aus den Supermarktregalen genommen und zukünftige Lieferungen aufgehalten werden.

"Blei ist giftig. Bei Kindern werden durch eine chronische Belastung mit Blei vor allem das zentrale Nervensystem und das Blutsystem geschädigt sowie das Wachstum verzögert", erklärt Susanna Stark vom Themenbereich Chemie & Chemiepolitik der Umweltberatung Wien im Gespräch. Daher habe es nach der Meinung von "die umweltberatung" im Spielzeug nichts verloren. "Das gilt insbesondere für Spielzeuge für Säuglinge und Kleinkinder, die Vieles noch in den Mund nehmen." Laut Gesetz sind geringe Mengen an Blei im Spielzeug erlaubt, die in jenem von Mattel jedoch überschritten werden. "Hier sieht man auch, wie wichtig es ist, bei importierten Waren die Fertigung zu kontrollieren - dabei ist neben dem Einsatz von Chemikalien auch die Einhaltung von sozialen Kriterien wie etwa dem Verbot von Kinderarbeit wichtig", erklärt Stark abschließend.

China stand in den vergangenen Monaten vermehrt im Zentrum der Kritik. Immer wieder wurde bekannt, dass Produkte - etwa importierter Fisch, Meeresfrüchte, aber auch Zahnpasten - gefährliche chemische Substanzen enthielten. Erst im Juni musste der Spielwarenhersteller RC2 rund 1,5 Mio. chinesische Spielzeugeisenbahnen wegen verbotener bleihaltiger Lacke zurückrufen. Die Regierung in Bejing reagierte verschnupft auf die Medienberichte, räumte allerdings ein, dass die Sicherheitsstandards in China verbesserungswürdig wären.
 
Quelle: pte

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