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18.07.2006

Philip Morris plant Werksschließung in München

Die Philip Morris GmbH plant, im Laufe des Jahres 2009 das Werk München als eine von drei Produktionsstätten in Deutschland zu schließen. Das Unternehmen beabsichtigt, zukünftig die Zigarettenproduktion auf die Standorte Berlin und Dresden zu konzentrieren. „Die Werkschließung ist ein bedauerlicher, aber unvermeidbarer Schritt zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und des Geschäftserfolgs der Philip Morris GmbH“, sagte Gerrit L. de Bruin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philip Morris GmbH. Die Hauptverwaltung mit ihren rund 450 Mitarbeitern wird weiterhin im Raum München bleiben.

Die Fokussierung auf zwei Produktionsstandorte ist eine Folge des sich verschlechternden Marktumfelds in Deutschland. Aufgrund von fünf Tabaksteuererhöhungen ist seit 2002 der Markt für Fabrikzigaretten in Deutschland um 32 Prozent zurückgegangen. Die Philip Morris GmbH konnte sich in diesem schwierigen Marktumfeld als eindeutiger Marktführer behaupten und ihren Marktanteil auf hohem Niveau halten. Dennoch hatte der Absatzrückgang des Unternehmens deutliche Überkapazitäten in den deutschen Produktionsstätten zur Folge. Dieser Rückgang allein ist höher als die Jahresproduktion des Münchner Werkes.

Derzeit produzieren die Werke in Deutschland zu ca. 60 Prozent für das Ausland. Aufgrund des hohen Engagements der Mitarbeiter und der sehr hohen Produktionsqualität konnte die Philip Morris GmbH mehr Volumen für andere Märkte von Philip Morris International herstellen. Leider reichen diese zusätzlichen Exportvolumen nicht aus, um die Rückgänge im deutschen Markt zu kompensieren; denn auch in den EU-Ländern, für die das Werk München hauptsächlich Zigaretten herstellt, geht die Nachfrage nach Produktionsvolumen zurück.

Zum Zeitpunkt der geplanten Schließung werden rund 400 Mitarbeiter des Werks München betroffen sein. Es werden jedoch rund 100 Arbeitsplätze an den Standorten Berlin und Dresden angeboten.

Die Philip Morris GmbH versteht sich als vorbildlicher Arbeitgeber und setzt daher auf einen  verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern. „Wir haben so früh wie möglich die Gremien der Arbeitnehmervertretung und die Mitarbeiter über unsere Pläne informiert. Wir wollten allen Betroffenen ermöglichen, sich frühzeitig auf die veränderte Situation einzustellen“, erklärte Gerrit L. de Bruin.

Für die betroffenen Mitarbeiter sieht die Philip Morris GmbH langfristige Übergangsregelungen und angemessene Abfindungen vor. Kündigungen mit Fristen von bis zu 18 Monaten werden frühestens Anfang 2008 ausgesprochen. „Wir sind sicher, gemeinsam mit den Vertretern der Arbeitnehmer eine faire Lösung für unsere Mitarbeiter zu finden. Wir arbeiten seit Jahrzehnten vertrauensvoll mit unserem Betriebsrat zusammen“, so Gerrit L. de Bruin.

Die jetzt angekündigte geplante Maßnahme ist ein Bekenntnis zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Das Unternehmen hat allein in den vergangenen drei Jahren 220 Mio. Euro in die deutschen Werke investiert. Auch in diesem Jahr sind Investitionen in Höhe von 85 Mio. Euro geplant. Gerrit L. de Bruin: „Deutschland ist für uns ein sehr wichtiger Markt, in dem wir weiterhin erfolgreich agieren wollen.“

Die 1970 in Deutschland gegründete Philip Morris GmbH ist ein Unternehmen von Philip Morris International. Die Philip Morris GmbH ist seit 1987 Marktführer auf dem deutschen Zigarettenmarkt. Der derzeitige Marktanteil liegt bei 37,1 Prozent. Zu den erfolgreichsten Marken, die in Deutschland vertrieben werden, zählen Marlboro, L&M und Next sowie in den neuen Bundesländern die Marken f6, Juwel und Karo. Neben der Deutschlandzentrale in München befinden sich weitere Standorte in Berlin und Dresden. Philip Morris International gehört zur Altria Group Inc.
 
Quelle: UD

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