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09.05.2005

Duales System in der Defensive - Konkurrent Landbell erzielt Marktanteil von 11%

Bereits im ersten Quartal hat die Landbell AG ihr Planziel für 2005 erreicht. Der Mainzer Umwelt- und Entsorungsspezialist erzielt nach deutlichem Wachstum einen aktuellen Marktanteil von 10,8 Prozent. Dies gab der Vorstandsvorsitzende der Landbell AG, Wolfgang Schertz, auf der internationalen Fachmesse für Wasser-Abwasser-Abfall-Recycling (IFAT) bekannt.

"Die Landbell AG hat es in den vergangenen Jahren geschafft, sich als bislang einzige nennenswerte Alternative bei der Verpackungsentsorgung zu etablieren. Elf Prozent Marktanteil sind eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für einen Wettbewerb auf gleicher Augenhöhe. Nun gilt es, den Abstand zu der im Umbau befindlichen DSD sukzessive zu verringern und auf weiteren Gebieten - beispielsweise beim E-Schrott-Recycling - in Führung zu gehen", betonte Schertz.

Landbell tritt seit August 2003 als erster Wettbewerber der DSD AG auf und betreibt das Zweite Duale System zur Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen mit dem Grünen Punkt. Nach Ansicht von Schertz erhöht sich im mittlerweile liberalisierten Markt der Druck auf den ehemaligen Monopolisten, der inzwischen von amerikanischen Investoren übernommen wurde und sich in einer schwierigen Restrukturierungsphase befindet. Nach Angaben des Landbell-Vorstands Hans-Günther Stehr dehnt sich der Wettbewerb bereits auf weitere Geschäftsfelder aus. Nach der haushaltsnahen Sammlung gewinnt die Selbstentsorgung an Bedeutung, die bisher ausschließlich eine Domäne der DSD-Wettbewerber gewesen ist. Doch in dieses Geschäftsfeld dringt jetzt das DSD vor, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete.

In der Vergangenheit war der Kölner Müllbetrieb wegen angeblich kartellartiger Strukturen in die Kritik geraten. Brancheninsider kritisieren daher die neuen Pläne des DSD, räumen dem Schritt aber keine großen Chancen ein, da der Kölner Anbieter mit den Umstrukturierungsmaßnahmen zunächst vollauf beschäftigt sei. "Noch aktueller ist jedoch die Diskussion über die Entsorgung und Verwertung von Elektroschrott. Mit der Landbell-Systemkooperation bieten wir der Industrie heute schon eine funktionierende Lösung an, die auf einem Fullservice-Paket aus einer Hand basiert", so die Einschätzung von Stehr, der bei dem Mainzer Unternehmen für die Elektrogeräte-Entsorung zuständig ist.

 
Quelle: pte

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