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11.03.2005

Miele hohe Sozialstandards mit SA 8000 bestätigt

Schon auf die erste Waschmaschine schrieben die Miele-Gründer ihren legendären Leitspruch „Immer besser“. Diese Qualitätsphilosophie hat bis heute Gültigkeit. Das bescheinigen dem Unternehmen auch zahlreiche anerkannte Zertifikate. Mit dem Gütesiegel SA 8000 wird Miele jetzt auch in seinen hohen sozialen Standards bestätigt.

Ob Sozial- und Umweltstandards oder die Achtung der Menschenrechte: Moderne Unternehmen tragen heute Verantwortungen, die längst über den Kernbereich der Wirtschaftlichkeit hinausgehen. Beim Hausgerätehersteller Miele hat dieses Engagement Tradition: Seit mehr als einem halben Jahrhundert gehört ein respektvoller Umgang mit der Umwelt zur Unternehmenskultur. Die Achtung vor dem einzelnen Mitarbeiter als Individuum gehört schon seit den Gründertagen 1899 zum Selbstverständnis, wie Aufzeichnungen belegen. Die Zertifizierung nach verschiedenen Normen aus den Bereichen Umweltschutz, Qualität und Sozialkriterien ergänzt dabei die Liste der freiwilligen Miele-Verpflichtungen.

Um diese Einstellung zu untermauern, hat Miele jetzt die international renommierte soziale Leitlinie SA 8000 der „Social Accountability International“ (SAI) in das Managementsystem aufgenommen. Dieser Standard bescheinigt, dass ein Unternehmen hohe soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und der Gesellschaft einhält. Die Kriterien und ihre Einhaltung werden dabei durch einen externen, unabhängigen Gutachter überprüft. Im Branchenvergleich verfügt neben Miele nur Elektrolux über dieses Sozialzertifikat.

Was ändert sich durch SA 8000 für Miele? „Eigentlich so viel nicht,“ berichtet Ursula Wilms von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Gütersloher Unternehmen setze seit Generationen auf soziale Werte. Die Zertifizierung durch SA 8000 bedeute daher kaum Anpassungsdruck, sondern sei eher eine Bestätigung für die bestehende Unternehmenskultur.

Beispiel Diskriminierung am Arbeitsplatz: Gemessen wird dies in der Regel durch entsprechende Meldungen an den Betriebsrat. „Wir haben intensiv nachgehakt, aber das Ergebnis war eindeutig: Dem Betriebsrat sind keine Meldungen von schwerwiegenden Diskriminierungen bekannt. Weder im Werk in Gütersloh noch an einem anderen Standort,“ so Wilms.

Dennoch bringe die Zertifizierung im Geschäftsalltag schon gewisse Veränderungen mit sich. Dies betrifft vor allem den Einkauf: Hier muss das Unternehmen künftig genauestens darauf achten, dass auch die Zulieferbetriebe soziale Standards einhalten. Löhne und Arbeitsbedingungen etwa müssen nach den SAI-Regeln nicht nur im eigenen Werk gelten, sondern ebenso bei den zugekauften Produktbestandteilen. Schon vor der Zertifizierung hatte Miele Checklisten, um seine Zulieferer auf Qualität, Umwelt- und Sozialstandards zu prüfen. Künftig werden die Aspekte aber noch genauer analysiert. Wilms: „Wir werden energischer nachschauen und nachfragen.“ Allerdings liegt an dieser Stelle des SA 8000-Zertifikats - wie bei den meisten anderen Gütesiegeln auch - eine Schwachstelle: Die Angaben der Zulieferer beruhen letztendlich immer auf Vertrauen und Kooperationswillen. Eine Werksbesichtigung etwa kann nur auf Einladung und nicht unangemeldet durchgeführt werden.
 
Quelle: UD

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