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Tansania fordert von Bergbauriesen 190 Mrd. Dollar

03.08.2017

Tansania fordert von Bergbauriesen 190 Mrd. Dollar

Die Regierung Tansanias setzt in der Auseinandersetzung mit dem Bergbauunternehmen Acacia Mining auf eine äußerst harte Gangart und will 190 Mrd. Dollar (rund 163 Mrd. Euro) an Steuerschulden vom Goldproduzenten eintreiben. Das geht aus einer Pressemeldung der Tochterfirma von Barrick Gold hervor. Als Grund für die Nachzahlung werden zu geringe Angaben von Exportumsätzen bei den Minen Bulyanhulu und Buzwagi im Zeitraum von 2000 bis 2017 angeführt. Für Acacia hat das ernste Folgen: Der Aktienkurs des Unternehmens ist seit vergangenen Dienstag um 17 Prozent abgesackt.

Umsätze von 200 Jahren

"Acacia nimmt zur Kenntnis, dass Bulyanhulu Gold Mine Limited und Pangea Minerals Limited, die Eigentümer und Betreiber der Minen Bulyanhulu und Buzwagi, heute eine Reihe von Mitteilungen von der Tansania Revenue Authority erhalten haben, die historische Einkommenssteuernachzahlungen einfordern", heißt es in der Pressemeldung des Bergbauunternehmens. Historisch seien die Forderungen vor allem deshalb, weil sie so hoch angesetzt sind, dass sie den Umsätzen von beinahe zwei Jahrhunderten Goldproduktion entsprechen würden, betont Acacia Mining.

"Den Angaben von Tansanias Regierung entsprechend, sollen wir dem Land insgesamt 40 Mrd. Dollar an unbezahlten Steuern schulden und zusätzlich geschätzte 150 Mrd. Dollar an Zinsen und Strafen zahlen", erläutert das Unternehmen weiter. Im Moment sei man damit beschäftigt, alle seine Optionen und Rechte in Betracht zu ziehen, um die Zahlung der exorbitant hoch angesetzten Steuernachzahlung abzuwenden. "Wir bekräftigen noch einmal, dass wir alle unsere Einkünfte korrekt angegeben haben", so die Firmenleitung.

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Lage spitzt sich weiter zu

Für Acacia Mining spitzt sich die Lage in Tansania mit der aktuellen Horrormeldung zu. Bereits im März dieses Jahres hatte Präsident John Magufuli einen Exportstopp für unverarbeitetes Gold und Kupfer gegen das Unternehmen verhängt. Für den Goldproduzenten war das ein harter Schlag. Als Gegenreaktion hatte die Firma angekündigt, den Betrieb der Hauptmine Bulyanhulu einzustellen, falls der Konflikt mit der Regierung nicht bis spätestens Ende September beigelegt werden könnte.

Die wirtschaftlichen Folgen für die Tochter von Barrick Gold sind schon jetzt verheerend: Laut Unternehmensangaben ist der hauseigene Cash-Bestand von 318 Mio. Dollar (rund 273 Mio. Euro) im Vorjahr auf 176 Mio. Dollar (rund 151 Mio. Euro) abgesackt. Der entsprechende Aktienkurs ist seit Dienstagmorgen um 17 Prozent auf den Tiefstwert seit Dezember 2013 nach unten gerasselt. In nur drei Tagen hat der Konzern 42 Prozent seines Wertes verloren.

 
Quelle: UD/pte

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