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NORMA Group: Roundtable-Gespräch zur Elektromobilität

18.12.2017

NORMA Group: Roundtable-Gespräch zur Elektromobilität

Wird der Verbrennungsmotor in den nächsten Dekaden abgeschafft? Werden sich andere alternative Antriebe durchsetzen, oder fahren die meisten Autos künftig elektrisch? Noch gibt es bei der Zukunft der Mobilität viele Fragen. Das stellt Autobauer und deren Zulieferer vor die Herausforderung, vorausschauend die richtigen Produkte zu entwickeln – ganz im Sinne eines nachhaltigen Geschäftsmodells. Vor diesem Hintergrund hat die NORMA Group im Herbst 2017 ein Stakeholder-Gespräch mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zum Thema Elektromobilität durchgeführt. Für den Hersteller von Verbindungstechnologie ist der Austausch mit seinen Anspruchsgruppen ein zentrales Instrument des Verantwortungsmanagements.

Bernd Kleinhens, Vorstand Business Development des Unternehmens, beim  aktuellen Stakeholder-Gespräch.
Bernd Kleinhens, Vorstand Business Development des Unternehmens, beim aktuellen Stakeholder-Gespräch.

Mit welchen Motoren künftig unsere Autos mehrheitlich fahren, ist schwierig abzuschätzen. Einer EU-Studie zufolge haben 2040 noch rund 85 Prozent der Neufahrzeuge und etwa 95 Prozent des Autobestands einen Verbrennungsmotor. Andere Szenarien prognostizieren, dass Benzin- und Dieselmotoren bereits ab 2025 hauptsächlich durch E-Antriebe ersetzt werden. Manche politischen Entscheidungen mögen dem Recht geben. So plant beispielsweise Norwegen, ab 2025 nur noch elektrisch betriebene Autos, Busse und leichte Nutzfahrzeuge zuzulassen. Und auch in den Niederlanden oder Deutschland gibt es politische Stimmen, die ein Verbot von Verbrennungsmotoren fordern.

Marktchancen fest im Blick

Zulieferer der Fahrzeugindustrie haben die verschiedenen Szenarien genau im Blick, müssen sie doch passende Produkte herstellen, selbst wenn noch nicht klar ist, welche Antriebstechnologie die Mobilität der Zukunft bestimmt: „Sobald der Kulturwandel im Mobilitätsverständnis bei den Verbrauchern angekommen ist, kann der Wechsel zur Elektromobilität sehr schnell und disruptiv sein. Hierauf wird die NORMA Group vorbereitet sein“, sagt Bernd Kleinhens, Vorstand Business Development des Unternehmens.

E-Mobilität gewinnt in Automobilindustrie an Bedeutung

Welchen Stellenwert die Antriebstechnologie mittlerweile bei Autobauern besitzt, zeigen jüngste Entwicklungen. So kündigte etwa VW im September 2017 an, bis zum Jahr 2025 über 20 rein elektrisch angetriebene Modelle anzubieten. Darüber hinaus haben jüngst die BMW Group, die Daimler AG, die Ford Motor Company und der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche das Gemeinschaftsunternehmen IONITY gegründet. Dieses soll das leistungsstärkste Schnellladenetz für Elektrofahrzeuge in Europa aufbauen. Die Errichtung und der Betrieb von insgesamt rund 400 Schnellladestationen bis 2020 sind wichtige Schritte, um Elektromobilität auch auf Langstrecken zu gewährleisten und sie damit im Markt zu etablieren.

Dieser Meinung waren auch die Teilnehmer des Stakeholder-Roundtables, zu dem das Unternehmen Anfang September 2017 nach Frankfurt am Main eingeladen hatte. Dabei lobten die Anwesenden insbesondere den strategischen Blick des Unternehmens auf neue Marktchancen, die sich durch den Trend der Elektromobilität ergeben. Es sei abzusehen, dass die neue Antriebstechnologie große Mengen an Kühl- und Heizsystemen benötige und es somit Bedarf für Produkte der NORMA Group gebe.

Dass die Experten in diesem Punkt richtig liegen, zeigt nicht zuletzt ein Großauftrag für Hybrid-Modelle eines französischen Kraftfahrzeugherstellers, für den die NORMA Group Leitungen und Steckverbinder aus Kunststoff für Kühlwassersysteme ab 2018 liefern soll. Im Vergleich zu Produkten aus Gummi oder Metall wiegen die Kunststoffleitungen 30 Prozent weniger. Damit reduzieren sie das Gesamtgewicht des Fahrzeugs und den Emissionsausstoß.

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Klare Kante zeigen

Im weiteren Verlauf des Gesprächs befürworteten die Stakeholder aber nicht nur die aktuellen Elektromobilitäts-Aktivitäten des Unternehmens, sondern bekräftigten es auch dahingehend, weiter in die neuen Technologien zu investieren. Die NORMA Group könne den Trend nutzen, klare Kante als Systemanbieter und Treiber des Wandels zeigen und sich als wichtiger Partner für Elektroautos etablieren. Im Sinne eines „peer engineering“ seien Kooperationen mit externen Partnern sinnvoll, um notwendige Systemlösungen frühzeitig bedarfsgerecht und effizient zu entwickeln.

Sollen derartige Veränderungsprozesse in einem Unternehmen erfolgreich implementiert werden, müssen die Mitarbeiter den Wandel mittragen. Die Stakeholder würdigten, dass schon jetzt die Mitarbeiter am Innovationsprozess beteiligt würden. Durch Ansätze wie etwa die Innovation Scouts sei das Unternehmen auf einem guten Weg, Ideen der Mitarbeiter zu identifizieren und für die Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Elektromobilität zu nutzen. Um die Mitarbeiter noch stärker für die Elektromobilität zu sensibilisieren, empfahlen die Stakeholder, das komplexe Thema komprimiert in der internen Kommunikation darzustellen und erlebbar zu machen. Das derzeitige Engagement positioniere die NORMA Group bereits jetzt als innovatives und zukunftsorientiertes Unternehmen.

Die Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten gemeinsam, wie sich die NORMA Group zum Thema E-Mobilität positionieren soll.
Die Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten gemeinsam, wie sich die NORMA Group zum Thema E-Mobilität positionieren soll.

Stakeholder-Roundtable bei der NORMA Group

Bei dem diesjährigen Stakeholder-Gespräch waren neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NORMA Group externe Experten aus verschiedenen Institutionen anwesend. Dazu zählten auch Vertreter von Kammern, Wirtschaftsverbänden oder Entwicklungsdienstleister. „Wir sind ein transparenter und offener Konzern und suchen gezielt den Dialog mit unseren Interessensvertretern, um unser Profil als nachhaltiges Unternehmen weiter zu schärfen“, sagte Kleinhens. „Wir sind den Teilnehmern für ihre konstruktiven Hinweise sehr dankbar und werden die Anregungen intensiv prüfen.“

Das Unternehmen hat in der Vergangenheit bereits zwei Stakeholder-Roundtable zur unternehmerischen Verantwortung durchgeführt. Während 2015 allgemein Fragen zur Ausgestaltung des Nachhaltigkeitsengagements im Zentrum der Gespräche standen, wurde im Jahr 2016 die Verantwortung in der Lieferkette diskutiert.

 
Quelle: UmweltDialog

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