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Merck: Gemeinsamer Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten zoom

26.04.2017

Merck: Gemeinsamer Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

Merck hat jetzt bekannt gegeben, dass es mit der University of California in San Diego (UCSD) vereinbart hat, Wirkstoffe unter dem Dach der offenen Innovation der WIPO Re:Search zu teilen. Damit verstärkt das Unternehmen seine Anstrengungen bei der Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs), um potenzielle Heilmittel für Leishmaniose, die Chagas-Krankheit (amerikanische Tryposomiasis) und die humane afrikanische Trypanosomiasis (HAT, Schlafkrankheit) zu identifizieren.

„Die Partnerschaft mit der UCSD hilft uns, den F&E-Prozess zu straffen, indem wir unsere geschützten Wirkstoffe teilen und die Kompetenz der Universität nutzen. Trotz der zunehmenden und komplexen Herausforderungen im F&E-Umfeld werden wir weiterhin zur Entwicklung sicherer und wirksamer Therapien für die eine Milliarde von NTDs betroffenen Menschen beitragen“, sagte Belén Garijo, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Healthcare.

Das Screening der Wirkstoffe von Merck wird von Dr. James McKerrow, Dekan der Skaggs School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences an der UCSD, geleitet. Die Krankheiten im Fokus wirken sich beträchtlich auf unterversorgte Bevölkerungsgruppen aus: Bis zu 1 Million Menschen erkranken jährlich an Leishmaniose, sechs bis sieben Millionen Menschen sind mit der Chagas-Krankheit infiziert und 13,1 Millionen Menschen sehen sich dem Risiko ausgesetzt, die Schlafkrankheit zu bekommen. Neue Therapien für diese Krankheiten werden benötigt, da die derzeitigen Optionen begrenzt sind.

Dr. James McKerrow von der UCSD kommentierte: „Wenn wir neue, wirksame und sichere Arzneimittel zur Behandlung großer globaler Gesundheitsprobleme finden wollen, zu denen auch die drei Krankheiten im Fokus dieser Kooperation zählen, dann muss der gesamte F&E-Prozess und die Entwicklungspipeline durch innovative Partnerschaften gestrafft werden."

Und weiter: "Durch die Kombination der Erfolgsgeschichte von Merck, einem führenden Wissenschafts- und Technologieunternehmen, mit der wissenschaftlichen Innovation und dem Engagement der University of California San Diego entsteht eine beispielhafte Partnerschaft, die den medizinischen Bedarf von Hunderten von Millionen Menschen, die unter vernachlässigten Tropenkrankheiten leiden, adressiert. Ich bin davon überzeugt, dass sich unter den einzigartigen Wirkstoffen, die aus der Merck-Bibliothek gemeinsam genutzt werden können, genau die Art von Leitkandidaten findet, die für die Behandlung der Chagas-Krankheit, der Leishmaniose und der afrikanischen Trypanosomiasis benötigt wird.”

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Offene Innovationsplattform

Um sicherzustellen, dass neue Generationen von verbesserten Therapien und Interventionen trotz geringer kommerzieller Anreize im Bereich NTDs entdeckt werden, setzt Merck für offene Innovationsplattformen wie WIPO Re:Search ein, die die Kooperation von Merck und der UCSD vermittelte. WIPO Re:Search ist eine offene Innovationsplattform, die von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) gefördert wird. Die Plattform will die Wirkstoffforschung im Frühstadium auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten durch den Austausch von Know-how beschleunigen.

Merck schloss sich der Plattform bereits 2014 an und startete seine erste darauf gegründete Kooperation 2016 mit der Universität von Buea in Kamerun, die auf das Screening von Merck-Wirkstoffen ausgerichtet ist, um ein Heilmittel für Onchozerkose zu finden. Von der auch als „Flussblindheit“ bekannten Onchozerkose sind 37 Millionen Menschen betroffen und 120 Millionen sind dem Risiko ausgesetzt, daran zu erkranken – vornehmlich in unterversorgten Tropenländern. Merck und die Universität von Buea wurden für diese Frühphasenforschung mit dem „Welcome Trust Pathfinder Award“ ausgezeichnet.

Diese Kooperation bekräftigt zudem die Verpflichtung von Merck gegenüber der London Declaration. Diese einzigartige Partnerschaft aus mehreren öffentlichen und privaten Interessensgruppen unterstützt das Erreichen der NTD-Ziele der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Eindämmung, Eliminierung oder Ausrottung von zehn NTDs, darunter auch Leishmaniose und Chagas-Krankheit. Beim Start der Partnerschaft 2012 verpflichtete sich Merck zu einer Verzehnfachung seiner Praziquantel-Spende, um die Wurmkrankheit Bilharziose bis zur Eliminierung zu bekämpfen. Im Zeitraum 2012 bis 2016 steigerte Merck die Anzahl der jährlich gespendeten Tabletten von 25 auf 200 Millionen. Mindestens 218 Millionen Menschen waren 2015 behandlungsbedürftig, 90 % von ihnen in Afrika.

Die Kooperation von Merck mit der UCSD ist ein strategischer Bestandteil der Initiative „Zugang zu Gesundheit“ („Access to Health“, A2H) des Unternehmens. Sie soll unterversorgten Bevölkerungsgruppen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen den nachhaltigen Zugang zu Gesundheitsleistungen hoher Qualität ermöglichen und ist auch als die „4As of Access“ bekannt: „Availability“ (Verfügbarkeit), „Affordability“ (Bezahlbarkeit), „Awareness“ (Bewusstsein) und „Accessibility“ (Erreichbarkeit). Das Teilen von geschütztem Know-how mit führenden akademischen Partnern dort, wo Merck über keine besondere Kompetenz, jedoch über relevante Wirkstoffe verfügt, ermöglicht die Beschleunigung der F&E für NTDs, damit wissenschaftliche Fortschritte gemacht und neue Generationen von Gesundheitslösungen, die den Bedarf der Ärmsten ins Visier nehmen, entdeckt werden.

 
Quelle: UD/cp

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