Alter im Cache 2017-09-26 20:04:04
Alter ohne Cache: 2017-09-26 20:04:04
Dienstag, 26.September 2017
Wie Start-ups und etablierte Unternehmen voneinander lernen zoom

22.04.2016

Wie Start-ups und etablierte Unternehmen voneinander lernen

Die Zusammenarbeit von Start-ups und bereits etablierten Unternehmen ist für beide Seiten von Vorteil und setzt sich deshalb immer mehr durch. Zum Beispiel in der Internet- und Kommunikationstechnologiebranche: Hier haben die Start-up-Inkubatoren von Deutsche Telekom (hub:raum), Orange (Orange Fab), Singtel (Singtel Innov8) und Telefónica (Telefónica Open Future) Ende Februar eine gemeinsame Initiative zur Förderung von Jungunternehmern ins Lebens gerufen. Ziel von "Go Ignite" ist es, junge Gründer über Geldmittel hinaus mit Know-how, Kontakten und Coaching zu unterstützen und zugleich von deren Innovationskraft zu profitieren. Die Bewerbungsfrist für Start-ups endet am 30. April.

"Start-ups sind nicht mehr aus Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft wegzudenken", sagt Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups e.V. Das wurde jetzt auch auf dem Forschungsgipfel in Berlin deutlich. Gerade in Zeiten der Digitalisierung müsse der Standort Deutschland für Start-ups attraktiver gestaltet werden, wenn die Bundesrepublik ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren wolle, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede am 12. April.

Was zeichnet Start-ups im Unterschied zum allgemeinen Gründungsgeschehen aus? Laut Deutschem Startup Monitor 2015 sind sie vor allem innovativer und schaffen mehr Jobs für sich und andere. Demnach schufen Start-ups im vergangenen Jahr nach knapp drei Jahren durchschnittlich 17,6 Arbeitsplätze (inkl. Gründer). Auch die Existenzgründer selbst sind laut Umfrage zum Großteil mit ihrer Situation zufrieden. Ein Drittel der Befragten plane sogar, seine Geschäftstätigkeiten weltweit auszudehnen.

Für Wachstum und Internationalisierung benötigen sie jedoch eine verlässliche Finanzierung und Unterstützung. Hier setzt die Ende 2015 gegründete Allianz zwischen dem Telekom-Inkubator hub:raum und den Ideenschmieden Orange Fab, Singtel Innov8 sowie Telefónica Open Future an. Mit ihrem Förderprogramm "Go Ignite", das Ende Februar im Rahmen der Start-up-Tagung "Four Years From Now" beim Mobile World Congress in Barcelona offiziell gestartet wurde, wollen sie bis zu fünf Start-ups gezielt dabei unterstützen, neue Geschäftschancen auszuloten, die Vermarktung ihrer Innovationen schneller voranzutreiben und sich außerhalb ihres heimischen Markts zu etablieren.

Anzeige

Partner auf Augenhöhe

Ein beidseitig gutes Geschäft: Den Jungunternehmern bietet sich über Geldmittel hinaus die Chance, Zugang zu den Geschäftsbereichen der Allianzmitglieder und deren gemeinsamem Kundenstamm mit über einer Milliarde Geschäfts- und Privatkunden auf fünf Kontinenten zu erhalten. Darüber hinaus erhalten sie wertvolle Informationen über unterschiedliche Märkte, können sich mit Partnerunternehmen und potenziellen Investoren vernetzen und profitieren von gemeinsamen Arbeitsräumen, Coaching und Betreuung, Einladungen zu Events sowie dem Zugang zu dem operativen Geschäft der Allianzmitglieder.

So profitiert bereits das Start-up-Unternehmen OptiWi-fi von Wayra-Telefónica Open Future von der Unterstützung durch die Allianz: "Die Zusammenarbeit zwischen Orange und Telefónica hat uns ein großes Stück vorangebracht. Inzwischen arbeiten wir an einem Pilotprojet für das Innovationsteam von Orange. Für OptiWi-fi ist das ein Riesenerfolg, und auch Orange und seine WLAN-Kunden werden langfristig von der Zusammenarbeit profitieren", sagt OptiWi-fi-Chef Mark Burke. Mit der WLAN-Technologie von OptiWi-fi können Telekommunikationsunternehmen ihre WLAN-Mobilfunkdienste verbessern.

Für Unternehmen wie die Deutsche Telekom wiederum ist das gemeinsame Feilen an neuen Produkten und Lösungen mit Start-ups unverzichtbar für den künftigen Erfolg und ein wichtiger Baustein der Unternehmensstrategie. So heißt es auf der Unternehmenswebsite: "Natürlich setzt das Unternehmen auch weiterhin auf eigene Ideen, ist aber außerdem offen für Innovationen von außen und setzt zunehmend auf Kooperationen. Ziel ist es, zusammen mit Partnern ein breiteres Angebot von Diensten und Produkten zu bieten. Dabei kann sowohl der große, global aufgestellte Konzern als auch das kleine Startup Partner auf Augenhöhe werden."

Mit dem Inkubator hub:raum finanziert die Deutsche Telekom bereits viele vielversprechende Start-ups in Berlin, Krakau und Tel Aviv, darunter auch Blinkist. Das Start-up hat eine App entwickelt, die den Nutzern Kernaussagen von Sachbüchern in kleinen Häppchen, sogenannten "blinks", zur Verfügung stellt. Auf diese Weise sollen sich Nutzer etwa beim Pendeln oder im Wartezimmer Wissen aneignen können.

Mit der "Go Ignite"-Allianz gehen die Unternehmen jetzt noch einen Schritt weiter in Richtung Internationalisierung und heben sich mit diesem neuen Ansatz zugleich von der wachsenden Konkurrenz von Inkubatoren ab. Zum ersten Mal sollen so die Start-up-Ökosysteme in Asien, Afrika, Europa, Lateinamerika und dem Nahen Osten auf einer gemeinsamen Plattform miteinander verbunden werden und die Start-ups in noch größerem Maße von den Ressourcen der Allianzmitglieder profitieren.

Jetzt bewerben

Die Bewerbungsfrist für die aktuelle Fördermaßnahme für Projekte in den Bereichen "Internet der Dinge", "Cyber-Sicherheit", "Big-Data-Analytik", "Content Delivery" und "Verbesserung des Nutzererlebnisses" endet am 30. April. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass alle Start-up-Beteiligten mindestens 18 Jahre alt sind, sich das Projekt in der Wachstumsphase befindet und das Produkt dort zur Marktreife geführt werden kann, wo die Allianzmitglieder tätig sind. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

 
Quelle: UmweltDialog

Related Posts

0 Kommentare

Ihr Beitrag

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Netiquette
Alter im Cache 2017-09-26 20:04:04
Alter ohne Cache: 2017-09-26 20:04:04