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18.04.2016

Schaeffler gewinnt den Deutschen Innovationspreis

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler ist für die Innovation und Entwicklung des aktiven elektromechanischen Wankstabilisators mit dem „Deutschen Innovationspreis 2016“ in der Kategorie „Großunternehmen“ ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand Anfang April in München statt.

Prof. Dr. Peter Pleus, Vorstand Automotive Schaeffler AG, sagt: „Schaeffler steht traditionell an der Spitze der innovativsten Unternehmen in Deutschland. Das belegen auch die jüngsten Zahlen mit über 2300 Patentanmeldungen 2015. Mit dem elektromechanischen Wankstabilisator konnten wir auch die hochkarätige Jury des Deutschen Innovationspreises von unserer Innovationskraft überzeugen. Das Produkt erweitert Schaefflers Angebot der elektromechanischen Aktuatoren, die für das Automobil signifikante Beiträge in puncto Leistungsfähigkeit und Effizienz leisten.“

Mit der Serienfertigung des aktiven elektromechanischen Wankstabilisators schlug Schaeffler ein neues Kapitel in der Fahrwerktechnik auf. Der elektromechanische Wankstabilisator setzt sich aus Getriebe, aus Lenkungsmotor mit Elektronik sowie aus integriertem Drehmomentsensor zusammen.
Mit der Serienfertigung des aktiven elektromechanischen Wankstabilisators schlug Schaeffler ein neues Kapitel in der Fahrwerktechnik auf. Der elektromechanische Wankstabilisator setzt sich aus Getriebe, aus Lenkungsmotor mit Elektronik sowie aus integriertem Drehmomentsensor zusammen.

Der elektromechanische Wankstabilisator

Mit der Serienfertigung des elektromechanischen Wankstabilisators hat Schaeffler ein neues Kapitel in der Fahrwerktechnik aufgeschlagen. Die Technologie passt das Fahrwerk blitzschnell an jede Fahrsituation an, absorbiert Fahrbahnunregelmäßigkeiten und minimiert so Wankbewegungen des Fahrzeugs. Das steigert den Komfort, die Sicherheit und die Dynamik. Die Innovation trägt dazu bei, Kraftstoffverbrauch und Emissionen gegenüber hydraulischen Systemen zu reduzieren sowie die Montage in Fertigungswerken der Automobilhersteller zu vereinfachen. Zum ersten Serieneinsatz kam der elektromechanische Wankstabilisator in einer Oberklasse-Limousine sowie in der leistungsstarken und dynamischen Luxus-SUV-Klasse. Bei letzteren sogar mit 48-Volt-Spannungslage.

Stabile Lage in jeder Fahrsituation: Der aktive Wankstabilisator adaptiert das Fahrwerk an jede Fahrsituation, absorbiert aufkommende Fahrbahnunregelmäßigkeiten und minimiert Wankbewegungen des Fahrzeugs.
Stabile Lage in jeder Fahrsituation: Der aktive Wankstabilisator adaptiert das Fahrwerk an jede Fahrsituation, absorbiert aufkommende Fahrbahnunregelmäßigkeiten und minimiert Wankbewegungen des Fahrzeugs.

Im Detail

Schaefflers elektromechanischer Wankstabilisator setzt sich aus einem Getriebe, Lenkungsmotor mit Elektronik sowie integriertem Drehmomentsensor zusammen. Der Lenkungsmotor mit hochübersetztem dreistufigem Planetengetriebe verdreht die beiden Stabilisatorhälften gegeneinander und erzeugt so ein Drehmoment, das stabilisierend auf die Karosserie einwirkt. Das Drehmoment wird mit Hilfe eines berührungslosen Momentsensors exakt erfasst und für eine schnelle und präzise Regelung des Aktuators verwendet. Zur Steigerung des Komforts verfügt die Schaeffler-Lösung darüber hinaus über ein innovatives Entkopplungselement aus einem hochfesten Elastomer. Eine schnelle Datenübertragungsgeschwindigkeit und moderne Software-Architektur ermöglichen zudem auch den Einsatz im Bereich des vernetzten Fahrens.

Im Gegensatz zu hydraulischen Systemen wird bei der elektromechanischen Wankstabilisierung der elektrische Strom nur bedarfsorientiert abgerufen („Power-on-Demand“). Ein Schlüssel hierzu ist der Elektromotor, der nur dann Leistung aufnimmt, wenn sich der Schwenkaktor verdreht und dabei ein Moment aufbaut. Um das Moment zu halten, müssen lediglich geringe elektrische Widerstandsverluste ausgeglichen werden. Für den Serienanlauf des neuen Systems hat Schaeffler an seinem Standort in Schweinfurt zwei neue hochmoderne Fertigungslinien aufgebaut. Damit setzt das Unternehmen bewusst auf den Innovationsstandort Deutschland. Die einzelnen Anlagen sind nach Industrie 4.0 Kriterien modular ausgelegt: Dadurch können weitere Serienanläufe und künftige, weiterentwickelte Generationen der Technologie problemlos integriert werden.

Der Deutsche Innovationspreis

Accenture, EnBW, Evonik und die WirtschaftsWoche haben sich 2010 zu der Initiative „Der Deutsche Innovationspreis“ zusammengeschlossen, um herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen, die mit ihrer Innovationskraft Geschäft und Märkte verändern, auszuzeichnen. Die Schirmherrschaft liegt beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Veranstalter des Deutschen Innovationspreises ist die Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB).

 
Quelle: UD/cp

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