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Evonik-Umsatz mittels ökobilanzieller Betrachtungen untersucht

01.08.2016

Evonik-Umsatz mittels ökobilanzieller Betrachtungen untersucht

Evonik Industries hat im Rahmen seiner strukturierten Nachhaltigkeitsanalyse der Geschäfte bereits rund 70 Prozent des Außenumsatzes seiner drei Chemiesegmente mittels ökobilanzieller Betrachtungen untersucht. Angestrebt wird eine Ausdehnung auf 80 Prozent. Thomas Wessel, im Evonik-Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit: „Mit diesen Untersuchungen tragen wir den zunehmenden Anforderungen unserer Kunden an die Nachhhaltigkeit unserer Produkte Rechnung. Zudem sind ökobilanzielle Betrachtungen auch Basis für operative Geschäfts- und Entscheidungsprozesse bei Evonik.“

Ökobilanzen erhöhen die Transparenz hinsichtlich der Umweltwirkungen von Produkten und Prozessen. Sie ermöglichen es, zusätzliche Chancen und Risikopotenziale zu identifizieren und dadurch bessere Entscheidungen im Sinne der Nachhaltigkeit zu treffen.

Über 100 Lebenszyklus-Bilanzen

Das aus Wissenschaftlern und Ingenieuren interdisziplinär zusammengesetzte Life-Cycle-Management-Team (LCM) von Evonik hat seit dem Jahr 2009 über 100 lebenszyklusbasierte Analysen für Produkte, Prozesse oder ganze Standorte erstellt. Produktbeispiele sind Aminosäuren für die Tierernährung sowie Straßenmarkierungen, die auf dem Reaktionsharz DEGAROUTE® basieren. Darüber hinaus bringen sich die LCM-Experten mit ihrer Erfahrung in die Weiterentwicklung der Methodik von lebenszyklusbasierten Analysen ein. Dies erfolgt sowohl national als auch international im Rahmen von Nachhaltigkeitsinstitutionen und –netzwerken wie dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD).

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Breites methodisches Spektrum

Die Vorgehensweise von Evonik bei ökobilanziellen Betrachtungen deckt ein breites methodisches Spektrum ab. Dazu zählen beispielsweise Ökobilanzen nach internationalem Standard (DIN ISO 14040ff), die die Umweltwirkungen der Produkte in ihren Anwendungen vom Rohstoff bis zur Entsorgung bilanzieren („cradle-to-grave“). Ein weiteres Anwendungsgebiet sind lebenszyklusbasierte Ansätze zur Ermittlung des CO2-Fußabdrucks der Produkte (Carbon Footprint). Darüber hinaus nutzt Evonik mit dem sogenannten „Cross-referencing“ bereits vorliegende Erkenntnisse aus Ökobilanzen zur Bewertung vergleichbarer Produkte oder Produktionsstandorte – beispielsweise durch Anpassung des länderspezifischen Energiemixes des gleichen Produkts an unterschiedlichen Produktionsstandorten.

Nachhaltigkeitsbewertung in der Forschung und Entwicklung

Die strategische Innovationseinheit Creavis von Evonik hat gemeinsam mit der LCM-Gruppe und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie bereits 2012 den Innovationsprozess „Idea-to-People-Planet-Profit (I2P3)“ entwickelt und so neben ökonomischen, gleichermaßen ökologische und gesellschaftliche Aspekte der Nachhaltigkeit in ihren Innovationprozess für neue Produkte und Verfahren integriert.

 
Quelle: UD/cp

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