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Freitag, 22.September 2017
Miele: Nachhaltiges Personalmanagement als Erfolgsfaktor zoom

17.05.2016

Miele: Nachhaltiges Personalmanagement als Erfolgsfaktor

Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und die Internationalisierung der Produktion machen das Thema nachhaltiges Personalmanagement für Unternehmen immer wichtiger. Das weiß man auch bei Miele: Für den Gütersloher Hausgerätehersteller gehört der respektvolle Umgang mit Mitarbeitern seit Generationen zur Unternehmenskultur und ist fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie. Bereits seit 2004 hat Miele den international anerkannten Sozialstandard SA8000 in sein Managementsystem aufgenommen und ist damit Vorreiter in der Elektronikindustrie.

Die Einhaltung grundlegender Menschenrechte, eine faire Vergütung, Weiterbildungsangebote, betriebliche Mitbestimmung sowie Maßnahmen zu Sicherheit und Gesundheitsvorsorge: Miele gründet seine Personalpolitik auf eindeutigen sozialen und ethischen Grundsätzen. Die freiwillige Zertifizierung gemäß dem Standard "Social Accountability 8000" (SA8000) bescheinigt dem Gütersloher Familienunternehmen, dass es diese hohen Ansprüche gegenüber seinen weltweit 17.741 Mitarbeitern (Stichtag 30. Juni 2015) einhält. Inzwischen erfüllen alle Werksstandorte die SA8000-Anforderungen oder bereiten die entsprechende Zertifizierung vor.

Über SA8000

Der SA8000-Standard wurde 1997 von der gemeinnützigen Organisation Social Accountability International (SAI) mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Arbeiter von Firmen, NGOs oder staatlichen Einrichtungen zu stärken und zu schützen. Das schließt laut Leitfaden alle Arbeiter ein, die von der Organisation selbst, deren Sub-Unternehmern und Unterlieferanten beschäftigt werden sowie die Heimarbeiter. SA8000 beruht auf der UN-Menschenrechtserklärung und berücksichtigt Übereinkommen der International Labour Organization (ILO), internationale Menschenrechte und Anforderungen aus nationalem Arbeitsrecht.

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Bei Miele werden die Kriterien und ihre Einhaltung im Rahmen von externen und internen Audits geprüft. Die Steuerung des Auditierungs- und Zertifizierungsverfahrens liegt in der Verantwortung des Zentralen Qualitätsmanagements in Gütersloh. Für die Umsetzung und Einhaltung der Vorgaben an den Miele-Standorten sind wiederum die Werk- und Abteilungsleiter zuständig. Die interne Auditierung wird von erfahrenen, entsprechend qualifizierten Miele-Auditoren im Rahmen einer Selbstüberwachung durchgeführt. So sollen Abweichungen frühzeitig identifiziert und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die externe Prüfung findet halbjährig statt. Eine Rezertifizierung aller Werke erfolgt alle drei Jahre, zuletzt 2014.

Anforderungen an die soziale Verantwortung: Kinder-, Pflicht- und Zwangsarbeit

Gemäß den Anforderungen von SA8000 werden die Grundsätze allen Mitarbeitern bei Eintritt in das Unternehmen kommuniziert. Sie gelten für jeden einzelnen Arbeitnehmer und als Maßstab für das tägliche Handeln. Dazu zählt zum Beispiel das Verbot von Zwangs-, Pflicht- oder Kinderarbeit. Als Kinderarbeit gilt jede Arbeit, die von Personen unter 15 Jahren durchgeführt wird, es sei denn, lokale Gesetze fordern ein höheres Alter für die Arbeit oder die Schulpflicht. Um Zwangs- oder Pflichtarbeit handelt es sich, wenn eine Arbeit oder eine Dienstleistung nicht freiwillig angeboten, sondern etwa unter Androhung von Strafe ausgeführt wird.

Gesundheitsschutz und Sicherheit

Miele hat sich dazu verpflichtet, Risiken für den Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu vermeiden und falls nötig zu beseitigen. Dies unterstreicht die Zertifizierung aller Standorte nach OHSAS 18001, eine Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Vergütung

Zum Selbstverständnis von Miele als sozial verantwortlicher Arbeitgeber zählt auch ein angemessener Lohn für alle Mitarbeiter, bei dessen Festlegung keine Unterscheidung nach Geschlecht gemacht wird und der sich an tarifvertraglichen und betrieblichen Vereinbarungen orientiert, sowie umfassende Sozialleistungen – etwa zur Förderung der privaten Altersvorsorge. In China beispielsweise ließ Miele vor einigen Jahren den Mindestlohn und die lokalen Lebenshaltungskosten prüfen und erhöhte das Gehalt den Lebenshaltungskosten entsprechend.

Betriebliche Mitbestimmung

Einen besonderen Stellenwert misst Miele auch der betrieblichen Mitbestimmung bei. Deshalb besteht seit Jahrzehnten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den betrieblichen Arbeitnehmervertretungen. In Deutschland etwa sind die Mitarbeiter durch die IG Metall vertreten, in Österreich wiederum durch die PROGE und in Tschechien durch die KOVO. Im Rahmen des Programms "Welcome@Miele" informiert das Unternehmen neue Mitarbeiter unmittelbar bei Arbeitsbeginn über ihre Rechte zur Mitbestimmung.

Betriebliches Vorschlagswesen und Beschwerdestelle

Wesentliches Merkmal der Miele-Unternehmenskultur ist außerdem die Einbindung der Meinungen und Ideen der Mitarbeiter im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden allein in den deutschen Werken beinah 2.100 Vorschläge zu Einsparungen und Verbesserungen von Produkten und Arbeitsabläufen eingereicht. Die meisten Vorschläge betrafen in den vergangenen Jahren die Bereiche Umwelt, Energie und Ressourcen sowie Produktion und Herstellung, aber auch die Organisation und Verwaltung. Zudem hat Miele an jedem Standort in Deutschland eine Beschwerdestelle gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eingerichtet, die jeweils von einem Mann und einer Frau betreut wird. Sie dient allen Mitarbeitern als Anlaufstelle – zum Beispiel im Falle des Verdachts auf Diskriminierung.

Diskriminierung

Miele hat sich zum Ziel gesetzt, überall im Unternehmen ein Bewusstsein für das Potenzial der Vielfalt zu schaffen und jeglicher Form der Diskriminierung – etwa aufgrund von Rasse, Staatsangehörigkeit, Religion, Behinderung, Geschlecht, sexueller Orientierung, politischer Ansichten, Alter oder Ähnlichem – zu verhindern. Das betrifft zum Beispiel die Einstellung und Vergütung, aber auch den Zugang zu Schulungen oder die Beförderung. Dazu sollen neben der Zertifizierung nach SA8000 auch die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt und die Etablierung eines integrierten Diversity Managements beitragen.

Ausgezeichnete Personalpolitik

Eine durch Befragungen nachgewiesene hohe Mitarbeiterzufriedenheit und eine traditionell sehr geringe Fluktuationsrate geben dem Personalmanagement von Miele Recht. Diese lag im Geschäftsjahr 2013/14 an den deutschen Standorten bei 0,89 Prozent. Für die starke Bindung und Identifikation der Mitarbeiter mit dem Familienunternehmen spricht auch die hohe Anzahl an Jubilaren: Allein im Geschäftsjahr 2013/14 gab es 639 Mitarbeiter, die ihr 25., 40. oder sogar 50. Jubiläum gefeiert haben. Eine weitere Bestätigung seines Personalmanagements erfährt Miele regelmäßig durch diverse Auszeichnungen: so zum Beispiel im Jahr 2014 durch die Universum Student Survey als Deutschlands beliebtester Arbeitgeber und von karriere.de als Fair Company 2014 sowie als einer von Deutschlands Top-Arbeitgebern beim trendence Graduate Barometer 2013 und Europe's 500 Top Employers beim trendence Graduate Barometer 2014.

Im Original ist der Beitrag im UmweltDialog-Magazin "CSR-Reporting - Pflicht oder Chance?" erschienen.

 
Quelle: UmweltDialog

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