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08.03.2016

Die Förderbanker

Bei Fragen nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Frauen in Vorstandsetagen, Chancen für sozial schwächere oder behinderte Menschen sowie die Integration älterer Arbeitnehmer suchen alle Unternehmen die richtigen Antworten. Die ING-DiBa begegnet dieser Herausforderung mit einem klaren Bekenntnis zu mehr Vielfalt unter ihren Mitarbeitern. Ihr Diversity Management, so der Fachbegriff, hat die Privatkundenbank dabei zu einem Teil der Unternehmensstrategie gemacht.

Daiva absolviert eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der ING-DiBa und ist Mutter von zwei kleinen Jungen. Dass die 25-Jährige beides vereinbaren kann, ermöglicht ihr das Programm „Chance durch Ausbildung“. Hierbei fördert die Bank Menschen, die sonst auf dem Arbeitsmarkt weniger Chancen haben. Der Deal: Mütter wie Daiva arbeiten nur 30 Stunden in der Woche in Teilzeit, erhalten aber das volle Ausbildungsgehalt. Das sichert für die Teilnehmer des Programms eine langfristige berufliche Perspektive und erhöht die Vielfalt im Unternehmen – ein Ziel, das die ING-DiBa fest in ihre Unternehmensstrategie verankert hat.

Damit geht die Bank den richtigen Weg: Eine Studie der Beratungsgesellschaft Roland Berger kam jetzt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen rund 21 Milliarden Euro durch Diversity-Maßnahmen einsparen. Der wirtschaftliche Erfolg kommt aber nicht über Nacht. Vorher müssen Unternehmen in ihre Mitarbeiter und Chancen im Unternehmen investieren. Das macht sich jedoch bezahlt, wie eine Studie des Washingtoner Peterson Instituts zeigt, nach der mehr Frauen in Führungspositionen beispielsweise auch mehr Gewinn bedeuten.

Ein klares Bekenntnis zu ihren Mitarbeitern gibt die ING-DiBa im Zukunftstarifvertrag von 2013, den die Bank zusammen mit der Gewerkschaft ver.di erarbeitet hat. In diesem sind u.a. die Bereiche Aus- und Weiterbildung, Kinderbetreuung, Gesundheitsförderung sowie das Diversity-Management verbindlich geregelt. Letzteres ist bei der größten Privatkundenbank Deutschlands Chefsache. Für die ING-DiBa unterzeichnete der Vorstandsvorsitzende Roland Boekhout die „Charta der Vielfalt“. Mit dem Beitritt in diese Unternehmensinitiative bekennen sich teilnehmende Unternehmen zu Vielfalt, Toleranz, Fairness und Wertschätzung in der Arbeitswelt. Ins Leben gerufen wurde die „Charta der Vielfalt“ von namhaften Unternehmen, u.a. der Deutschen Telekom, Daimler und der Deutschen Bank, und ist mit über 1.700 Teilnehmern eines der größten Netzwerke von Unternehmen und Institutionen in Deutschland.

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Impulse durch das Diversity Council

Neben der Verankerung im Zukunftstarifvertrag und dem Bekenntnis in der „Charta“ setzt die ING-DiBa ihre Vielfalts-Ziele im eigenen Haus mit dem Diversity Council durch. Das von Boekhout schon 2011 initiierte neunköpfige Gremium von Unternehmensspitze, Personalabteilung und den Diversity-Beauftragten diskutiert die Maßnahmen zur Vielfalt im Unternehmen und deren Umsetzung. Neben seiner beratenden Funktion sieht sich das Council durchaus als Impulsgeber und setzt drei Schwerpunkte in seiner Arbeit: Eine Steigerung des Frauenanteils in der mittleren und Führungsebene, das Arbeiten in Teams mit unterschiedlichem Alter sowie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Von dieser Schwerpunktsetzung profitieren Menschen wie die angehende Kauffrau Daiva. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gerade für Frauen wichtig, denn es ist immer noch häufig so, dass Frauen ihre Karrieren nach der Geburt zurückstellen. In der Vergangenheit habe man nicht alle Chancen genutzt, um mehr weibliche Führungskräfte bei der ING-DiBa zu entwickeln, stellte das Diversity Council 2014 fest. Das soll sich in Zukunft ändern. Damit Mitarbeiterinnen keinen Karriereknick befürchten müssen, wird ihnen der Wiedereintritt auf dieselbe Position garantiert, wenn sie innerhalb von zwölf Monaten an den Arbeitsplatz zurückkehren. Zudem bietet die Bank ein Jobsharing-Modell für eine Teamleiterposition im Immobilienmanagement an, die sich zwei Mitarbeiterinnen teilen können.

Chancen für ältere und sozial schwache Menschen

Dass sich langfristige Diversity-Programme auszahlen, zeigt „Ausbildung 50+“. Dieses richtet sich an Menschen über 50 Jahre, die sich beruflich umorientieren oder den Wiedereinstieg suchen. Eingeführt wurde das Programm bereits 2006. Bisher haben fast 60 Menschen eine zwölfmonatige Ausbildung zum Bankassistenten für den Bereich Kundendialog oder für den Bereich Immobilienmanagement absolviert. Fast alle wurden in eine Festanstellung übernommen.

Diversity geht bei der ING-DiBa über die Schwerpunktsetzung des Diversity Councils hinaus. So stehen alle Ausbildungswege Menschen mit Behinderungen offen. Dafür kooperiert die Bank mit dem Inklusionsprojekt InkA, um Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten für den Alltag zu entwickeln. Diese ermöglichten seit 2015 drei sehbehinderten Menschen eine Ausbildung. Jungen Erwachsenen aus einem sozial schwierigen Umfeld bietet die ING-DiBa mit ihrem Programm „Joblinge“ eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. In einem vierwöchigen Praktikum können die Jugendlichen ihre Motivation und Lernbereitschaft unter Beweis stellen. Während des Praktikums werden sie intensiv begleitet. Wenn die Jugendlichen im Praktikum überzeugen, und auch im darauf folgenden Bewerbungsverfahren, erhalten sie einen Ausbildungsplatz.

Sonderpreis für Diversity

Für ihr Diversity Management erhielt die ING-DiBa 2015 den Sonderpreis „Diversity“ des Arbeitgeberwettbewerbs „Great Place to Work“. Apropos „Great Place to Work“ – die ING-DiBa gehört auch 2015 zum neunten Mal in Folge zu einem der 100 besten Arbeitgeber in Deutschland. Das finden auch die Mitarbeiter: Über 80 Prozent meinen, sie haben einen sehr guten Arbeitsplatz.

 
Quelle: UmweltDialog

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