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04.02.2016

CR@Merck

Weltweit haben über eine Milliarde Menschen keine ausreichende und bezahlbare Gesundheitsversorgung. Diese ist jedoch eine Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Für das führende Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck hat die Verbesserung der Gesundheitsversorgung deshalb strategische Priorität. Das Engagement im Gesundheitsbereich ist neben den Themen Umwelt und Kultur ein Schwerpunkt der Corporate-Responsibility (CR)-Strategie. UmweltDialog stellt die einzelnen CR-Aktivitäten vor.

Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung & CEO von Merck vor dem neuen Merck Logo.
Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung & CEO von Merck vor dem neuen Merck Logo.

Klimaschutz, Ressourcenknappheit, ein fehlender Zugang zu Gesundheitsversorgung und alternde Bevölkerungen sind globale Herausforderungen, die gemeinsame Lösungen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft erfordern. Das weiß man auch bei Merck: "Wir begreifen uns als Partner für die Gestaltung einer guten Zukunft. Wir übernehmen Verantwortung. Wir leisten mit unseren Technologien und Produkten viele Beiträge zur Lösung globaler Fragen. Als Unternehmen sind wir auf nachhaltigen geschäftlichen Erfolg ausgerichtet, nicht auf kurzfristige Profitmaximierung", erläutert Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck. "Und wir wissen, dass Erfolg nur nachhaltig sein kann, wenn er verantwortungsvoll erreicht wird. Deshalb ist verantwortungsvolle Unternehmensführung der Kompass für unser tägliches Handeln und fester Teil unserer Unternehmensstrategie", so Kley weiter.

Die Corporate-Responsibility-Strategie von Merck baut auf der Unternehmensstrategie auf. Sie fokussiert auf die drei strategischen Handlungsfelder Gesundheit, Umwelt und Kultur. Schwerpunkte sind der Einsatz für einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung, die Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz der Produkte sowie die Förderung von kulturellen Projekten und Bildung.

Ein Kind nimmt Praziquantel-Tabletten ein.
Ein Kind nimmt Praziquantel-Tabletten ein.

Zugang zu Gesundheit verbessern

Mit der Initiative "Access to Health" etwa will Merck dazu beitragen, unterversorgten Bevölkerungsgruppen und Gemeinden in Ländern niedrigen und mittleren Einkommens den Zugang zu Gesundheit zu ermöglichen. Sie beruht auf den vier Säulen Availability (Verfügbarkeit), Affordability (Bezahlbarkeit), Awareness (Bewusstsein) und Accessibility (Erreichbarkeit). Ein Praxisbeispiel für diese Initiative ist das Merck-Praziquantel-Spendenprogramm. Damit unterstützt Merck die WHO seit 2007 dabei, Bilharziose in Afrika zu bekämpfen. Fast 250 Millionen Menschen leiden an der parasitären Tropenkrankheit. Bisher konnten über 74 Millionen Patienten, vor allem Schulkinder, behandelt werden. Parallel dazu forscht Merck an einer Formulierung von Praziquantel für Kleinkinder, für die das Medikament bislang nicht geeignet ist. Darüber hinaus unterstützt Merck ein Bildungsprogramm der WHO in afrikanischen Schulen. Ende 2014 hat Merck zudem die Global Schistosomiasis Alliance (GSA) ins Leben gerufen, mit der Merck gemeinsam mit weiteren Partnern eine bessere Koordination und effizientere Bekämpfung von Bilharziose anstrebt.

Bessere Gesundheitsversorgung in Indien

Das Suswastha-Projekt ist ein weiteres Beispiel für die Umsetzung der Access-to-Health-Strategie. Rund 900 Millionen der insgesamt 1,29 Milliarden Inder leben in ländlichen Gebieten. Ihr Zugang zu medizinischer Versorgung ist stark eingeschränkt. Die Gesundheitsversorgung des Landes konzentriert sich auf die Städte. Hier setzt das Suswastha-Projekt an: Unter anderem mit Aufklärungsaktionen in den Gemeinden, kostenlosen Gesundheitschecks und Weiterbildungsmaßnahmen für die lokalen Ärzte sowie durch die Unterstützung von NGOs sollen Zugangsbarrieren zur medizinischen Versorgung der Landbevölkerung abgebaut werden.

Kampf gegen Diabetes

Ein weiteres Feld, in dem sich Merck besonders engagiert, ist die Vermeidung von Diabetes. Immer mehr Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen leiden an der Krankheit, in Afrika sind es etwa 20 Millionen. Häufig haben die Patienten keinen Zugang zu Insulin, Spritzen und Blutzuckermessgeräten. Für Merck ist es daher ein zentrales Anliegen, "die Qualität der Gesundheitsversorgung für die Menschen auf dem gesamten Kontinent zu verbessern“, bekräftigte Kley Ende 2015 beim ersten „Merck Africa Luminary“-Kongress in Kenia. Bis zum Jahr 2016 sollen mehr als 300.000 Menschen aus ganz Afrika von kostenlosen Diabetes-Screenings und medizinischer Aufklärung profitieren.

Merck ist Technologie- und Marktführer bei Flüssigkristallen für LCDs – den Liquid Crystals Displays –, die noch über Jahre die dominierende Anzeigetechnik für Flachbildschirme bleiben werden.
Merck ist Technologie- und Marktführer bei Flüssigkristallen für LCDs – den Liquid Crystals Displays –, die noch über Jahre die dominierende Anzeigetechnik für Flachbildschirme bleiben werden.

Umweltengagement

Zu den Produkten und Technologien von Merck zählen neben verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamenten (Geschäftsbereich Healthcare) auch Instrumente und Laborlösungen für die Life-Science-Industrie sowie Spezialchemikalien oder Hightech-Materialien für die Elektronikindustrie (Geschäftsbereich Performance Materials). Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, die Nachhaltigkeitsbilanz seiner Produkte weiter zu verbessern. Außerdem will Merck seinen Kunden helfen, ihre selbst gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ein Beispiel ist die Entwicklung neuer Flüssigkristalltechnologien: der Einsatz der Flüssigkristalle in Displays von Smartphones und Tablets senkt deren Stromverbrauch. Die Flüssigkristall-Technologie PS-VA (Polymer-Stabilized Vertical Alignment) ermöglicht eine geringere Hintergrundbeleuchtung bei Displays und sorgt mit einem niedrigeren Energieverbrauch von bis zu 20 Prozent für eine Entlastung der Umwelt.

Ein weiterer Lösungsansatz, mit dem Merck seine Kunden dabei unterstützen will, die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu sparen, ist das von Mercks Life Science Geschäft entwickelte Programm „Design for Sustainability“ (DfS). Der Ansatz fand zum Beispiel bei der Gestaltung der neuen EZ-Fit™-Filtrationsleiste Anwendung, die in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie eingesetzt wird. Dank einfacherer Reinigung lassen sich die reinigungsbedingten Kohlenstoffemissionen beim Kunden laut Unternehmensangaben um 91 Prozent reduzieren.

Nicht nur die Produkte und Materialien selbst sollen umweltfreundlich sein, sondern auch deren Entwicklung, Herstellung, Lagerung und Transport. So hat sich Merck im Rahmen seines Klimaschutzprogramms zum Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 2006 zu reduzieren. Dass sich der Konzern auf einem guten Weg dorthin befindet, zeigt ein Blick auf 2014: Hier verursachte der Konzern 524.000 Tonnen an CO2-Emissionen, das bedeutet einen Rückgang um neun Prozent gegenüber 2006.

Merck steuert seine betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen über ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Zu den zentralen Umweltthemen gehören neben Klima und Energie auch Wasser, Abwasser und die Reduzierung von Abfällen sowie Anlagen- und Prozesssicherheit.

Junge Menschen für Naturwissenschaften begeistern

Im kulturellen Bereich fördert Merck vor allem Musik-, Literatur und Bildungsprojekte. Das Engagement reicht von der Philharmonie Merck, die junge Menschen für klassische Musik begeistern und junge Talente fördern möchte, über die Vergabe von weltweiten Literaturpreisen bis hin zu der seit über 30 Jahren bestehenden Partnerschaft mit Jugend forscht. Die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses gewinnt für Merck vor allem vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels an Bedeutung. Neben dem Wettbewerb unterstützt Merck deshalb auch Schulen in der Umgebung der Standorte Darmstadt und Gernsheim dabei, die Kinder und Jugendlichen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Darüber hinaus hat Merck gemeinsam mit der Technischen Universität Darmstadt das Merck-TU-Darmstadt-Juniorlabor ins Leben gerufen. Im Jahr 2014 nutzten etwa 3.500 Schüler die Möglichkeit, im Labor zu experimentieren.

Mit seiner Corporate-Responsibility-Strategie zielt Merck darauf, "die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dazu beizutragen, die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft nachhaltig zu sichern", heißt es im CR-Bericht 2014. In seinen CR-Berichten – und davor in Umweltberichten – informiert das Unternehmen seit 2003 alle zwei Jahre über sein Engagement. Dessen Steuerung sowie die Festlegung und Prüfung der Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung der CR-Strategie übernimmt das sogenannte CR-Komitee. Dieses setzt sich aus Vertretern der Geschäfte und relevanter Konzernfunktionen zusammen und wird seit Januar 2015 von Stefan Oschmann, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Geschäftsleitung und stellvertretendem CEO von Merck, geleitet.

 
Quelle: UmweltDialog

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