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Mittwoch, 22.November 2017
Dialog zur Förderung der dualen Berufsausbildung in Ungarn zoom
Während der Konferenz: Mihály Varga, Ungarns Wirtschaftsminister sowie Schirmherr der Veranstaltung, und Elizabeth Knab, Geschäftsführerin für Personalwesen der Audi Hungaria, im Austausch mit einem Auszubildenden der Audi Hungaria.

30.11.2015

Dialog zur Förderung der dualen Berufsausbildung in Ungarn

Welchen Mehrwert bietet das Konzept der dualen Berufsausbildung für das Land Ungarn? Welche Kooperationen sind für eine landesweite Umsetzung sinnvoll? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der ersten Berufsausbildungskonferenz, die kürzlich unter der Schirmherrschaft des ungarischen Wirtschaftsministers Mihály Varga im Audi Projekt- und Trainingscenter stattfand. Audi Hungaria hat den Stakeholder-Dialog zusammen mit der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer (DUIHK) am Unternehmensstandort in Györ organisiert. Rund 200 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Stiftungen und Berufsschulen konnten sich über die künftige Gestaltung der dortigen dualen Ausbildung austauschen.

„Die duale Berufsausbildung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Exportschlager des Audi-Konzerns entwickelt, den wir kontinuierlich weiterentwickeln“, sagt Thomas Sigi, Vorstand für Personal und Soziales der AUDI AG. Der Automobilhersteller hat das Konzept nicht nur in Ungarn, sondern mittlerweile auch in Belgien, China, Mexiko und Italien eingeführt: „Die Kombination aus schulischem Unterricht und Praxisphasen im Unternehmen garantiert weltweit hohe Ausbildungsqualität.“

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In Ungarn fördert Audi die duale Ausbildung seit 2001. Bis jetzt konnten auf diese Weise über 1.400 Auszubildende ihren Abschluss machen. Aktuell bildet das Unternehmen dort 250 Auszubildende in elf verschiedenen Metall- und Elektroberufen aus. Dazu steht ihnen auch das sogenannte Projekt- und Trainingscenter zur Verfügung, in dem Azubis und Mitarbeiter von 13 Trainern in den Bildungsbereichen Fahrzeug-, Karosserie-, Lack-, Mechatronik- und Fertigungsprozesstechnik geschult werden.

Im Rahmen der dualen Ausbildung kooperiert das Unternehmen mit verschiedenen Partnern wie etwa der Berufsschule und dem Schülerheim für Mechatronik und Maschinenbau Sándor Lukács, mit der Industriefachmittelschule und dem Allgemeinen Kulturzentrum Àbrahám Pattantyús sowie mit der Industriefachmittelschule, Berufsschule und dem Schülerheim Lajos Kossuth. Innerhalb der dualen Ausbildung in Ungarn werden die Azubis mehrsprachig ausgebildet. Außerdem ist ihr Abschluss sowohl in Deutschland als auch in Ungarn gültig.

Diskussion über Chancen für Ungarn

Die Teilnehmer der Konferenz nutzten die Gelegenheit, sich über die Erfahrungen von Audi Hungaria mit der dualen Ausbildung eingehend zu informieren. Anschließend diskutierten sie die aktuellen Rahmenbedingungen in Ungarn und erörterten Perspektiven und Lösungen für die Zukunft.

Rund 200 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Stiftungen und Berufsschulen diskutieren gemeinsam mit Audi Hungaria über die aktuellen und zukünftigen Rahmenbedingungen der dualen Berufsausbildung in Ungarn.
Rund 200 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Stiftungen und Berufsschulen diskutieren gemeinsam mit Audi Hungaria über die aktuellen und zukünftigen Rahmenbedingungen der dualen Berufsausbildung in Ungarn.

„Im harten internationalen Wettbewerb kann Ungarn nur bestehen, wenn der Anteil von Jugendlichen und Erwachsenen mit qualifizierter Berufsausbildung zunimmt. Gleichzeitig muss aber auch die Qualität der Ausbildung steigen“, erklärte Ildikó Jakabucz, Vizepräsidentin der DUIHK, während der Stakeholder-Konferenz. „Es geht ganz konkret um die zukünftigen Anforderungen der Wirtschaft. Dafür müssen die Bildungsinhalte aktualisiert werden.“

„Das Engagement spiegelt ein spezielles Merkmal der Berufsausbildung nach deutschem Modell wider. Deren Besonderheit und Erfolgsfaktor liegt darin, dass sie kein rein staatliches System ist“, sagte der deutsche Botschafter Dr. Heinz-Peter Behr. Sie basiere vielmehr auf der Zusammenarbeit von Wirtschaft, Handelskammern und Staat.

Wie geht es weiter?

In Deutschland hat die duale Berufsausbildung eine lange Tradition. Da Jugendliche in Deutschland seltener arbeitslos sind als in vielen anderen europäischen Staaten, stößt die zweigeteilte Ausbildung bestehend aus Lerneinheiten in der Berufsschule und Praxistagen im Betrieb auch in Ungarn auf immer breiteres Interesse. Daher forderte Jakabucz auf der Berufsausbildungskonferenz in Györ, „bei Schülern und Eltern Anreize für die Wahl Berufsausbildung zu schaffen, vor allem in den Berufen, in denen Fachkräfte fehlen.“ Audi Hungaria könne dafür vielen anderen Unternehmen als Vorbild dienen.

 
Quelle: UmweltDialog

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