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21.07.2015

Audi e-gas-Anlage stabilisiert Stromnetz

Die Audi e-gas-Anlage im niedersächsischen Werlte produziert CO2-neutralen Kraftstoff – und trägt darüber hinaus dazu bei, das öffentliche Stromnetz zu stabilisieren. Mit einer erfolgreichen Testsequenz hat sich die Anlage jetzt für die Teilnahme am so genannten Regelenergiemarkt qualifiziert.

Das Audi e-gas ist mit fossilem Erdgas nahezu identisch und wird über eine bereits vorhandene Infrastruktur, das deutsche Erdgasnetz, an die CNG-Tankstellen bundesweit verteilt.
Das Audi e-gas ist mit fossilem Erdgas nahezu identisch und wird über eine bereits vorhandene Infrastruktur, das deutsche Erdgasnetz, an die CNG-Tankstellen bundesweit verteilt.

Im deutschen Strom-Mix wächst der Anteil der erneuerbaren Energien rasant – im ersten Halbjahr 2015 erreichte er bereits 33 Prozent. Der regionale Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen führt allerdings zu immer größeren Lastschwankungen – wichtig sind deshalb flexibel abrufbare Abnehmer wie die Audi e-gas-Anlage, die Lastspitzen puffern und so die Netze stabilisieren.

Die Audi e-gas-Anlage in Werlte (Emsland) ist in der Lage, bereits auf geringe Frequenzwechsel im Stromnetz ausgleichend zu reagieren. Dies ergab eine Abnahme der Anlage unter Leitung des Netzbetreibers Tennet TSO GmbH. Dabei musste die Anlage innerhalb von fünf Minuten fast sechs Megawatt Leistung aus dem Netz ziehen und zudem vorgegebene Lastprofile abfahren. Mit bestandener Prüfung hat sich die Audi e-gas-Anlage für die Teilnahme am so genannten Regelenergiemarkt qualifiziert, den die Netzbetreiber organisieren. Dadurch kann die Anlage unter anderem höhere jährliche Laufzeiten erzielen, die dem Netz und der Menge an produziertem Audi e-gas zugutekommen.

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Audi erweitert Angebot an klimaneutralen Autos mit dem Audi A4 g-tron

Die Power-to-Gas-Anlage in Werlte, die synthetisches Methan (Audi e-gas) mithilfe von Windstrom aus Wasser und CO2 produziert, ist 2013 an den Start gegangen. Audi-Kunden können an CNG-Tankstellen mit der Audi e-gas-Karte bezahlen, und Audi speist dann in Werlte die entsprechenden Mengen e-gas in das deutsche Erdgasnetz ein. Derzeit ist der Audi A3 Sportback g-tron mit 81 kW (110 PS) Leistung bei den Händlern erhältlich. Im nächsten Jahr folgt der neue Audi A4 Avant g-tron mit 125 kW (170 PS). Beide Modelle fahren mit Audi e-gas nahezu klimaneutral: Das CO2, das sie im Betrieb emittieren, wird bei der Herstellung des Kraftstoffs gebunden.

Zusätzlich zur e-gas-Produktion in mehreren Anlagen engagiert sich die Marke mit den Vier Ringen auf breiter Front in der Entwicklung weiterer CO2‑neutraler Kraftstoffe, den Audi e‑fuels. Im Frühjahr 2015 hat eine Pilotanlage in Dresden, die vom Projektpartner sunfire GmbH betrieben wird, die Produktion des synthetischen Audi e-diesel aufgenommen. Gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Global Bioenergies S.A. erforscht Audi die synthetische Herstellung von Audi e‑benzin.

In einem weiteren Projekt arbeitet Audi mit dem US‑Unternehmen Joule Unlimited Technologies, Inc zusammen, das die synthetischen Kraftstoffe Audi e-diesel und Audi e‑ethanol mit Mikroorganismen produziert. Auch beim e-gas hat Audi zusammen mit einem Kooperationspartner eine neue Herstellungsmethode entwickelt, bei der die Methanisierung auf biologischem Weg verläuft.

 
Quelle: UD/cp

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