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Mittwoch, 22.November 2017
Neuer Handlungsrahmen für die Sicherheit zoom
Bei der neuen Methionin-Anlage in Singapur wird das Sicherheitsleitbild bereits umgesetzt.

06.11.2014

Neuer Handlungsrahmen für die Sicherheit

Sicherheit geht vor, Abweichungen sind nicht zu akzeptieren! So lautet die Kernaussage des neuen Sicherheitsleitbildes, das Evonik Anfang 2014 konzernweit verbindlich eingeführt hat. Unter dem Namen „Sicherheit bei Evonik“ zeigt es für Mitarbeiter aller Hierarchiestufen standortübergreifend Handlungsgrundsätze auf, die die Sicherheit der Angestellten und des Personals von Fremdfirmen gewährleisten und dem Schutz der Nachbarschaft und Umwelt dienen.

Mehr als 33.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit an den unterschiedlichen Standorten des Essener Spezialchemieunternehmens. Kürzlich wurde eine weitere Anlage in Singapur in Betrieb genommen. Diese stellt Methionin her, eine wichtige Aminosäure für Tierfutter. Alleine die Angestellten dieser Produktionsanlage kommen aus zehn verschiedenen Ländern. Bevor sie die Arbeit aufnahmen, durchliefen alle ein intensives Schulungsprogramm. Dadurch lernten sie das Unternehmen und die Anlage vor dem ersten Anfahren genau kennen – und wurden mit der Philosophie des Unternehmens in Sachen Arbeitssicherheit und für Sicherheitskultur vertraut gemacht.

In Singapur kommt bereits das neue Sicherheitsleitbild „Sicherheit bei Evonik“ zur Anwendung. Auf den Erkenntnissen aller Koordinatoren für Umweltschutz, Sicherheit, Gesundheitsschutz und Qualität basierend, flossen durch Mitarbeiterbefragungen und Workshops auch die Erfahrungen der Belegschaft in die Initiative mit ein. Diese wurde 2012 ins Leben gerufen: „Sicherheit hat im Unternehmen schon immer höchste Priorität“, sagt Dr. Rainer Kohlen, Leiter Arbeits- und Anlagensicherheit im Bereich Corporate Environment & Responsibility. „Dies zeigen auch die seit Jahren sehr niedrigen Unfallzahlen.“ Dementsprechend sei das Sicherheitssystem bei Evonik auch schon vor der Einführung der neuen Richtlinien gut gewesen.

Hier werden die Mitarbeiter in Singapur geschult.
Hier werden die Mitarbeiter in Singapur geschult.

Allerdings befolgten die meisten Standorte ihre eigenen Maßstäbe: „Diese guten lokalen Ansätze sind nun in unserem gemeinsamen Leitbild zusammengeflossen“, erläutert Kohlen. Dabei habe man nicht nur auf Technik und organisatorische Abläufe geschaut, sondern auch das Verhalten der Mitarbeiter miteinbezogen: „Denn letzten Endes entscheidet menschliches Verhalten darüber, wie eine Situation ausgeht“, ergänzt Lambert.

Sicherheitsleitlinien geben Orientierung

Das Sicherheitsleitbild umfasst vier Themenfelder. Dazu gehören im Bereich der betrieblichen Sicherheit die Arbeits- und Anlagensicherheit; im Bereich der Verkehrssicherheit die Sicherheit auf dem Weg und die Transportsicherheit. Neben dem Grundsatz „Sicherheit zuerst – bei der Arbeit und auf allen Wegen“ findet das Leitbild noch durch weitere Kernaussagen Ausdruck. So etwa durch den Anspruch, dass alle Vorgesetzten Sicherheit als festen Bestandteil ihres Führungsverhaltens täglich vorleben, oder dass die Anlagen des Unternehmens weder die dort arbeitenden Menschen noch Nachbarn und Umwelt gefährden dürfen: „Die einheitlichen Handlungsgrundsätze geben klare Anleitungen für die tägliche Arbeit und formulieren realistische Ziele. Jeder Mitarbeiter weiß, woran er ist und was von ihm erwartet wird“, informiert das Unternehmen. Die Regeln gelten nicht nur konzernweit für jeden Mitarbeiter, sondern dürfen außerdem von jedem Angestellten eingefordert werden. Als fortlaufender Prozess gedacht, sollen die Verhaltensregeln des Leitbilds kontinuierlich an betriebliche Bedürfnisse angepasst werden: „Jeder ist aufgerufen, seinen Beitrag zur weiteren Verbesserung unserer Sicherheitskultur zu leisten.“

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Kennzahlen definiert

Für die Sicherheit der chemischen Prozesse in den Anlagen von Evonik ist entscheidend, dass Gefahren erkannt werden, bevor sie zu Unfällen führen. Deswegen müssen die Anlagen des Unternehmens stetig überprüft werden. Im Rahmen der „Sicherheit bei Evonik“-Initiative wurde das Global Process Safety Competence Center gegründet. Dieses berät die Betriebe bei allen wesentlichen Sicherheitsanalysen der Produktionsprozesse. Außerdem sorgt es für eine einheitliche, hohe Qualität des Sicherheitsstandards und führt alle Sicherheitsexperten in einem Netzwerk zusammen: „Ereignisse, die Relevanz für die betriebliche Sicherheit haben, greifen wir auf und suchen gemeinsam nach Lösungen, die im gesamten Unternehmen umgesetzt werden können“, führt Evonik aus.

Um die Entwicklung innerhalb der Anlagen- und Arbeitssicherheit darstellen zu können, hat Evonik für diese Bereiche Kennzahlen mit Zielgrößen definiert. So wird etwa die Anlagensicherheit durch eine Zahl wiedergegeben, die die Ereignisse mit Stofffreisetzungen, Bränden oder Explosionen berücksichtigt. Auch geringe Schäden finden hier Beachtung. Sie errechnet sich aus der Anzahl der Vorkommnisse pro einer Million Arbeitsstunden der Angestellten in den unterschiedlichen Produktionseinrichtungen. Als Referenzjahr gilt 2008 mit einem Wert von 100 Punkten. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 50 Punkten und stieg damit im Vergleich zu 2012 (46 Punkte) leicht an: „Wir führen dies auf eine Verbesserung der Meldekultur und eine intensivere Wahrnehmung zurück“, so Evonik. „Unser Zielwert lag bei maximal 48 Punkten, den wir uns auch für 2014 wieder als Zielwert gesetzt haben.“

Die Zahl der Arbeitsunfälle bei Evonik liegt seit geraumer Zeit auf niedrigem Niveau. 2013 lag die Unfallhäufigkeit bei 0,9. Sie gibt die Zahl der Arbeitsunfälle eigener Mitarbeiter und von Fremdfirmenmitarbeitern, die unter der direkten Weisung von Evonik stehen, pro einer Million Arbeitsstunden an. „Wir streben an, dass der Wert in den nächsten Jahren unter 1,0 bleibt.“, so das Unternehmen weiter. Grundsätzlich gilt bei Evonik jedoch: Jeder Unfall ist einer zu viel.

 
Quelle: UmweltDialog

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