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Nachhaltige Wertschöpfung und gesunde Ernährung zoom

08.07.2014

Nachhaltige Wertschöpfung und gesunde Ernährung

Über welche Nachhaltigkeitspotenziale verfügt McDonald´s Deutschland in seinen Handlungsbereichen entlang der Wertschöpfungskette? Inwieweit kann das Unternehmen dazu beitragen, Ernährungsgewohnheiten nachhaltiger zu gestalten? Diese und andere Fragen hat das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in seiner Analyse über den Systemgastronom aus München untersucht. Der Schwerpunkt des Forschungsprojektes „Sustainable McDonald´s Deutschland“ richtete sich dabei auf mögliche Veränderungsprozesse im Unternehmen und ihre Wirkung hin zu nachhaltigerer Produktion und verantwortungsvollerem Konsum sowie auf die möglichen Effekte auf Umwelt und Gesellschaft.

Auf die Schnelle ein belegtes Brötchen auf die Hand und der Kaffee „to go“ zum Mitnehmen: Während sich früher die Menschen am Esstisch trafen, um gemeinsam zu Mittag oder zu Abend zu speisen, erfolgt die Nahrungsmittelaufnahme heute oft zeitsparend, parallel zu anderen Tätigkeiten. Durch verstärkte Mobilität und Flexibilisierung der Arbeit steigt dementsprechend der Bedarf an „Außer-Haus-Verpflegung“. Dem Wuppertal Institut Klima, Umwelt, Energie zufolge wurden im Jahr 2010 bundesweit alleine über neun Milliarden Mahlzeiten ausgegeben. Das entspräche einem Marktvolumen von knapp 58 Milliarden Euro. Take-Away-Lebensmittel verzeichneten dabei das stärkste Wachstum: „Die Zahlen legen nahe, dass in Außer-Haus-Verpflegung ein nachhaltiges Wirtschaften einen großen Einfluss auf Ressourcenschonung und Klimaschutz sowie Ernährungsstile in Deutschland haben könnte“, erklären das Wuppertal Institut und McDonald´s Deutschland auf ihren Homepages.

Forschen für mehr Nachhaltigkeit

Da McDonald´s in Deutschland der Marktführer im Bereich Systemgastronomie ist, hat das Unternehmen einen großen Einfluss darauf, wie nachhaltig sich die Menschen ernähren. Welche Potenziale das Unternehmen in Puncto Nachhaltigkeit hat, hat das Wuppertal Institut unter den Gesichtspunkten „Nachhaltige Unternehmensführung“ und „Nachhaltige Wertschöpfungsketten“ analysiert. Während der erste Bereich unter anderem das Nachhaltigkeitsmanagement beleuchtet, konzentriert sich der zweite Bereich auf die Optimierung der Lieferkette. Dabei wurden nicht nur mögliche Zukunftsszenarien und -strategien für das Unternehmen und die „Außer-Haus-Verpflegung“ entwickelt, sondern auch nach potenziellen Handlungsempfehlungen geforscht. Erste Ergebnisse des Projektes sind bereits in den Nachhaltigkeitsbericht 2012 des Unternehmens eingeflossen: „Wir übernehmen Verantwortung für die Optimierung unserer Prozesse und möchten einen Beitrag dazu leisten, unseren Fußabdruck in jeder Hinsicht so gering wie möglich zu halten“, erklärt McDonald´s Deutschland.

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Handlungsfeld Landwirtschaft

Als Großabnehmer für landwirtschaftlich erzeugte Produkte, bieten sich für McDonald´s Deutschland gerade im Agrarsektor Handlungsoptionen. Laut Angaben des Wuppertal Instituts hat der Produktionssektor Nahrungs- und Futtermittel, inklusive Getränke, mit 465 Millionen Tonnen pro Jahr nach der Baubranche den zweithöchsten Ressourcenverbrauch. Die Zukunftstrends, die den Ernährungssektor und damit McDonald´s in den kommenden Jahrzehnten beeinflussen werden, betreffen vor allem die Landwirtschaft. Dazu gehören etwa Entwicklungen wie der Klimawandel, Bodendegeneration oder Flächenkonkurrenzen. „Rund 14 Prozent der Treibhausgase stammen aus der Landwirtschaft, drei Viertel des Wasserverbrauchs gehen in die Landwirtschaft, Überdüngung schädigt Böden und Gewässer, intensive Bewirtschaftung reduziert die biologische Vielfalt“, erklärt darüber hinaus Dr. Gerd Leipold, ehemaliger Vorsitzender von Greenpeace International und Berater von McDonald´s Deutschland, im Nachhaltigkeitsbericht 2012 und fordert eine umweltfreundlichere Landwirtschaft: „Wir als Verbraucher, besonders aber Großabnehmer wie McDonald´s müssen dazu beitragen.“

Der Systemgastronom zum Beispiel bezog 75 Prozent aller Rohwaren, die für das Unternehmen 2012 verarbeitet wurden, aus der Bundesrepublik. „Um die Landwirtschaft in Deutschland zu stärken, setzen wir auf Standards, Wissenstransfer innerhalb und außerhalb des McDonald´s Systems sowie auf beispielgebende Projekte zur Förderung der Nachhaltigkeit in den lokalen Lieferketten“, informiert der Nachhaltigkeitsreport 2012. So hat das Unternehmen etwa zusammen mit dem Bayerischen Bauernverband, Vertretern der Fleisch- und Landwirtschaft, einem Qualitätssicherungs-Unternehmen und wissenschaftlichen Partnern das Projekt „BEST Beef“ für nachhaltige Rinderhaltung ins Leben gerufen. Dabei werden über Preiszuschläge bestimmte Praktiken belohnt, die sich zunächst auf Haltungssysteme wie Laufstall- oder Anbindehaltung mit Weidegang beziehen. Des Weiteren hat das Wuppertal Institut eine Analyse über ökologische und soziale Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Rindfleischproduktion erstellt. Diese Ergebnisse fließen in das Projekt „BEST Beef“ ein und sollen mittelfristig zu weiteren Maßnahmen führen.

Verantwortung für die Ernährung

Ernährungstechnisch genießen Hamburger nicht den besten Ruf. Sie sollen dick machen und zu viel Salz enthalten. „Das wachsende Bedürfnis, sich gesund zu ernähren, sollte sich auch in der Außer-Haus-Verpflegung widerspiegeln. Insbesondere bei zunehmender Anzahl von Außer-Haus-Mahlzeiten“, so der Zwischenbericht des Forschungsprojektes „Sustainable McDonald´s Deutschland“, der auszugsweise im Nachhaltigkeitsreport 2012 veröffentlicht ist. Demnach seien unter anderem Genuss, Gesundheit bzw. Wellness Konsumtrends, die für den Verbraucher und damit für McDonald´s relevant seien. Die Münchener habe darauf reagiert und 2012 die Rezepturen bezüglich des Salzgehalts für den Cheeseburger, den Big Mac und den Filet-o-Fish überarbeitet: „Durch die 2012 durchgeführte Salzoptimierung bei unseren Kernprodukten sparen wir zukünftig rund 33 Tonnen Salz pro Jahr ein“, informiert der Nachhaltigkeitsbericht 2012. Darüber hinaus haben die Kunden die Möglichkeit, sich auf unterschiedlichen Wegen über die Nährwerte und Allergene in den Produkten zu informieren. Diese sind nicht nur auf den Standardverpackungen angegeben, sondern liegen auch in den Restaurants als Gästebroschüren aus. Auch gibt die Homepage von McDonald´s Deutschland Auskunft über Nährwertangaben. Eine detaillierte Auflistung aller Inhalts- und Zusatzstoffe ist auf Nachfrage beim Kundenservice erhältlich.

 
Quelle: UmweltDialog

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