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Freitag, 22.September 2017

10.10.2013

E-Plus startet klimafreundlichen, energieautarken Mobilfunk

E-Plus setzt verstärkt auf umweltfreundliche Energieerzeugung mit Windkraft, Sonnenenergie und Brennstoffzelle. Der Standort im in ostwestfälischen Büren-Barkhausen arbeitet daher ab sofort CO2-neutral.

Burkhard Schwuchow aus Büren im Gespräch mit den beteiligten Unternehmen. Fotos (2): E-Plus Gruppe
Burkhard Schwuchow aus Büren im Gespräch mit den beteiligten Unternehmen. Fotos (2): E-Plus Gruppe

Aktuell informierte sich Burkhard Schwuchow, Bürgermeister der Stadt Büren, über den Einsatz umweltfreundlicher Technologien zur alternativen Energiegewinnung im Mobilfunk. Dazu besichtigte er die im Ortsteil Barkhausen neu errichtete, energieautarke Mobilfunkanlage der E-Plus Gruppe. Für den unterbrechungsfreien Betrieb der Anlage sorgt die Zusammenschaltung dreier unabhängiger Energiequellen: Windkraft, Sonnenenergie und Brennstoffzelle sowie eine Akkupufferung stellen einen störungsfreien, ganzjährigen Betrieb der Mobilfunkanlage sicher. Die intelligente Zusammenschaltung unterschiedlicher, regenerativer Quellen kommt bundesweit bisher an zwei Standorten zum Einsatz. Den ersten Standort konnte die E-Plus Gruppe im Jahre 2011 im ostwestfälischen Versmold in Betrieb nehmen. Aufgrund seiner innovativen und zukunftsträchtigen Art der Energiegewinnung wird dieser Standort als Forschungsprojekt vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Weitere Standorte an topographisch und geografisch unterschiedlichen Orten sind in Planung.

Mit Dr. Karsten Menzel, Abteilungsleiter Umwelt bei der E-Plus Gruppe, und Experten der am Bau beteiligten Unternehmen sprach Schwuchow über den laufenden Ausbau der Mobilfunknetze und die Bedeutung der Infrastrukturleistung für die Bürener Bevölkerung und Wirtschaft. Von Interesse für die gesamte ostwestfälische Region sei dabei insbesondere der Zugang zum schnellen mobilen Internet, so Schwuchow in seiner Begrüßung. Mit weiteren energieautark betriebenen Standorten könne ein außerordentlicher Beitrag zur Vorhaltung einer krisensicheren und leistungsstarken Mobilfunk-Infrastruktur erbracht werden, lobte Schwuchow das Projekt.

Der neue Sendemast versorgt sich selbst, ausschließlich mit Energie aus Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzellen.
Der neue Sendemast versorgt sich selbst, ausschließlich mit Energie aus Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzellen.

Innovative Technik für aktiven Klimaschutz

Der neue Sendemast arbeitet ohne Anschluss an das Versorgungsnetz eines Energieunternehmens. Er versorgt sich selbst, ausschließlich mit Energie aus Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzellen. Dabei ist die Photovoltaik nicht rein statisch montiert, wie auf einem Hausdach, sondern die Zellen folgen mit Hilfe eines Solar Tracking Systems automatisch dem Sonnenverlauf. Die Windenergie wird durch eine sechs Meter hohe, vertikale Windturbine auf der Spitze des 40 Meter hohen Antennenmastes gewonnen. Durch innovative und mechanische Anpassungen fügt sich die Turbine besser an den Antennenträger und wirkt dadurch deutlich unauffälliger als übliche Windkraftanlagen. Damit trägt die E-Plus Gruppe der Sorge vieler Kommunen Rechnung, die Veränderungen des Landschaftsbildes bei herkömmlichen Windturbinen befürchten. Für den Fall einer Unterversorgung durch Wind und Sonne kommt eine Wasserstoff-Brennstoffzelle zum Einsatz, bestehend aus zwei Blöcken mit Einzelleistungen von je 2,5 Kilowatt. Herzstück der innovativen Stromversorgung ist der Energiecontroller, der die drei Energielieferanten steuert und eine komplette Fernwartung des Standortes ermöglicht. Als zusätzliche Stütze für die Energieversorgung dienen Akkus, die das System mit überschüssiger Energie aus den drei unabhängigen Quellen auflädt.

Das Düsseldorfer Mobilfunkunternehmen engagiert sich seit Jahren für eine regenerative und unabhängige Energiegewinnung im Mobilfunk. So betreibt die E-Plus Gruppe als erster Netzanbieter in Deutschland seit 2012 auch ein Biogaskraftwerk für das Rechenzentrum am Standort Düsseldorf. Alle Umweltmaßnahmen dienen in erster Linie dem Klimaschutz.

 
Quelle: UD / cp

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