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Freitag, 22.September 2017

15.11.2011

Klimaziele der Deutschen Telekom

Mehr Energieeffizienz, grüner Strom und Digitalisierung - das sind Schlagworte, die die Klimastrategie der Deutschen Telekom umschreiben. Mit ihr will der Bonner Konzern CO2-Emissionen im Unternehmen und der Gesellschaft senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dass dies auch im Interesse des Unternehmens ist, betont René Obermann im aktuellen Nachhaltigkeitsreport: „Schon jetzt tragen unsere Produkte in vielen Bereichen, wie Gebäudewirtschaft, Logistik oder Industrieautomation, zu Energieeinsparung und Energieeffizienz bei.“ Damit seien IKT-Lösungen im Bereich Energie ein „wichtiges Wachstumsfeld“.

Foto: Deutsche Telekom
Foto: Deutsche Telekom

Der Klimawandel ist eines der beherrschenden Themen der nächsten Jahrzehnte. Der Kampf gegen den ungebremsten Anstieg der Temperatur, Wasserverknappung und Naturkatastrophen ist dabei nicht nur Aufgabe von Regierungen und supranationalen Organisationen, sondern auch eine Herausforderung für weltweit tätige Wirtschaftsunternehmen. Gerade Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) verzeichneten in der Vergangenheit stetig wachsende CO2-Emissionen. Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge lag der Energieverbrauch der Branche 2007 in Deutschland bereits bei über zehn Prozent des Gesamtbedarfs - Tendenz rasant steigend. Bei der Telekom heißt es hierzu: „Die CO2-Emissionen steigen weltweit unvermindert an. Daraus erwächst für die gesamte IKT-Branche eine große Verantwortung. Dieser Verantwortung müssen wir uns alle bewusst werden.“

Effizienz als ganzheitlicher Ansatz

Für die Telekom in Deutschland ging es zuerst einmal um die Entwicklung einer alle Geschäftsprozesse umfassenden Strategie. Bereits 1995 verpflichtete sich der Konzern daher in seinen Unternehmenszielen dem Klimaschutz und setzte verbindliche Ziele für eine CO2-Reduktion. In regelmäßigen Abständen werden diese seitdem überprüft und bei Bedarf angepasst. Dass die im Jahr 2005 beschlossenen Reduktionsziele von 20 Prozent bis 2020 bereits jetzt erreicht wurden, führte 2010 zu einer erneuten Anhebung der festgeschriebenen Sätze auf jetzt 40 Prozent bis 2020.

Dass der Konzern mit seinen Zielen oftmals über die von Deutschland oder der Europäischen Union vorgesehenen Maßgaben hinausgeht, begründet er im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht mit den wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen: „Um tragfähige Lösungsansätze für den Klimaschutz zu entwickeln, ist eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft von entscheidender Bedeutung.“ Wichtige Impulse soll dabei die Internationalisierung der Klimaschutzstrategie bringen. So werden für die Tochtergesellschaften im Ausland auf Basis der konzernweiten Vorgaben individuelle Reduktionsziele ausgearbeitet.

Green-Car-Policy und effizientes Gebäudemanagement

Gute Erfahrung hat der Kommunikationsanbieter in Deutschland mit seiner Green-Car-Policy gemacht. Diese sieht vor, dass die Neuwagen der Firmenflotte 2015 einen CO2-Austoß von 110 Gramm pro gefahrenem Kilometer nicht überschreiten dürfen. Bei momentan rund 32.000 allein in Deutschland zugelassenen PKW und Servicefahrzeugen ergeben sich so enorme Einsparpotenziale. Auch hier zeigt sich, dass es dem Unternehmen mit seinen Vorreiterambitionen ernst ist, hat doch die Europäische Union lediglich einen Maximalwert von 120 g/km vorgeschrieben.

Ein weiterer wichtiger Hebel bei der CO2-Reduktion ist das Gebäudemanagement: Hier geht es  in erster Linie um Energieeffizienz, aber auch um den Einsatz erneuerbarer Energien und europaweite Auswertungen zur Energieeffizienz. Bereits 2008 startete die Telekom das Projekt „Innovative Energie Anlagen“. Teil der Initiative ist der Betrieb einer eigenen Photovoltaikanalage und die regelmäßige Überprüfung des Gebäudebestandes auf seine Eignung für erneuerbare Energien. 2010 investierte der Konzern dann in die Ausstattung von Tiefgeragen mit LED-Leuchten. Dadurch können pro Jahr 380.000 Kilowattstunden Strom und damit 155 Tonnen CO2 eingespart werden.

Dass diese Anstrengungen keinen kosmetischen Charakter haben, unterstreicht die Telekom in einem Fachbeitrag: „Wir wollen nicht nur unser grünes Gewissen beruhigen. Durch den Einsatz „grüner“ Innovationen kann eine nachhaltige Reduzierung der operativen Ausgaben (OPEX) die Folge sein. Die Fähigkeit, durch eine konsequente OPEX-Reduktion Klimaschutz und unternehmerischen Erfolg nicht nur zu vereinbaren, sondern miteinander zu verbinden, unterstreicht die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.“

Lösungen anbieten

Auch Produkte und Dienstleistungen für Kunden sind Teil der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Gesamtstrategie. Die Umstellung des momentan noch analogen Telefonnetzes auf die Internet-Protokoll-Technologie bietet in Deutschland mittelfristig enorme Einsparpotenziale. Mit innovativen Produkten möchte der Kommunikationsanbieter seinen Kunden darüber hinaus immer neue Mittel und Wege aufzeigen, um privat und gewerblich CO2 einzusparen. Dr. Ignacio Campino, Vorstandsbeauftragter für Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei der Deutschen Telekom, beschreibt seine Motivation, das Thema Klimaschutz auch über die Unternehmensgrenzen hinaus zu fördern, so: „Als Telekommunikationsunternehmen haben wir die Möglichkeit, Lösungen anzubieten, mit denen CO2-Emissionen reduziert werden. Diese können dazu beitragen, dass die Risiken des Klimawandels für viele Millionen Menschen in Zukunft kleiner werden.“

An dieser Stelle nehmen die so genannten „SMART-Technologien“ einen immer größeren Stellenwert ein. Dazu gehören unter anderem die effiziente Nutzung von Energie im Haushalt, bei der Mobilität und auch am Arbeitsplatz. Gerade die Vernetzung und intelligente Steuerung von Geräten  innerhalb eines Gebäudes sowie die Flexibilisierung des Stromnetzes und der Einsatz intelligenter Stromzähler (Smart Metering) bietet in Zukunft gute Chancen, den Energieverbrauch der Gesellschaft dauerhaft zu senken. Als eine Folge ihrer Anstrengungen wurde die Deutsche Telekom als eines von neun deutschen Unternehmen in den Carbon Performance Leadership Index aufgenommen, der im Jahr 2010 vom Carbon Disclosure Project (CDP) veröffentlicht wurde. Der Index würdigt Unternehmen, die sich in besonderem Maße dem Klimaschutz verpflichtet haben.

 
Quelle: UD

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