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17.11.2010

Internationale Umfrage zum Wassermanagement bei Unternehmen

Das Carbon Disclosure Project (CDP) hat seinen ersten „Water Disclosure“-Report in London vorgestellt und weltweit veröffentlicht. Der Bericht umfasst Daten und Fakten darüber, wie sich die immer knapper werdenden Wasserressourcen auf Großunternehmen auswirken. Eines der wichtigen Ergebnisse der Untersuchung lautet: Unternehmen messen dem Thema Wasser schon heute einen hohen Stellenwert innerhalb ihrer Geschäftsstrategie bei. Für gut zwei Drittel (67%) von ihnen ist der Wasserverbrauch bereits Chef-Sache. Nahezu alle befragten Unternehmen sind sich über ihre spezifischen Wasserrisiken bewusst und jedes zweite sieht sich schon heute bzw. innerhalb der nächsten fünf Jahre von solchen bedroht.

Foto: flickr.com, Helico
Foto: flickr.com, Helico
Gleichwohl erkennen 62 Prozent der Konzerne auch Geschäftschancen in den zunehmenden Wasserproblemen, etwa im Wassermanagement, dem Infrastrukturausbau oder im Verkauf von Produkten und Dienstleistungen wie beispielsweise in der Wasseraufbereitung. „CDP Water Disclosure“ ist eine neue Initiative des CDP, einer führenden internationalen Organisationen im Kampf gegen den Klimawandel, die seit einem Jahrzehnt regelmäßig die international einheitliche Klimadatenerhebung mit Unternehmen durchführt.

Insgesamt haben sich 150 der 302 befragten Unternehmen an der Umfrage beteiligt - eine für die erste Durchführung erstaunlich hohe Quote von 50 Prozent. Aus Deutschland haben sich mit BASF, Bayer, Beiersdorf, BMW, Daimler, Linde, Metro, RWE, Siemens und ThyssenKrupp zehn der zwölf befragten Unternehmen beteiligt, entsprechend 83 Prozent. Allein E.ON und VW konnten sich dazu nicht entschließen. Weitere 25 internationale Konzerne haben sich auf eigene Initiative an der Umfrage beteiligt und damit ihr Interesse an einer strukturierten Analyse der eigenen Wasserstrategie demonstriert. „Die breite Teilnahme und das teils schon tief verankerte Verständnis für die Abhängigkeit des eigenen Geschäftsmodells vom Zugang zu Wasser hat uns überrascht“, sagt Caspar von Blomberg, Europa-Chef des CDP. „Und viele Unternehmen, die dieses Jahr noch nicht teilgenommen haben, signalisierten, dass sie die strukturierte Befragung dazu nutzen werden, interne Kompetenzen aufzubauen, damit sie im nächsten Jahr qualifiziert antworten können.“  

Die Unternehmensberatung Environmental Resource Management (ERM) verfasste den Report Bericht und analysierte die Antworten der teilnehmenden Unternehmen. Von den 150 antwortenden Unternehmen haben 122 (81%) ihre Angaben auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ausgeprägtes Risikobewusstsein

Nahezu alle der antwortenden Unternehmen (96 Prozent) geben an, dass sie innerhalb ihrer Geschäftsprozesse Risiken im Umgang mit Wasser erkannt haben. 39 Prozent erfahren bereits nachhaltige Einbußen innerhalb ihrer Geschäftsprozesse und berichten über Produktionsausfälle aufgrund von Überflutungen oder Dürren, kostspielige Wasseraufbereitungsmaßnahmen, steigende Wasserbezugskosten sowie von Bußgeldern und Gerichtsverfahren aufgrund von Giftstoffunfällen. Somit erstaunt es wenig, dass ein Großteil der Unternehmen (89%) konzernpolitische Pläne und Strategien für eine effizientere Wasserwirtschaft entwickelt haben. 60 Prozent der Unternehmen haben bereits spezifische Ziele zur Reduktion ihres Wasserverbrauchs - sei es in absoluten Zahlen oder bezogen auf den Wassereinsatz pro hergestelltes Produkt.

137 institutionelle Investoren mit Vermögenswerten von über 16 Billionen US-Dollar unterstützen die Initiative. Darunter sind auch 17 deutsche Kapitalanlagegesellschaften, darunter auch die Allianz, Deutsche Bank, DEKA und die Union Investment. Sie versprechen sich von der Datenerhebung mehr Transparenz und Vergleichbarkeit, um Investmentrisiken zu verringern. Ferner geht es ihnen auch um Entwicklungschancen von Unternehmen und Branchen unter den Bedingungen abnehmender Trinkwasser-Ressourcen und sich verändernden klimatischen Bedingungen. Die neue „Wasser-Datenbank" des CDP gibt Investoren Einblick in die Strategien der großen Konzerne, damit sie im Interesse eines nachhaltigeren Umgangs mit der knappen Ressource Wasser auf ihre Portfolio-Unternehmen einwirken können. Auch der WWF begrüßt das Interesse der Investoren und der Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Er erhofft sich durch die Aufmerksamkeit auf das Thema Wasser einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Ressource.
 
Quelle: UD / pm

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