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18.02.2010

Otto Group engagiert in Business & Biodiversity Initiative

Der Schutz der Biodiversität muss in das Umweltmanagement integriert sein - das ist Voraussetzung zur Mitgliedschaft in der Business & Biodiversity Initiative des Bundesumweltministeriums. Die Otto Group ist eines der Mitglieder und will „andere Unternehmen zum Mitmachen animieren“, erklärt Andreas Streubig, Bereichsleiter Umwelt- und Gesellschaftspolitik bei Otto. Auch bei den Mitarbeitern des Konzerns soll ein Bewusstsein für den Schutz der biologischen Vielfalt geschaffen werden. Um ihnen das Thema näherzubringen, gastierte kürzlich die Wanderausstellung der Initiative in der Hamburger Zentrale.

Wanderausstellung der Business & Biodiversity-Initiative in der Hamburger Zentrale, Fotos (2): Otto Group
Wanderausstellung der Business & Biodiversity-Initiative in der Hamburger Zentrale, Fotos (2): Otto Group
„Für die meisten Mitarbeiter stellte der Session Desk das Highlight der Ausstellung dar. Auf dessen interaktiver Bildschirmoberfläche können die Lebensräume der Erde spielerisch entdeckt werden“, berichtet Alexander Bartelt, Projektleiter im Bereich Umwelt- und Gesellschaftspolitik bei der Otto Group. Zusätzlich vermitteln 16 Informationstafeln das Thema Biodiversität über Bilder und Texte: Anschaulich bringen sie die Bereiche Wirtschaft, Mensch und Biodiversität in einen Kontext, unter anderem am Beispiel der Meere: Diese liefern wichtige Rohstoffe, versorgen über eine Milliarde Menschen mit Nahrung und bieten über 200 Millionenen Menschen eine Einkommensquelle durch den Fischfang. Darüber hinaus vermitteln die Meere uns mit ihren Lebewesen Ideen und Wissen zur Forschung und Produktentwicklung. Zum Beispiel war die Form der Delfinschnauze Vorbild für die Entwicklung stromlinienförmiger Schiffe, die zehn Prozent weniger Energie benötigten. Aber auch die Medizin schöpft aus dem Ideenreichtum der Natur: So wird aus dem Gift der Seeschnecke ein Schmerzmittel gewonnen, dass 1000-Mal stärker ist als Morphium, aber nicht abhängig macht.

„Die Wanderausstellung veranschaulicht sehr eindrucksvoll die Bedeutung der biologischen Vielfalt. Es wird deutlich, dass wir als Unternehmen von biologischer Vielfalt abhängig sind, aber auch, wie die Wirtschaft zum Erhalt des Artenreichtums beitragen kann“, erklärt Bartelt. Mit der Mitgliedschaft in der Business and Biodiversity (B&B) Initiative verpflichtet sich die Otto Group im Speziellen, in der gesamten Lieferkette die Lebensräume von Tieren und Pflanzen stärker zu schützen. „Unser Wirtschaften als Handelsunternehmen hat auch Einfluss auf die biologische Vielfalt“, so Streubig. Im Rahmen der Business and Biodiversity Initiative will der Konzern diesen Einfluss nutzen.

Biodiversität im Fokus

Sinn der B&B Initiative ist es vor allem, den Privatsektor stärker in die Zielerreichung des „Übereinkommen über die biologischen Vielfalt“ (Convention on Biological Diversity - CBD) zu integrieren. Diese Konvention wurde 1992 beschlossen und zählt inzwischen 193 Mitgliedsstaaten. Es ist das weltweit umfassendste Abkommen zum Schutz der Natur und zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlage des Menschen. Ziele der CBD sind der Erhalt der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile, aber auch die gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung ihrer Ressourcen ergebenden Vorteile. Dazu verhandeln die Vertragsstaaten bis zur zehnten CBD-Konferenz im Oktober dieses Jahres in Japan einen entsprechenden Rechtsrahmen. Hintergrund dafür ist, dass die meisten biologischen und genetischen Ressourcen aus Entwicklungsländern stammen und überwiegend in Industriestaaten genutzt werden - die Ursprungsländer aber nicht an dem Gewinn beteiligt werden. Die gerechte Aufteilung der Gewinne würde einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung  bedeuten, erklärte das Bundesministerium für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung.

Im Zusammenhang mit dieser Konferenz hatten die Vereinten Nationen das Jahr 2010 zum internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Die teilnehmenden Unternehmen der Initiative sind daher auch aufgerufen, während der Vertragsstaatenkonferenz die Ziele der CBD zu unterstützen. Die Unternehmen sind gefragt, das Thema biologische Vielfalt stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, zum Beispiel durch die Veröffentlichung ihrer „best practice“ Beispiele. Eine entsprechende Plattform bietet dazu die Homepage der Initiative. Sie liefert außerdem umfassende Informationen zur Integration des Schutzes der Biodiversität in das Umweltmanagement. Dazu finden sich beispielsweise in der Kategorie „B&B Wissen“ verschiedenste Broschüren, Managementleitfäden, Online Portale, Datenbanken oder Studien. Zudem steht im Mitgliederbereich der Website für die Unternehmen aktuelles Informations- und Arbeitsmaterial bereit.

Otto Group macht Biodiversität zum Topthema

Auch die Otto Group setzt sich aktiv für die Ziele der Initiative ein: Derzeit arbeitet die B&B Initiative an einem Ratgeber-Handbuch für Unternehmen zur Berücksichtigung von Biodiversität in ihren Geschäftstätigkeiten. Als ein Gemeinschaftsprojekt der Initiative und den teilnehmenden Unternehmen liefert die Otto Group aus der eigenen Erfahrung wichtige Beiträge für dieses Handbuch. Hohe Priorität hat das Thema Schutz und Erhalt der Biodiversität auch in der Michael Otto Stiftung erlangt: So fördert sie beispielsweise Umweltprojekte durch die Finanzierung von Naturschutzvorhaben zum nachhaltigen Schutz von Gewässern und Feuchtgebieten. Um ein Bewusstsein für umweltgerechtes Handeln zu schaffen, setzt die Stiftung auf die Einrichtung von Stiftungsprofessuren, die Unterstützung von Forschungs- und Bildungszentren sowie ihr eigenes Bildungsangebot. Auch auf den Internetseiten der Stiftung, sowie in der von der Stiftung veranstalteten Dialogreihe „Hamburger Gespräche für Naturschutz“, ist die Biodiversität inzwischen Topthema. Darüber hinaus erarbeitet die Michael Otto Stiftung derzeit eine eigene Position zur Erhaltung der Biodiversität im ländlichen Raum. Damit will sie einen Beitrag zur aktuellen Diskussion im Rahmen des Agrarstrukturwandels leisten.

Die Teilnahme in der B&B Initiative bietet den Unternehmen aber auch eigenen Nutzen: Da die Initiative von der GTZ koordiniert wird, erhält jedes teilnehmende Unternehmen entsprechende Betreuung durch die GTZ. Neben dem Erfahrungsaustausch über die Website der Initiative finden regelmäßig regionale Treffen statt. Zudem profitieren die Unternehmen von der Öffentlichkeitsarbeit der Initiative und haben während der CBD-Konferenz im Oktober die Möglichkeit, ihr Engagement zu präsentieren.
 
Quelle: UD

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