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Freitag, 22.September 2017

02.12.2008

Deutsche Bank stellt Geschäftsprozesse CO2-neutral

Die Deutsche Bank hat sich zum Ziel gesetzt, ihre globalen CO2-Emissionen in den nächsten fünf Jahren um 20 Prozentpunkte jährlich gegenüber dem Basisjahr 2007 zu reduzieren und ihre weltweiten Geschäftsaktivitäten bis 2012 vollständig klimaneutral zu betreiben. Die Senkung ihrer CO2-Emissionen möchte die Bank durch eine nachhaltige Verbesserung der Energieeffizienz der Bankgebäude und der technologischen Infrastruktur erreichen sowie durch die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien und den Kauf von Emissionszertifikaten zur Neutralisierung der verbleibenden CO2-Emissionen.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands, sagte: "Als gute Unternehmensbürger sind wir verpflichtet, nachhaltig und verantwortungsvoll zu wirtschaften und kommenden Generationen eine gesunde Umwelt sowie stabile wirtschaftliche und soziale Verhältnisse zu übergeben. Durch die Neutralisierung der CO2-Emissionen unterstützen wir den weiteren Ausbau unserer führenden Position im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens."
 
Koordiniert wird die Klimastrategie der Deutschen Bank von einem Environmental Steering Committee (ESC) unter der Leitung von Caio Koch-Weser, Vice Chairman der Bank. In dem Gremium sind alle Konzernbereiche vertreten. "Das Ziel der CO2-Neutralität bis 2012 ist eine klare Vorgabe. Wir sind fest entschlossen, sie zu erreichen. Bisher liegen wir voll im Plan", so Caio Koch-Weser. Die Erklärungen wurden in London zum Abschluss einer zweitägigen Konferenz des ESC und des kürzlich von der Bank gegründeten Climate Change Advisory Board abgegeben. Letzterem gehören namhafte Klimaschutzexperten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft an, die die Interessen von Industrie- und Schwellenländern vertreten. Das Lenkungsgremium unterstützt die Deutsche Bank künftig bei der Entwicklung und Implementierung ihrer Klimaschutzstrategie gegenüber ihren Mitarbeitern, Kunden und Interessengruppen und kann auf die langjährigen Erfahrungen seiner Mitglieder in diesem Bereich zurückgreifen.
 
In der gegenwärtigen, durch wirtschaftlichen Druck und Unsicherheit gekennzeichneten Lage ist es nach Ansicht von ESC und Climate Change Advisory Board der Deutschen Bank ganz besonders wichtig, dass die Staaten ihre Klimaschutzmaßnahmen konsequent fortsetzen. Finanzielle Anreizprogramme für Infrastrukturinvestitionen, mit denen die Energieeffizienz von Gebäuden und Stromversorgungsnetzen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien oder des öffentlichen Verkehrs verbessert werden, bergen nicht nur enormes Emissionsvermeidungspotenzial, sondern schaffen auch Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass die Wirtschaft schneller aus der Rezession herauskommt so die Konferenzteilnehmer übereinstimmend. Solche Programme würden den anhaltenden Zufluss der dringend benötigten privaten Finanzierungsmittel in diese wichtigen Investitionsbereiche fördern.
 
Die Deutsche Bank betrachtet die CO2-Neutralität als einen wesentlichen Baustein ihrer übergreifenden Klimaschutzstrategie. Die Emission von Treibhausgasen (THG)  bei der Deutschen Bank wurde für das Basisjahr 2007 mit rd. 650.000 t CO2 weltweit angesetzt. Die Ermittlung des Gesamtwertes basiert auf der im "Greenhouse Gas Protocol" festgelegten Methode und erfasst vor allem die mit dem Energieverbrauch, der Reisetätigkeit und der Nutzung von Klimaanlagen verbundenen Emissionen. Der Prozess zur Ermittlung des Gesamtwerts wurde im Rahmen einer unabhängigen Prüfung von ERM Certification & Verification Services, London (ERM CVS) überprüft, die sich auch auf den THG-Berechnungsansatz, die Datenbeschaffungsmethoden und Datenqualitätsprüfungen der Bank erstreckte.
 
Rund die Hälfte aller CO2-Emissionen der Bank ist auf Energieverbrauch zurückzuführen. Entsprechend wird die Bank die Energieeffizienz ihrer Gebäude in den nächsten Jahren kontinuierlich verbessern. Derzeit modernisiert sie etwa ihre Zentrale in Frankfurt zum umweltfreundlichsten Hochhaus in Europa und reduziert damit den CO2-Ausstoß des Gebäudes um mehr als 50 %. Die Bank möchte sich damit für die erste weltweite "Leadership in Energy and Environmental Design" Platinum-Zertifizierung einer Hochhausmodernisierung qualifizieren. 
 
Um durch Geschäfts- und Flugreisen verursachte CO2-Emissionen weiter zu reduzieren, sollen die Mitarbeiter bei kurzen Strecken künftig noch stärker auf die Bahn zurückgreifen als bisher. Darüber hinaus wird derzeit die moderne Videokonferenztechnik, auch direkt am Arbeitsplatz, erweitert. 2007 stieg die Anzahl der bankweiten Videokonferenzen gegenüber dem Vorjahr global um beachtliche 30 %; die durch weltweite Flugreisen bedingten CO2-Emissionen gingen um 9,2 % zurück.
 
Die Bank wird künftig außerdem verstärkt erneuerbare Energie von zertifizierten Anbietern nutzen. Der Strombedarf in Deutschland, Italien und der Schweiz wird bereits vollständig aus regenerativen Energiequellen abgedeckt. Dies entspricht mehr als 50 % ihres gesamten Energieverbrauchs. Weitere Länder sollen folgen. Die Bank wird außerdem bei der Anmietung von Bürogebäuden künftig nur noch auf Objekte zurück greifen, die strengen ökologischen Standards entsprechen.  
 
Die Deutsche Bank stellt bis 2012 für die Neutralisierung von nicht vermeidbaren CO2-Emissionen bis zu  € 22 Mio. bereit. Sie wird damit hochwertige Emissionszertifikate wie CERs (Certified Emission Reductions) und ERUs (Emission Reduction Units) kaufen, die von der UN herausgegeben und den Anforderungen des Kyoto Protokolls gerecht werden.
 
Quelle: UD

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